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Sam "Superman" und seine Liebe zu Tirol

Crankworx

Sam "Superman" und seine Liebe zu Tirol

Sam Reynolds einer der talentiertesten Freeride- und Speed&Style-Stars der Welt reist nicht nur für Crankworx nach Tirol.

Text: Fred Steinacher, Bild: Clint Trahan/Crankworx

Sam Reynolds ist einer der besten Mountainbiker der Welt – und zugleich echter Tirol Fan. Darum ist er frühzeitig für das Crankworx Festival 2020 angereist und wird kommendes Wochenende sein können zum Besten geben.

Sam Reynolds – wenn die Fans der Freeride und Speed&Style-Community diesen Namen hören, ist ,,ausflippen“ angesagt; und die Tiroler ,,Szene“ darf sich freuen, denn der mittlerweile 29-jährige Brite ist einer der großen Stars des insgesamt schon 4. Gastspiels von Crankworx im Bikepark Innsbruck auf der Mutterer Alm. 
Dass in diesem Jahr Innsbruck der einzige europäische Tourstopp der 2004 gegründeten Serie sein wird, und zwar vom 29. September bis 4. Oktober, erhöht den Reiz, macht diese Veranstaltung mehr als schon in früheren Jahren zu etwas Außergewöhnlichem. Wie eben auch der Start von Reynolds. Seit 2010 ist der in Cuckfield (West Sussex) geborene Rider einer der ,,schillernden Figuren“, der spätestens im Jahr 2015, beim Red Bull Rampage-Event, mit einem ,,Superman“ über eine 72 Fuß hohe Schlucht direkt in die Herzen der begeisterten Zuschauer sprang.
Innsbruck ist für Reynolds keine ,,Unbekannte“, seit seinem Gastspiel 2018 hat er  sein Herz an Tirol ,,verloren“, auch wenn er damals nach souveräner Bestzeit im ersten Lauf ein Podest nach Sturz im zweiten Durchgang verpasste. ,,Schnee von gestern“ sozusagen - Land, Leute, die Strecke,  der Engländer war begeistert und freut sich auf das Wiedersehen 2020, auf das einzigartige Flair im Bikepark. Auch wenn diesmal die Fans das Spektakel nicht live vor Ort mitverfolgen können, sondern nur via Riesenscreens in Innsbruck oder hier auf sport.tirol.

Wie auch immer – Reynolds wird das Fehlen, den direkten Kontakt mit den Fans ,,verschmerzen“, er hat gelernt mit Höhen und Tiefen umzugehen. Wie 2012 zum Beispiel. Da war Sam zunächst beim ,,Monster Energy Whitestyle“ in Leogang mit einem doppelten ,,Backflip“ zum Sieg gesprungen, ehe er im selben Jahr beim Crankworx in Les 2 Alps nach einem überdrehten doppelten Flip schwer stürzte und sich zwei Rückenwirbel brach.

Doch Reynolds feierte 2013 ein tolles Comeback, kam stärker zurück wie erwartet, nach dem Rampage-Triumph 2015 sorgte er erneut für Aufsehen, weil er ein Jahr später entschieden hatte, auf den Start zu verzichten. ,,Es war zu gefährlich. Im ersten Teil des Kurses war dieses krasse schmale Stück, vielleicht einen Meter breit war und da gab es an der  Seite eine Klippe, die 30 Meter in die Tiefe ging. Wenn du vom Pedal abgerutscht wärst oder Wind abgekriegt hättest, hätte das nicht nur ein paar gebrochene Knochen gegeben, sondern du hättest von Glück reden können, das zu überleben. Und irgendwann kam für mich der Zeitpunkt im Training wo ich dort hoch ging und beschloss, dass dieses Risiko kein Geld und keinen Ruhm der Welt wert wäre.“

Die Absage war ihm nicht leicht gefallen, aber ,,ich stehe nach wie vor zu dieser Entscheidung oder anders ausgedrückt – nicht um jeden Preis!“

Sam Reynolds, ein Mann mit Prinzipien…

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