Danke Papa

Danke Papa

Väter prägen nicht nur die Kindheit, sie spielen für unsere Tiroler Topsportler eine wichtige Rolle in ihren Karrieren.

Text: Fred Steinacher / Bild: GEPA

Ein Vater ist ein Mensch, zu dem man aufschaut - egal, wie groß man ist.
Welche Rolle der Papa zu Beginn - und oftmals auch während - der Karriere gespielt hat?  Jenes des energischen Zusatztrainers, oder gar des verständnisvollen Seelentrösters?
sport.tirol hat zum Vatertag bei den Tiroler Sportlern nachgefragt.

Während die Geschichte des Muttertags auf eine Jahrhundertjahre alte Tradition verweisen kann, mussten Österreichs Väter bis 1955 warten. In der Zwischenzeit ist es eine liebgewordene  Tradition den Herrn Papa an diesem Juni-Sonntag hochleben zu lassen.

Bei den Amerikanern ist es seit 1974 sogar ein offizieller Feiertag, der am dritten Juni-Sonntag zelebriert wird; in Deutschland variiert der Vatertag zwischen 13. Mai (2021) und 26. Mai (2022),  in Italien feierte man das "Festa del Papa" immer schon am 19. März, in der Schweiz wiederum gibt es gar keinen eigenen Vatertag, da "schauen" die Väter sozusagen durch die Finger.

Nicht so allerdings die Väter einiger Tiroler Sportstars. Olympiasieger Benni Raich, die aktuellen Olympiastarter Christine Wolf, Luis Knabl, Rollstuhltennistalent Nico Langmann sowie Rad-Profi Patrick Gamper und ÖSV-Hoffnung Dominik Raschner plauderten ein wenig aus der Schule, nützen die Gelegenheit dem jeweiligen "Chef des Hauses" Danke zu sagen für die Begleitung in jungen Jahren.

Denn eines war und ist allen schon klar,  haben alle gemeinsam: Ihre Karriere begann mit der Hilfe und der Unterstützung der Eltern. Egal ob es die "Taxi-Fahrten" zum Training waren, Kosten für Utensilien und Trainingslager oder das Wissen, dass da jemand da ist, der Verständnis für fast jede Situation hatte - wichtige Aspekte auf dem beschwerlichen Weg zum Sportidol.

Ein Vorbild in vieler Hinsicht

BENJAMIN RAICH - ehemaliger Skiprofi

"Mein Vater war immer mit mir unterwegs, durch ihn fand ich schon sehr früh zum Skisport. Papa Luis formte mich zu einem Athleten, er spielte in meiner Karriere eine ganz wichtige Rolle. Nicht zuletzt, weil er mich immer wieder zum Nachdenken gebracht hatte mit der Frage, was ich denn selbst möchte?

Natürlich war er ein Motivator, hat mich auch gepusht und seine Meinung gesagt, wenn ich einmal nicht so gut drauf war. So bin ich zu einem mündigen Athleten erzogen worden. Außenstehende haben meinen Vater kaum bemerkt, er hat sich immer im Hintergrund aufgehalten, meistens schwarz gekleidet (das war eine perfekte Tarnung.) Selbst bei Siegerehrungen hielt er sich stets in der zweiten Reihe auf, aber ich habe immer gewusst, er ist da und schaut mir zu. Das vermittelte viel Kraft.

Dafür möchte ich mich bei ihm bedanken. Er ist ein großes Vorbild für mich und ich versuche vieles, dass ich von ihm gelernt habe, an meine Kinder weiterzugeben."

Papa Luis war fast immer bei der Streckenbesichtigung mit dabei. (c) GEPA 

CHRISTINE WOLF - Golferin

"Schon als Amateur war Papa immer für uns da, hat sich aufgeopfert; er ist mit uns durch ganz Österreich von Turnier zu Turnier gefahren, vor allem die meisten Turniere die im Wiener und Steirer- Raum stattgefunden hatten. Auch danach war die Unterstützung durch ihn unendlich und egal ob zur Studienzeit in den USA, oder nach einem Profiturnier auf der LET hatte Papa immer ein offenes Ohr und stand mit Rat und Tat zur Seite. Nicht zuletzt deshalb war es umso schöner, ihn bei den Olympischen Spielen in Rio als meine Unterstützung mit dabei zu haben und nach meinem Sieg in Indien mit ihm anzustoßen. Es ist einfach schön zu wissen, dass man in guten, aber auch nicht so guten Zeiten immer den Rückhalt vom Papa hat. DANKE Papa, dass du MEIN Papa bist.

Danke Papa, dass du MEIN Papa bist.
Christine Wolf

Wenn Christine in Tirol ist, ist Papa Wolf nicht weit. (c) GEPA

NICO LANGMANN - Rollstuhltennis Ass

"Ich habe meine ganze Karriere meinem Vater zu verdanken, wegen ihm habe ich überhaupt begonnen Tennis zu spielen. Und er ist auch bis heute mein größter und vielleicht auch verrücktester Fan. Erst letztens ist er die ganze Nacht durchgefahren, um ein Match von mir in Rom live vor Ort zu sehen und um mich anzufeuern."

Nico an seinem ersten Schultag. Das lässt sich der Papa natürlich nicht entgehen.

LUIS KNABL - Triathlet

"Niemanden habe ich auch nur annähernd so viel zu verdanken wie meinen Eltern. Meine Mutter war immer mehr auf meine schulische Ausbildung konzentriert, der Sport war das Aufgabengebiet des Vaters. Ohne meinen Papa wäre ich nie zum Sport gekommen und wäre jetzt auch nicht kurz davor, bei den Olympischen Spielen teilzunehmen. Ich könnte ein ganzes Buch schreiben, mit schönen Geschichten von unseren Reisen zu Wettkämpfen.

Er hat mich immer unterstützt, in jeder meiner Entscheidungen bekräftigt und selbst dann an mich geglaubt, als ich das selbst nicht tat. Bis zum heutigen Tag sind wir im täglichen Austausch und ich weiß, dass er immer zu 100% hinter mir steht. Danke PAPA!"

"Er hat selbst dann an mich geglaubt, als ich das selbst nicht tat."
Luis Knabl

(c) GEPA

DOMINIK RASCHNER - ÖSV Skirennläufer

"Schon von klein auf unterstütze, motivierte und half mir mein Vater auf meinem Weg. Er selbst kam dabei eher zu kurz, jedoch war es die gemeinsame Zeit immer wert, sei es auf den Skipisten, bei Wettkämpfen oder einfach nur zu Hause im Garten. Auch jetzt noch kann ich jederzeit auf seinen Einsatz zählen, dafür bin ich ihm unendlich dankbar. Seine positive Einstellung, aber auch die Konsequenz haben mich sehr geprägt und zu dem Sportler gemacht, der ich heute bin. Es ist die Summe an Unterstützung und Hingabe, welche mich jede Saison, jedes Rennen und jedes Training begleiten. In diesem Sinne Danke Papa für all das, was du bisher für mich getan hast und schönen Vatertag an alle Väter."

"Es ist die Summe an Unterstützung und Hingabe, welche mich jede Saison, jedes Rennen und jedes Training begleiten."
Dominik Raschner

Papa Raschner mit Dominik und seinem Bruder.

(c) GEPA

PATRICK GAMPER - Rennradprofi

"Mein Vater hat mich zum Radfahren gebracht und war immer ein Vorbild, nicht nur in sportlicher Hinsicht. Bei allen Nachwuchsrennen hat er mich betreut, ohne ihn hätte ich nie die Chance gehabt, Profi zu werden. Deswegen spielte und spielt er bei allen meinen Erfolgen eine große Rolle. Dafür möchte ich Danke sagen und auch, dass er immer noch für mich da ist, wenn ich ihn brauche. Seit ich meine Karriere gestartet habe, konnte ich mich stets auf ihn verlassen; 

Ein besonders schönes Gefühl war, als ich letztes Jahr mitbekommen habe, wie sehr er sich freute mich am Start des Giro d’Italia, meiner ersten großen Rundfahrt, zu sehen. Danke Papa." 

Papa Gamper, der Antrieb zu Patricks Radsportkarriere.

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