Danke Mama 

Danke Mama 

Fünf Tiroler Profisportler erzählen zum Muttertag von dieser einen unverzichtbaren Person in ihrem Leben. 

Text: Fred Steinacher / Bild: GEPA

Fünf Tiroler Topstars, Laura Stigger, Jakob Schubert, die Schweinberger-Sisters und David Gleirscher erzählen wie wichtig gerade die Mama im Verlauf der Karriere war, sagen auf sport.tirol – stellvertretend für viele Kolleginnen und Kollegen – DANKE Mama!  

Der Muttertag – zumindest einmal im Jahr werden sie weltweit gefeiert, die wohl wichtigsten Frauen in unser aller Leben. Seit fast 100 Jahren ist dieser Tag auch in Österreich ein fixer Bestandteil im Festtagskalender. Dabei geht die Geschichte dieses Ehrentages ins 16. Jahrhundert zurück, als in England erstmals der, "Mothering Day" gefeiert worden war; 1858 zelebrierten die Amerikaner - allerdings inoffiziell – den "Mothers Work Day", um damit die Arbeit zu ehren, die Mütter in die Erziehung ihrer Kindern investieren müssen. Erst 1914 erklärten Präsident Woodrow Wilson und der US-Kongress den zweiten Sonntag im Mai zum nationalen Ehrentag.

2021 wird am 9. Mai gefeiert, vielleicht nicht ganz so aufwändig wie in früheren Jahren, aber nichtsdestotrotz mit viel Herzlichkeit, Blumen, Gesten und vor allem mit besonderen Worten. 

DANKBAR

Laura Stigger, Jakob Schubert, die Schweinberger-Sisters und David Gleirscher erinnern sich an die vielen Augenblicke, in denen nicht bei Trainern oder Betreuern Trost gesucht worden war, sondern eine Umarmung der Mama den Schmerz oder Ärger leichter zu verkraften geholfen hatten. Egal ob entlang der Radstrecken (Mountainbike oder Straße), im Ziel des Eiskanals oder am Fuße steil aufragender Boulderwände. 

Und nutzen die Gelegenheit um sich für die bestimmt nicht immer einfache Begleitung auf dem Weg vom "Lausbub" bis hin zum Medaillenerfolg zu bedanken. 

Laura gemeinsam mit ihrer Mama nach ihrem Sieg bei der Rad Weltmeisterschaft 2018 in Innsbruck. 

"Meine Mama hat mir beigebracht nie aufzugeben und für alles hart zu kämpfen."
Laura Stigger

"Wenn ich alle Highlights und besonderen Erlebnisse mit meiner Mama aufzählen müsste, würde ich nie fertig werden. Aber es vermittelt mir immer wieder zusätzlich positive Energie, wenn ich die Stimme am Streckenrand höre und wenn ich im Ziel in ihre Arme fallen darf. Mama gibt mir den Rückhalt, die Stärke, den Mut, die Motivation und hat mir beigebracht nie aufzugeben und für alles hart zu kämpfen."

"Ich möchte mich ganz herzlich für die Unterstützung bedanken, dass sie immer hinter meinen Bruder und mir steht. Man spürt, sie wünscht uns immer nur das Beste und das wünschen wir ihr ebenfalls. DANKE liebe MAMA!"

Laura Stigger beim MTB-Rennen voller Ehrgeiz und Kampfgeist.

"Sie war die liebevollste Mama, die man sich vorstellen kann. Sie hat mich immer unterstützt, ganz ohne Druck."
Jakob Schubert

Ein Kinderfoto von Jakob Schubert im Arm von seiner, im Jahr 2013 an Krebs verstorbenen, Mutter. 

"Ganz besonders ist mir eine Initiative meiner Mama in Erinnerung: bei meiner zweiten Jugend WM in Peking musste man damals ins Finale klettern, um die gesamte Reise vom Verband bezahlt zu bekommen. Als 6-köpfige Familie mussten meine Eltern mit Geld gut haushalten und meine Mama hat Tanten und Onkel zur Mitfinanzierung aktiviert – heute würde man Crowdfunding dazu sagen. Ich konnte also bei der WM dabei sein und bin mit einer Silbermedaille nach Hause gekommen.  

Mein Leben ist bis hier her schon so unglaublich gut und dafür ist meine Mama hauptverantwortlich. Sie war die liebevollste Mama, die man sich vorstellen kann. Sie hat mich immer unterstützt, ganz ohne Druck. Sie war immer da, auch wenn es mal nicht gut gelaufen ist und – ganz wichtig – sie hat das alles getan, ohne sich in meine Entscheidungen einzumischen. Sie war sicherlich die Ansprechperson Nummer 1 für mich."  

"War ich im Sport mit Misserfolg konfrontiert, war sie da, um mir beim Jammern zuzuhören. War ich mal wieder zu faul zum Aufräumen, hat sie darüber hinweggesehen. Meine Mama hat mich und meine nicht immer leichte Art extrem gut ausgehalten. Dafür bin ich ihr für immer dankbar!"

Jakob Schubert ist beim Klettern ganz in seinem Element.
(c) KVÖ/Lanzanastro  

"Die Mama nimmt einen in den Arm, tröstet – wie zum Beispiel nach den YOG in Innsbruck. Da war sehr viel mentale Aufbauarbeit notwendig."
David Gleirscher

David Gleirscher umarmt seine Mama, die Frau die immer hinter ihm steht egal was passiert.

"Erinnerungen, Highlights – wenn ich wüsste, wo anfangen? Vor allem zu Beginn meiner Karriere war die Unterstützung der Eltern, speziell der Mama unglaublich wichtig. Der tägliche Taxidienst im Training; dann das Wissen und dieses Gefühl, da steht jemand am Rand der Bahn, im Ziel, drückt die Daumen, bangt, zittert, ob nur ja alles gut geht. Oder nimmt einen in den Arm, tröstet – wie zum Beispiel nach den YOG in Innsbruck. Da war sehr viel mentale Aufbauarbeit notwendig, letztlich bis zur Goldmedaille. 

An dieser Stelle möchte ich mich aber auch - stellvertretend für meine Kinder - bei ihrer Mama herzlich bedanken. Es ist für meine Frau, über das ganze Jahr gesehen aber speziell in meiner Abwesenheit, keine einfache Aufgabe an der Seite eine Spitzensportlers.

Daher ein riesengroßes Danke den beiden Müttern im Haus Gleirscher! 

"Wir möchten unserer Mama danken, dass sie unseren Sport zu 100% unterstützt, aber keine fanatische Sportler-Mama ist! Und, dass man auch gut mit ihr feiern kann, wenn`s was zum feiern gibt."
Schweinberger Sisters

Kathrin (links), Mama Schweinberger, Hund Riva und Christina (rechts) gemeinsam sportlich unterwegs auf einer Skitour.

"Da viele unserer Wettkämpfe im Ausland stattfinden und unsere Eltern nicht sehr reisefreudig sind, kommen sie "nur" zu den Rennen in Österreich ab und zu mit. Unsere Mama ist zwar dabei, mischt sich aber nie ein wenn es ums Training, die Rennvorbereitung etc. geht. Sie motiviert uns, wenn sie sagt, dass wir da schon wissen was wir machen. Während wir bei den Rennen im Ausland von den belgischen Teambetreuern versorgt werden, übernimmt diese Aufgaben in Österreich die Mama. Trinkflaschen und Verpflegung vorbereiten, als Chauffeurin mit dem Auto fahren, damit wir die Beine hochlagern können. Und als sie letztes Jahr dabei war, als Christina und ich den Meistertitel geholt hatten, konnten wir uns direkt im Ziel bei ihr bedanken; war echt ein tolles Gefühl, ihre Freude zu sehen."

"Wir möchten unserer Mama danken, dass sie uns immer eine gewisse Ruhe mitgibt. Dafür, dass sie wirklich immer für uns da ist, wenn`s mal nicht so rund läuft und dass wir noch nie Druck von ihr verspürt haben. Und, dass man auch gut mit ihr feiern kann, wenn`s was zum feiern gibt. 
Auch dafür mögen wir unsere Mama und auch unseren Papa sehr, dass sie unseren Sport zu 100% unterstützen, aber keine fanatischen Sportler-Eltern sind!"

Die Radzwillinge Hand in Hand durchs Ziel. Doppelsieg bei der road cycling league Austria in Wels.
(c) Eibenbauer/ÖRV 

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