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Tränen bei Alessandro Hämmerle

Tränen bei Alessandro Hämmerle

Österreich muss im Snowboardcross weiter auf eine olympische Medaille warten.

In Pyeongchang musste sich Alessandro Hämmerle als bester Österreicher in einer wahren Sturzorgie mit Platz sieben begnügen. Vor allem sein Teamkollege Markus Schairer wurde von dem anspruchsvollen Kurs brutal abgeworfen. Gold ging so wie 2014 an Pierre Vaultier aus Frankreich.

Favorit Vaultier hatte sich im großen Finale vor dem Australier Jarryd Hughes und Regino Hernandez aus Spanien durchgestezt. Als bester österreichischer Boarder wurde Hämmerle nach einem Sturz im Semifinale und dem anschließenden Sieg im kleinen Finale Siebenter. Schairer kam im Viertelfinale zu Sturz. Hanno Douschan, am Vormittag als 16. der Setzungsläufe noch bester Österreicher, überstand die erste K.-o.-Runde ebenso nicht wie der Wiener Olympiadebütant Lukas Pachner.

Dabei hatte es bei guten Wetterbedingungen mit strahlendem Sonnenschein für den 24-jährigen Hämmerle zunächst gut ausgesehen. Seinen Achtelfinallauf gewann der Vorarlberger souverän, im Viertelfinale kam er als Dritter weiter. Auch in der Vorschlussrunde lag Hämmerle zunächst auf einem Aufstiegsplatz, ehe er durch eine Verkettung unglücklicher Umstände zu Sturz kam. „Jarryd Hughes hat Pierre Vaultier raufgedrückt und dieser dann mich. Das war einfach Boardercross, es war Pech“, sagte Hämmerle.

Auf das Ende der Medaillenträume reagierte er letztlich sehr emotional. „Ich muss zugeben, ich habe selten geweint. Aber da sind mir schon die Tränen gekommen“, sagte er. „Es war einfach eine Riesenenttäuschung für mich. Ich hatte mich super gefühlt.“

Schwerer Sturz von Schairer

Schairer, der 2009 in Gangwon in Südkorea Weltmeister im Snowboardcross geworden war, wurde im Viertelfinale des Bewerbes auf der anspruchsvollen Strecke im Phoenix Park beim vorletzten Sprung brutal abgeworfen. Der Vorarlberger geriet auf der Kante in Rückenlage und schlug nach einem weiten Flug hart auf der Piste auf. Schairer blieb kurz benommen liegen, fuhr aber anschließend selbst ins Ziel.

Dort klagte er über Schmerzen in der Brust und wurde zur Untersuchung an die Küste nach Gangneung gebracht. Dort stellten Ärzte den Bruch des fünften Halswirbels fest. Für den Vorarlberger gab es aber auch eine gute Nachricht: Wie das Österreichische Olympische Comite (ÖOC) mitteilte, gibt es aufgrund des Wirbelbruches keine neurologische Beeinträchtigungen, Folgeschäden können derzeit ausgeschlossen werden. Schairer soll schnellstmöglich mit ärztlicher Begleitung nach Österreich zurückgeflogen werden.

Jarryd Hughes (AUS), Pierre Vaultier (FRA) und Regino Hernandez (ESP) (c) GEPA

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