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„Ein Traum ist in Erfüllung gegangen“

„Ein Traum ist in Erfüllung gegangen“

Penz/Fischler rasten zur Silbermedaille

Das war ein wahrlich glänzender Valentinstag für Österreichs Olympiateam. Nur wenige Stunden nach Bronze für den Kombinierer Lukas Klapfer rasten die rot-weiß-roten Doppelsitzer Peter Penz und Georg Fischler bei den Olympischen Spielen zu Silber.

Das ÖRV-Duo hatte sich im Eiskanal von Alpensia nur den deutschen Titelverteidigern Tobias Wendl und Tobias Arlt um 0,088 Sekunden geschlagen geben müssen. Bronze ging an Toni Eggert/Sascha Benecken (+ 0,290). Thomas Steu und Lorenz Koller wurden Vierte (+ 0,587).

Nach der sensationellen Goldmedaille durch David Gleirscher im Einsitzer sorgten die ÖRV-Rodler in Südkorea damit für die bereits zweite Medaille. Insgesamt hält Österreich nun bei vier Medaillen (2 x Gold, 1 x Silber, 1 x Bronze). Auch in der Team-Staffel zum Abschluss der olympischen Bewerbe im Rodeln am Donnerstag (13.30 Uhr MEZ) rechnet sich die Truppe von Sportdirektor Markus Prock berechtigte Chancen auf Edelmetall aus.

In Sotschi waren Penz/Fischler vor vier Jahren auf dem Weg zu einer sicheren Olympiamedaille noch weit vom Kurs abgekommen. Nach mehreren Fahrfehlern rutschten die Tiroler im entscheidenden zweiten Lauf vom dritten Zwischenrang auf Platz 19 zurück. Silber ging damals an die Brüder Andreas und Wolfgang Linger. Auch die Tiroler mussten sich vor vier Jahren in Russland nur dem deutschen Duo Wendl/Arlt geschlagen geben.„Ein Traum ist heute in Erfüllung gegangen, der Tag war perfekt“, jubelte Penz. „Wir sind super gestartet und sofort gut in das Rennen gekommen.“ Der 33-Jährige verriet aber, dass sie nicht volles Risiko gegangen sind. „Wenn wir voll angegriffen hätten, wäre sogar noch mehr drinnen gewesen.“ Ein Stein viel Fischler vom Herzen: „Es waren auch harte Jahre für uns. Das tut richtig, richtig gut. Wir nehmen sicher ein Glaserl, aber im Team  wollen wir natürlich noch einmal angreifen.“

Wendl/Arlt sind damit das dritte Paar nach den Deutschen Hans Rinn/Norbert Hahn (1976/1980) und Linger/Linger (2006/2010), das zweimal nacheinander Olympiasieger im Doppelsitzer wurde. Das Nachsehen hatten die hoch gehandelten deutschen Weltmeister Eggert/Benecken, denen der Olympiatriumph nach einer herausragenden Saison und dem Sieg im Gesamt-Weltcup verwehrt wurde.

Vor dem Hintergrund des angedeuteten Rücktritts von Penz/Fischler nach den Winterspielen gaben Österreichs U23-Weltmeister Steu/Koller ein Versprechen für die Zukunft ab. Den beiden stark aufgetretenen Olympiadebütanten fehlten schlussendlich 0,297 Sekunden auf Rang drei.

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