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ÖSV-Team kombinierte zu Bronze

ÖSV-Team kombinierte zu Bronze

Deutsches Team erneut sensationell

Das war ein großes Olympia-Finale der österreichischen Kombinierer - nach dem dritten Platz von Lukas Klapfer im Einzel von der Normalschanze eroberte Rot-Weiß-Rot am Donnerstag auch im Team-Bewerb mit dem Springen von der Großschanze und 4 x 5 km in der Loipe Bronze. Für Österreich war es das 13. Edelmetall in Südkorea. Gold ging wie erwartet an Deutschland, Silber an Norwegen.

Wilhelm Denifl, Lukas Klapfer, Bernhard Gruber und Mario Seidl hatten mit Platz eins im Springen den Grundstein zur zweiten Kombinierer-Medaille in Pyeongchang gelegt. Das Quartett musste letztlich nur den Deutschen und Norwegern den Vortritt lassen. Am Ende fehlten den Österreichern 1:07,8 Min. auf die siegreichen Deutschen, die mit sechs Sekunden Rückstand auf die rot-weiß-rote Equipe in die Loipe gestartet waren.

Das ÖSV-Quartett lag bis zum letzten Läufer noch im Rennen um Platz zwei, doch Schlussläufer Seidl hatte der entscheidenden Attacke des Norwegers Jörgen Graabak am Ende nichts entgegenzusetzen. Die Österreicher prolongierten dennoch ihre stolze Serie in Team-Bewerben bei Olympia. Nach Bronze 2002 in Salt Lake City, zweimal Gold in Turin 2006 und vier Jahre darauf in Vancouver und erneut Bronze 2014 in Sotschi holte eine rot-weiß-rote Auswahl zum fünften Mal in Folge olympisches Edelmetall in der Mannschaft.

Für die Österreicher glänzte aber auch diese Bronzemedaille fast wie Gold, nachdem es im Weltcup nicht immer nach Wunsch gelaufen war. „Wir haben gewusst, dass es recht schwierig wird. Ich bin aber mein Tempo gelaufen, und das hat gut geklappt. Das war wahrscheinlich meine allerletzte Chance, eine olympische Medaille zu gewinnen. Dass es ausgerechnet mit dem Team funktioniert, ist total lässig“, sagte Startläufer Denifl. Klapfer lobte vor allem die Taktik des Quartetts. „Wir wollten unsere Kraft für den letzten Anstieg aufheben, und der Plan ist super aufgegangen“, sagte der gebürtige Steirer. Obwohl Schlussläufer Seidl Graabak am Ende nicht Paroli bieten konnte, war bei dem 25-Jährigen darüber kein Frust zu spüren. „Das war ein unglaubliches Gefühl. Wir haben heute schon im Springen alle eine Topleistung geboten. Ich hatte als Schlussläufer eine Gänsehaut und habe den Zieleinlauf richtig genossen“, sagte Seidl.

Deutschland, in der Formation Vinzenz Geiger, Fabian Rießle, Johannes Rydzek und Eric Frenzel, räumte in Pyeongchang in der Nordischen Kombination hingegen alle Goldenen ab. Davor hatten Frenzel und Rydzek in den Einzel-Bewerben mit Springen auf der Normal- bzw. Großschanze triumphiert. Im Großschanzenevent hatten die Deutschen Gold, Silber und Bronze abgeräumt. Im seit 1988 ausgetragenen Team-Bewerb war es hingegen erst der zweite Olympiasieg für den österreichischen Nachbarn seit jenem der westdeutschen Auswahl 1988 in Calgary.

Eric Frenzel jubelt mit der deutschen Staffel über Gold (c) GEPA

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