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Das Comeback der Norweger

Das Comeback der Norweger

ÖSV-Staffel war chancenlos

Gut ,,Ding“ braucht seine Zeit – erstmals seit 16 Jahren haben Norwegens Langläufer wieder einmal die Männer-Staffel bei Olympia gewonnen.

Didrik Tönseth, Martin Jonsrud Sundby, Simen Hegstad Krüger und Johannes Hösflot Kläbo beendeten am Sonntag in Pyeongchang die seit 2002 andauernde Durststrecke der Skandinavier und sicherten sich vor den Olympischen Athleten aus Russland und Frankreich Gold.

Bei den Spielen von Salt Lake City hatte Norwegen zuletzt über 4 x 10 km den Olympiasieg davongetragen. 2006 in Turin und 2014 in Sotschi waren die „Wikinger“, die bei Weltmeisterschaften zuletzt neunmal in Folge die Staffel gewannen, überhaupt leer ausgegangen. 2010 in Vancouver reichte es immerhin zu Silber. Diesmal setzten sich Tönseth, Sundby, Skiathlon-Olympiasieger Krüger und Sprint-Champion Kläbo mit 9,4 Sek. Vorsprung vor dem unter olympischer Flagge startenden russischen Quartett durch. Frankreich wurde mit 36,9 Sek. Rückstand Dritter und wiederholte damit sein Ergebnis von vor vier Jahren. Eine Niederlage setzte es für Schweden. Die Skandinavier, die 2010 und 2014 Olympiagold in der Männer-Staffel geholt hatten, landeten diesmal hinter den ebenfalls geschlagenen Finnen auf Platz fünf.

Wie erwartet keine Chance auf einen Spitzenplatz hatte die österreichische Staffel. Dominik Baldauf, Max Hauke, Bernhard Tritscher und Luis Stadlober mussten sich 6:08 Min. hinter Norwegen mit dem 13. und vorletzten Platz begnügen. Einzig die US-Staffel blieb hinter dem rot-weiß-roten Quartett. Österreich war erstmals seit 2006 wieder im Starterfeld von diesmal 14 Nationen vertreten. „Es war eine Standortbestimmung“, sagte denn auch Hauke, der allerdings gleich bei der ersten Abfahrt zu Sturz gekommen war. Aber auch ohne das Malheur wäre nicht mehr als der elfte Platz möglich gewesen.

„Ich wollte zu den Tschechen und Deutschen aufschließen, bin dann aber gleich in einer der ersten Kurven  gestürzt, das hat mich schon Zeit und Rhythmus gekostet“, sagte der Steirer. „Wir müssen einfach weiterarbeiten, dass wir alle Richtung Top 15, Top Ten kommen, und dann werden wir irgendwann im erweiterten Feld mitlaufen können“, meinte Hauke. Schon für die kommende Heim-WM in Seefeld hält der aktuell stärkste Distanzläufer des ÖSV ein respektables Abschneiden für möglich. „Top acht oder Top zehn könnte man sich vernehmen, das ist nicht so weit weg. Aber da muss alles passen.“

(c) GEPA

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