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Jetzt auch Gold im Super-G

Jetzt auch Gold im Super-G

Matthias Mayer darf sich nach Abfahrtsgold 2014 in Sotschi seit Freitag auch Olympiasieger im Super-G nennen.

Der 27-jährige Kärntner beendete bei den Winterspielen von Pyeongchang die Siegesserie der Norweger in dieser Disziplin und holte 20 Jahre nach Hermann Maier wieder Super-G-Gold für Österreich. Bei strahlendem Sonnenschein  hatte sich Mayer nicht einmal von den Nachwirkungen seines spektakulären Sturzes im Kombi-Slalom aus der Bahn werfen lassen. Der 27-jährige, nun zweifache Olympiasieger, aus Kärnten verwies in einem spannenden Rennen den Schweizer Beat Feuz (+0,13 Sek.) und den Norweger Kjetil Jansrud (+0,18 Sek.) auf die Plätze und sorgte nach der Goldenen von Marcel Hirscher in der Kombination für den zweiten Sieg eines ÖSV-Läufers in Südkorea. Die weiteren Österreicher belegten die Plätze sechs (Vincent Kriechmayr/+0,69), elf (Hannes Reichelt/+0,96) und siebzehn (Max Franz/+1,52).

Mayer, der in der Abfahrt am Vortag nur Neunter geworden war und noch an den Nachwirkungen des Blutergusses nach seinem wilden Sturz im Kombi-Slalom litt, zeigte sich fast etwas überrascht über seinen Erfolg: „Ich wollte einfach eine gute Fahrt zeigen und so fahren wie im Training,  unglaublich.“ Aber während seines Laufes wuchs in dem vierfachen Sieger von Weltcup-Rennen das Gefühl, diesmal etwas Großes leisten zu können: „Bei der Fahrt über den Zielsprung habe ich mir gedacht, das könnte eine Medaille gewesen sein. Nach dem neunten Platz in der Abfahrt war ich schon sehr enttäuscht. Jetzt ist es ein großartiger Tag.“ 

Nach der Enttäuschung in der Abfahrt wollte das österreichische Quartett Kriechmayr, Mayer, Reichelt und Franz im Super-G eine lange Durststrecke beenden. Das bisher einzige Super-G-Gold für Österreich holte 1998 in Nagano Hermann Maier. Die letzte Medaille gab es 2006 in Turin mit Silber ebenfalls für Maier. Beim allerersten Olympia-Super-G vor 30 Jahren in Calgary hatte Mayers Vater Helmut Silber gewonnen.

In den vier Weltcup-Rennen dieses Winters hatten die Österreicher sieben von zwölf Stockerlplätzen und einen Sieg durch Kriechmayr erobert. ÖSV-Herren-Rennsportleiter Andreas Puelacher war sich daher sicher: „Ich glaube auch, dass uns dieses Gelände hier mit den technisch anspruchsvollen Kurven ganz gut liegen könnte.“ Der Tiroler sollte recht behalten.

Gold für Matthias Mayer (c) GEPA

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