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Mit Traumläufen zum zweiten Gold

Mit Traumläufen zum zweiten Gold

Marcel Hirscher RTL-Olympiasieger

Zweites Rennen, zweites Gold! Marcel Hirscher ist Doppelolympiasieger!

Nach dem Triumph in der Kombination gewann der 28-jährige Salzburger in Pyeongchang auch den Riesentorlauf. Hirscher wurde dabei seiner Rolle als großer Favorit vollauf gerecht, behielt nach klarer Halbzeitführung auch in der Entscheidung die Nerven und gewann mit einem Vorsprung von 1,27 Sekunden auf den Norweger Henrik Kristoffersen, der nach Lauf eins nur auf Rang zehn gelegen war und dem Franzosen Alexis Pinturault. Der Norweger lieferte dabei eine sehenswerte Aufholjagd mit Laufbestzeit. Die weiteren Österreicher? Neben Hirscher kam kein weiterer in die Wertung. Manuel Feller und Christian Hirschbühl waren bereits im ersten Durchgang ausgeschieden, Stefan Brennsteiner stürzte in der Entscheidung und musste mit einer Knieverletzung ins Krankenhaus gebracht werden.

An Hirscher allerdings führte einmal mehr kein Weg vorbei. Der Salzburger wurde seiner Ausnahmestellung in beeindruckender Manier gerecht. Im ersten Durchgang holte er seinen Vorsprung mit einer fehlerfreien Fahrt vor allem im Steilhang heraus und lag komfortabel 0,63 Sekunden vor Pinturault. Im ebenfalls sehr schnell gesteckten zweiten Lauf attackierte Hirscher erneut, deklassierte die Konkurrenz und krönte sich zum Doppelolympiasieger. Pinturault, der als einziger Läufer neben Hirscher in dieser Saison einen RTL gewinnen konnte, zog den Hut vor der Leistung des ÖSV-Stars. „Große Gratulation an Marcel. Er hat es sich verdient und ist jetzt auch im Slalom der Favorit“, sagte der 28-jährige Franzose der sich über seine dritte Olympiamedaille nach RTL-Bronze 2014 und Kombisilber 2018 freuen durfte. „Zwei Medaillen sind eine große Sache für mich“, so Pinturault.

Feller war im ersten Durchgang auf Kurs für eine Top-Zeit ehe ein Fehler knapp vor dem Ziel alle Träume beendete. Der Tiroler war das vorletzte Tor zu direkt angefahren  und stürzte gleichsam ins Ziel. „In so einem Rennen muss man alles riskieren. Das habe ich gemacht. Man hat die schwierigsten Passagen hinter sich und will den Ski ins Ziel gehen lassen. Das war dann leider bisschen zu viel des Guten“, sagte der 25-Jährige.

Während Hirschbühl ebenfalls im ersten Durchgang nach einem Innenskifehler ausschied, lag Brennsteiner auf Zwischenrang 14. Der 26-jährige Salzburger war in der Entscheidung sensationell unterwegs und hatte eine Topplatzierung in Griffweite. Brennsteiner blieb allerdings bei einem Tor hängen und kam zu Sturz. Die erste Diagnose ist jedenfalls ernüchternd. „Stefan hat eine Knieverletzung. So wie es ausschaut, wird wahrscheinlich das Kreuzband gerissen sein“, erklärte Herren-Chefcoach Andreas Puelacher.

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