Sie befinden sich hier:
Tolles Rennen, starke Zeit

Tolles Rennen, starke Zeit

Vanessa fehlte 0,49 auf das Podest

Vanessa Herzog lief zwar ein starkes Rennen bei ihrem ersten Auftritt in der Schnelllaufhalle von Gangneung, doch zur erhofften olympischen Medaille hat es leider nicht gereicht.

Denn über 1.000 m verpasste die Tirolerin einen Platz auf dem Podest lediglich um 0,49 Sekunden. Gold ging an die Niederländerin Jorien ter Mors, die mit neuem Olympiarekord zum Sieg gelaufen war.

Ter Mors löschte mit einer Zeit von 1:13,56 Min. die 16 Jahre alte Bestmarke der Amerikanerin Chris Witty (1:13,83 Min.) von den Spielen in Salt Lake City 2002 aus den olympischen Rekordbüchern. Silber ging an die japanische Weltrekordlerin Nao Kodaira (1:13,82), Bronze holte sich ihre Landsfrau Miho Takagi (1:13,98). Für die Niederlande war der Sieg von ter Mors die fünfte Goldmedaille im fünften Bewerb im Gangneung Oval.

,,Ich bin zufrieden, meine Zeit war nur neun Zehntel über dem österreichischen Rekord und auch drei Sekunden schneller als letztes Jahr hier“, sagte Vanessa. „Die Zeit ist echt gut, über Platz fünf kann ich mich nicht beschweren. Das ist genau das, was ich kann. Ich wollte mit Kodaira  mithalten, vielleicht war das um den ‚Tick‘ zu viel. Nach der Grippe bin ich froh, dass ich das so halbwegs hingebracht habe.“

Die Leistungen der Konkurrenz erkannte sie neidlos an. „Die Zeiten waren generell sauschnell“, so die 22-Jährige. „Diese Leistung von ter Mors hat keiner erwartet. Und Takagi ist gestartet, wie ich sie noch nie gesehen habe.“Die gebürtige Tirolerin, die unter ihrem Mädchennamen Bittner vor vier Jahren in Sotschi über 1.000 m noch Rang 24 belegt hatte und über 500 m auf Platz 27 gelandet war, startet am Sonntag noch über 500 m und am Samstag nächster Woche (24. Februar) im Massenstart. Auf einen Start am vergangenen Montag über 1.500 m hatte die 500-m-Europameisterin von 2017 aufgrund einer Grippeerkrankung verzichtet.

Sollte es bei den Spielen von Pyeongchang noch nicht mit einer Medaille klappen, stehe ihr trotzdem eine aussichtsreiche Zukunft bevor. „Als Eisschnellläufer hat man das beste Alter mit 27 oder 28 Jahren. Ich habe noch genügend Zeit“, gab sich die Österreicherin gelassen. Zwei bis drei Olympiateilnahmen peile sie noch an.

© 2017 Tirol Werbung