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Slalom der Sensationen

Slalom der Sensationen

Sieg an Johannes Thingnes Bö

Katharina Gallhuber hat bei den Winterspielen in Pyeongchang die erste Medaille für Österreichs Skidamen geholt.

Die 20-jährige Niederösterreicherin sicherte sich nach einer sensationeller Aufholjagd von Platz neun aus Bronze im Slalom und feierte damit den größten Erfolg ihrer jungen Karriere. Auch der Sieg der Schwedin Frida Hansdotter fiel in die Kategorie Überraschung. 

Die 32-Jährige, die in ihrer Karriere vier Weltcup-Rennen gewinnen konnte, setzte sich im Yongpyong-Resort 0,05 Sekunden vor der Schweizer Halbzeitführenden Wendy Holdener durch. Gallhuber landete 0,32 Sekunden hinter der Olympiasiegerin auf Platz drei. Favoritin Mikaela Shiffrin aus den USA, am Vortag noch Olympiasiegerin im Riesentorlauf, musste sich in ihrer Spezialdisziplin mit Rang vier begnügen.

Aus österreichischer Sicht strahlte vor allem die Bronzemedaille von Gallhuber wie Gold. Gallhuber hatte bereits nach dem ersten Durchgang, in dem sie als Neunte abgeschwungen hatte, im zweiten Lauf vollen Angriff versprochen. Die 20-jährige Niederösterreicherin ließ ihren Worten Taten folgen und fuhr mit Laufbestzeit noch auf das Podest. „Ich war richtig cool am Start, aber dass es zur Bronzemedaille führt, hätte ich nie gedacht“, sagte sie  im ersten Interview, „schon die Nominierung war ein Traum, und jetzt habe ich eine Medaille. Ich bin echt sprachlos.“

Der dritte Platz bei Olympia ist der mit Abstand größte Erfolg in der noch jungen Karriere der Niederösterreicherin. Im Weltcup stand Gallhuber bisher nie auf dem Podest. Vor den Spielen in Pyeongchang war die 20-Jährige beim City-Event in Stockholm Fünfte geworden. Im klassischen Slalom von Lenzerheide hatte Gallhuber Platz sechs belegt. Die Niederösterreicherin setzte damit auch eine stolze Serie der ÖSV-Damen im Slalom fort: Seit den Spielen von Turin holten die Österreicherinnen im Torlauf zumindest immer eine Medaille.

Vor vier Jahren hatte mit Kathrin Zettel ebenfalls eine Läuferin aus dem niederösterreichischen Göstling hinter Olympiasiegerin Shiffrin und Marlies Schild die Bronzemedaille gewonnen. „Ich habe mir gesagt, es ist nur ein normales Rennen. Ich wollte hier nur mein bestes Skifahren zeigen, sonst nichts. Dass das für eine Medaille reicht, ist unglaublich. In Göstling werden es die Leute genauso wenig glauben wie ich“, sagte Gallhuber.

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