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Platz vier für die Biathlon-Staffel

Platz vier für die Biathlon-Staffel

Österreicher scheiterten am Schiessstand

Für Österreichs Biathleten hat es in der abschließenden Staffel bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang nicht mit einer Medaille geklappt.

Das Quartett Tobias Eberhard, Geburtstagskind Simon Eder, Julian Eberhard und Schlussläufer Dominik Landertinger belegte am Freitag den vierten Rang. Für die ÖSV-Herren gab es damit nach dem vierten Platz von Julian Eberhard im Sprint zum zweiten Mal „Blech“. Landertinger hatte im Einzel Bronze geholt.

Gold ging an Schweden, das bei phasenweise schwierigen Windbedingungen als einzige Staffel ohne Strafrunde blieb. Peppe Femling, Jesper Nelin, Sebastian Samuelsson und Fredrik Lindström setzten sich sensationell vor den Augen von König Carl Gustav mit dem Vorsprung von 55,5 Sekunden auf die favorisierten Norweger durch. Deutschland kam in dem kuriosen Rennen ganze 2:07,1 Sekunden später ins Ziel, ein Rückstand, der aber immer noch für Bronze reichte.

Der Kampf um Gold war am Ende ein Duell zwischen Schweden und Norwegen. Emil Hegle Svendsen und Lindström kamen gleichzeitig zum letzten Schießen. Während der Schwede nur eine Scheibe verfehlte, versagten dem routinierten Svendsen die Nerven. Der 32-Jährige musste in die Strafrunde und verspielte die Chance auf den Olympiasieg. Diesen durfte Lindström schon weit vor dem Ziel feiern. Das schwedische Betreuerteam stellte sich entlang der Loipe auf und machte die Welle. Zuvor hatte es seit 1968 nur zweimal Bronze (1968, 1992) gegeben.

Österreich kam 2:52,5 Minuten hinter Schweden ins Ziel. Dabei lag das ÖSV-Quartett nach fünf Schießen sogar auf Silberkurs. Julian Eberhard musste allerdings zweimal in die Strafrunde, womit die realistische Chancen auf Edelmetall dahin war. „Wir haben sieben gute Schießen gemacht, und bei einem war es zu wenig. Da hat es mich erwischt, dafür muss ich heute die Verantwortung übernehmen. Aber man gewinnt als Team und verliert als Team. Es ist leider so passiert“, sagte Eberhard.

„Beim letzten Schießen hat sich die Möglichkeit geboten. Ich habe trotz des Windes noch einmal riskiert und wollte durchziehen, habe aber leider die ersten drei Schüsse nicht getroffen. Danach musste ich abstellen, weil es zum Schießen unmöglich war. Die Scheibe ist hin und her gegangen“, beschrieb Landertinger seine Situation. Die ÖSV-Staffel ging damit nach Silber 2010 in Vancouver und Bronze vor vier Jahren in Sotschi diesmal leer aus.

Schweden gewann sensationell (c) GEPA

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