Sie befinden sich hier:
Dramatischer Zielsprint an Fourcade

Dramatischer Zielsprint an Fourcade

Österreicher scheiterten am Schiessstand

Und wieder ,,verschoss“ Julian Eberhard am letzten ,,Stand“ eine mögliche Medaille - nach dem vierten Platz im Sprint verpasste der Salzburger am Sonntag auch im olympischen Massenstart-Bewerb knapp den Sprung auf das Podest.

Er belegte nach 15 Kilometern mit drei Strafrunden den sechsten Platz. Dominik Landertinger und Simon Eder kamen auf die Plätze zwölf bzw. 14.

Gold ging an den französischen Superstar Martin Fourcade, der sich in einem dramatischen  Zielsprint nach Fotofinish gegen den Deutschen Simon Schempp durchsetzte. Bronze holte mit 11,2 Sekunden Rückstand der Norweger Emil Hegle Svendsen. Fourcade konnte sich zwei Fehler leisten und avancierte mit seinem zweiten Olympiasieg bei den Spielen in Pyeongchang nach der Verfolgung und der vierten Goldenen in seiner Karriere zum erfolgreichsten französischen Olympioniken bei Winterspielen.In einem spannenden Bewerb war das Feld lange eng zusammen gelegen. Mit Fourcade, Schempp und dem Deutschen Erik Lesser kam ein Spitzentrio zum vierten und letzten Schießen. Fourcade und Schempp verfehlten jeweils eine Scheibe, Lesser verabschiedete sich mit zwei Fehlern aus dem Kampf um den Sieg und wurde schließlich Vierter.

Eberhard konnte die sich dadurch bietende Chance aber nicht nützen und musste mit einem Fehler beim allerletzten Schussversuch ebenfalls in die Strafrunde. Letztlich fehlten ihm 19,5 Sekunden auf den drittplatzierten Svendsen. „Zufrieden ist man mit Medaillen. Aber ich muss mich an meiner Leistung messen, und die war heute nicht ganz in Ordnung.“

Landertinger, der im 20-km-Einzel überraschend Bronze erobert hatte, überzeugte zwar am Schießstand mit nur einem Fehler, konnte aber in der Loipe nicht ganz mithalten und kam nicht über Platz zwölf hinaus. „Läuferisch war es ein Aufwärtstrend, und schießtechnisch mit einem Fehler durchzukommen, das war sehr gut“, war der Tiroler trotzdem zufrieden. Eine Medaille wäre sich diesmal auch mit fehlerloser Schießleistung nicht ausgegangen, gab Landertinger zu: „Die da vorne waren einfach zu stark.“

Eder, der mit einer makellosen Schießleistung ebenfalls noch eine Chance auf Edelmetall gehabt hätte, schoss gleich zwei „Fahrkarten“, bilanzierte damit wie Eberhard bei insgesamt drei Fehlern und fiel auf den 14. Platz zurück. Mit einem Fehler gleich bei der ersten Serie setzte er sich selbst unter Druck. „Das hat mich läuferisch ein bisschen aus der Komfortzone herausgelockt, die letzte Frische am Schießstand war dann nicht mehr da. Dann hat die Qualität nicht mehr für einen Nuller ausgereicht“, erklärte der Saalfeldener.

Simon Eder und Dominik Landertinger gingen diesmal leer aus (c) GEPA

© 2017 Tirol Werbung