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ÖSV-Quartett enttäuschte in der Abfahrt

ÖSV-Quartett enttäuschte in der Abfahrt

Historischer Triumph für Svindal

Während Österreichs Speed-Hoffnungen nach der Enttäuschung in der Abfahrt rätselten, feierte  Aksel Lund Svindal einen geradezu historischen Erfolg.

Denn der 35-jährige Routinier gewann bei den Winterspielen in Pyeongchang Abfahrtsgold und sorgte für den ersten norwegischen Olympiasieg in der Königsdisziplin. In einem spannenden und vor allem von den Verhältnissen fairen Rennen hatte sich Svindal knapp vor seinem Landsmann Kjetil Jansrud durchgesetzt. Auf Rang drei landete mit ebenfalls geringem Rückstand der Schweizer Beat Feuz. Die ÖSV-Abfahrer konnten nicht in den Medaillenkampf eingreifen und landeten zwischen den Rängen sieben und zwölf.

„Das ist richtig cool. Ich bin wirklich sehr glücklich. Kjetil war zwar oben brutal schnell, aber ich hatte vom zweiten Sprung weg bis ins Ziel eine gute Linie. Ein Doppelsieg für Norwegen, das ist ein großer Tag für uns“, sagte Svindal, nachdem er vor den Augen des norwegischen Kronprinzen Haakon ein Stück Skigeschichte geschrieben hatte. Der Norweger freute sich nach Vancouver 2010, wo er sich in Super-G (Gold), Abfahrt (Silber) und Riesentorlauf (Bronze) einen kompletten Medaillensatz holen konnte, über sein viertes Edelmetall bei Olympia. 2014 in Sotschi war Svindal ohne Podestplatz geblieben. Mit 35 Jahren ist der Norweger auch der älteste Olympiasieger im alpinen Skisport und meinte dazu: „Der Erfolg war mehr ein Traum als ein Ziel.“

Die Österreicher wiederum gingen 2018 in der 19. Olympiaabfahrt der Skigeschichte leer aus. Vincent Kriechmayr wurde als Siebenter (+0,94) Bester des ÖSV-Quartetts. „Ich bin ganz gut gefahren. Dass ich bester Österreicher bin, ist mir ziemlich egal. Ich wollte um die Medaillen mitfahren, das ist mir nicht gelungen. Schade, dass es auch keiner meiner Kollegen geschafft hat“, sagte der Oberösterreicher.Auch Mayer war sichtlich unzufrieden mit dem Resultat: „Oben hat es sicher gut gepasst. Die Verletzung habe ich gespürt, aber versucht das  auszublenden. Ärgerlich ist dieses Ergebnis deshalb, weil es im Training noch gepasst hat. Damit kann ich nicht zufrieden sein. 1,20 Sekunden hinten war ich die ganze Saison nicht.“ Franz war ebenfalls ratlos über den hohen Rückstand: „Ich habe voll attackiert - es ist schade, dass wir nicht mitkämpfen konnten.“

Routinier Reichelt versuchte mit der Enttäuschung über Platz zwölf professionell umzugehen: „Vom Gefühl her wäre ich mit so einer Fahrt bei den Klassikern in Kitzbühel oder Garmisch sicher in den Top Fünf. Hier bin ich weit hinten, das hat mich getroffen. Aber ich kann mir nichts vorwerfen. Ich habe in der letzten Wochen alles für dieses Rennen getan.“

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