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Anna Gasser als Beste im Finale

Anna Gasser als Beste im Finale

Mit einer beeindruckenden Vorstellung in der Qualifikation hat Österreichs Snowboard-Ass Anna Gasser ihre Favoritenrolle für den Big-Air-Bewerb untermauert.

Die 26-jährige Kärntnerin zeigte am Montag schon in der Qualifikation ihr Können und wies die Konkurrenz mit der Bestnote von 98,00 Punkten klar in die Schranken, qualifizierte sich ohne Probleme für das Finale.

„Die Erleichterung ist riesengroß, ich habe den Druck gespürt“, gestand Gasser. „Ich habe ja nicht gewusst, welche Tricks die anderen zeigen. Nach dem ersten Sprung habe ich im zweiten volles Risiko gehen können.“ Bereits im ersten Durchgang erhielt Gasser für einen „Cab Double Cork 900“ (zweifacher Salto mit zweieinhalb Umdrehungen) 88,25 Punkte, im zweiten Lauf gelang ihr dann ein fast perfekter „Cab Double Cork 1080“ (zweifacher Salto mit drei Umdrehungen). „Das Level war noch nie so hoch. Ich glaube, ich muss im Finale ‚All in‘ gehen“.

Der Vorsprung der amtierenden Weltmeisterin, Weltcup-Siegerin und X-Games-Gewinnerin auf die zweitplatzierte Japanerin Yuka Fujimori betrug 3,75 Punkte. Deren Landsfrau Reira Iwabuchi wies als Dritte schon 5,25 Punkte Rückstand auf. Als Beste der Qualifikation geht Österreichs Sportlerin des Jahres 2017 damit im Finale am Freitag (1.30 Uhr MEZ) als letzte Athletin auf die Schanze.„Der Plan ist voll aufgegangen. Das ist jetzt schon das höchste Niveau, das wir je erlebt haben. Als Trainer fürchtet man sich aber schon ein bisschen“, sagte Gasser-Coach Christian Scheidl. „Das Niveau wird im Finale sicher noch höher, ich hoffe, Anna bringt das runter. Man muss volles Risiko gehen“, so Scheidl. Das Finale geht über drei Runs, die besten zwei zählen, man muss aber unterschiedliche Tricks anbieten. „Ich glaube, wenn ich meine Tricks stehe, schaut es gut aus, aber die muss ich erst einmal runterbringen“, betone Gasser.

Gleich sechs Boarderinnen kamen auf 90 oder mehr Punkte, hinter Gasser klassierten sich die Japanerinnen Fujimori (94,25) und Iwabuchi (92,75), die Kanadierin Laurie Blouin (92,25), die Neuseeländerin Zoi Sadowski Synnott (92,00) und US-Slopestyle-Olympiasiegerin Jamie Anderson (90,00). Als Qualifikationsbeste ins Finale zu gehen, gibt ihr vor allem Selbstvertrauen. „Jeder weiß, dass der Contest wieder komplett neu anfängt und man wieder alles stehen muss“.

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