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Shiffrin mit Sieg-Comeback

Shiffrin mit Sieg-Comeback

ÖSV-Mädels im Medaillenkampf chancenlos

Mikaela Shiffrin hat bei den Olympischen Winterspielen bereits im ersten Damen-Bewerb zugeschlagen. 

Die Slalom-Königin aus den USA gewann am Donnerstag Gold im Riesentorlauf und holte nach Sotschi 2014 ihren zweiten Olympiasieg. Silber ging überraschend an Ragnhild Mowinckel, die vor der Italienerin Federica Brignone ein Stück norwegische Skigeschichte schrieb. Die Österreicherinnen spielten wie befürchtet im Kampf um die Medaillen nur eine Nebenrolle.

Nach ihrer Ausfallserie bei ihren letzten Weltcup-Starts vor den Winterspielen hatte sich die dreifache Slalom-Weltmeisterin Shiffrin dazu entschieden, drei Rennen auszulassen und stattdessen früher als geplant nach Südkorea zu reisen. Das war die richtige Entscheidung, wie die Amerikanerin sagte: „Das Wichtigste war, dass ich mich einige Tage ausrasten konnte. Ich habe dann hier viel trainiert. Mit jedem Tag ist es besser gelaufen, ich habe immer mehr Selbstvertrauen aufgebaut und mich wieder in Topform gefühlt. Ich war auch überhaupt nicht nervös.“

Shiffrin, nach dem ersten Durchgang noch hinter der Italienerin Manuela Mölgg Zweite, drehte im zweiten Durchgang den Spieß um und sicherte sich mit der viertbesten Laufzeit 0,38 Sekunden vor Mowinckel den Olympiasieg. Die 25-Jährige sorgte dennoch für die erste norwegische Olympiamedaille in einem Riesentorlauf. Die Österreicherinnen konnten in den Kampf um die Medaillen wie befürchtet nicht eingreifen: Als beste ÖSV-Läuferin klassierte sich Anna Veith auf dem zwölften Rang.

„Es geht bei Olympia nur um diesen einen speziellen Moment. Ich hatte das Gefühl, dass ich im ersten Lauf nicht alles gezeigt habe. Daher habe ich im zweiten alles reingelegt, es ist super cool“, sagte die frischgebackene RTL-Olympiasiegerin Shiffrin nach ihrem Coup. Die 22-Jährige profitierte auch von Fehlern der Halbzeitführenden. Mölgg konnte ihre Bestzeit vom ersten Lauf in der Entscheidung nicht bestätigen. Die 34-jährige Südtirolerin, die noch nie ein Weltcup-Rennen gewinnen konnte, wurde am Ende nur Achte.

Die Österreicherinnen spielten wie erwartet im Kampf um die Medaillen keine Rolle. Veith holte sich mit Rang zwölf. und damit mit ihrer besten Riesentorlauf-Platzierung in diesem Winter zumindest Selbstvertrauen für den Super-G am Samstag. Die Salzburgerin, vor vier Jahren in Sotschi Zweite hinter der Slowenin Tina Maze, verbesserte sich in der Entscheidung um drei Plätze.

Ricarda Haaser beendete ihr erstes Rennen auf der olympischen Bühne als zweitbeste Österreicherin auf Rang 17. Damit ging es der Tirolerin deutlich besser als ihrer Landsfrau Stephanie Brunner. Die 23-Jährige, heuer im Weltcup beste Österreicherin im Riesentorlauf, riskierte nach Platz neun im ersten Lauf im zweiten Durchgang alles, stürzte aber beim Versuch, noch einen Angriff auf die Medaillenränge zu starten. „Ich wollte einfach voll angreifen, bei Olympia zählen nur die Plätze eins, zwei und drei“, sagte Brunner.

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