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Kombi-Gold an die Schweiz

Kombi-Gold an die Schweiz

ÖSV-Duo war chancenlos

Im vorletzten alpinen Skirennen der Olympischen Spiele in Pyeongchang hat es erstmals Gold für die Schweiz gegeben.

Michelle Gisin triumphierte in der Kombination mit großem Vorsprung auf die US-Favoritin Mikaela Shiffrin. Auch Bronze ging durch Wendy Holdener an die Schweiz, die zwei Österreicherinnen hatten keine Chance auf eine Medaille.

Beste ÖSV-Läuferin wurde Ramona Siebenhofer (2,55) als Siebente. Ricarda Haaser, die zweite ÖSV-Dame, landete auf dem 13. Rang. Stephanie Venier hatte verletzungsbedingt auf einen Start verzichtet. Die Tirolerin hatte bei ihrem Sturz in der Abfahrt einen Gelenkserguss im linken Knie erlitten. Lindsey Vonn, die nach der Abfahrt klar geführt hatte, schied im Slalom mit einem Einfädler aus. Ihre US-Landsfrau Shiffrin, die im Slalom überraschend leer ausgegangen war, holte mit Silber nach Gold im Riesentorlauf ihre zweite Medaille in Pyeongchang.

Gisin legte den Grundstein zu ihrem Coup mit Rang drei in der Abfahrt, 0,77 Sekunden hinter Vonn, aber 1,21 Sekunden vor der sechstplatzierten Shiffrin. Im Slalom stürmte dann Holdener mit der Bestzeit vom zehnten auf den dritten Rang vor. Shiffrin war um 0,47 Sekunden schneller als die Weltmeisterin von St. Moritz 2017, Gisin büßte aber lediglich 0,24 Sekunden auf die „Slalom-Königin“ ein, was schließlich souverän zu Gold reichte.

Damit wurde die Engelbergerin vier Jahre nach ihrer älteren Schwester Dominique Gisin, die 2014 in Sotschi ex aequo mit der Slowenin Tina Maze die Abfahrt gewonnen hatte, ebenfalls Olympiasiegerin. „Ich kann das erst in ein paar Tagen und Wochen in Worte fassen. Ich habe mein ganzes Herz in diesen Slalom gelegt. Dass ich das heute so runtergebracht habe, das ist unglaublich. Das war der Slalom meines Lebens“, sagte Gisin, die noch kein Weltcup-Rennen gewonnen hat. 

Österreichs Teilnehmerinnen hatten dagegen ohne die WM-Dritte Michaela Kirchgasser, die nicht für die Winterspiele in Südkorea nominiert worden war, erwartungsgemäß nichts mit der Medaillenvergabe zu tun. Siebenhofer war nach der Abfahrt mit 0,97 Sekunden Rückstand Vierte gewesen. Doch im Slalom war sie als 15. mit 2,88 Sekunden Rückstand komplett chancenlos. Haaser hatte bereits nach der Abfahrt als Siebente mit 2,38 Sek. zu großen Rückstand, um ernsthaft mit einer Medaille spekulieren zu dürfen. Im Slalom hatte sie dann wie Siebenhofer nichts zu bestellen und fiel noch aus den Top Ten. „Es war kein gutes Skifahren, ich bin immer hinten nach und kriege keinen Zug auf den Ski, dann ist es brutal schwer“, sagte die 24-jährige Tirolerin.

 Ricarda Haaser landete auf Platz 13 (c) GEPA

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