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Sturmböen verwehten die Herrenabfahrt

Sturmböen verwehten die Herrenabfahrt

Für die alpinen Skiläufer haben die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang mit einer Absage begonnen.

Die für Sonntag geplante Herren-Abfahrt in Jeongseon war den prekären Windverhältnissen bei klirrender Kälte zum Opfer gefallen. Immerhin gab es kein langes Warten. Bereits fünf Stunden vor dem Rennen waren die Teams in ihren Hotels über die Absage informiert worden.

Die Gondeln gingen wegen der Sturmböen erst gar nicht in Betrieb, die Strecke blieb gesperrt. FIS-Renndirektor Markus Waldner nahm es gelassen. „Die Burschen können jetzt ein bisschen laufen oder Karten spielen. Wir haben drei gute Trainings gehabt, das ist schon mal wichtig“, sagte der Südtiroler. Die Absage sei keine Überraschung, die Windböen vorhergesagt gewesen. „Es ist kein konstanter Wind, einmal ist es ruhig und dann wieder starke Böen. Im Mittelteil bis zu 80 km/h“, erläuterte Waldner. „Gut, dass die Wettervorhersagen bisher sehr zuverlässig sind.“ Laut Prognose soll der Wind im Laufe des Tages sogar noch zunehmen und während der nächsten drei Tage auch nicht nachlassen.

Veränderungen gibt es dadurch freilich im Olympiaprogramm. Neuer Termin für die Abfahrt ist der Donnerstag (3.00 Uhr MEZ). Der Herren-Super-G wurde auf Freitag verschoben (3.00 Uhr MEZ). Die Entscheidung in der alpinen Kombination der Herren am Dienstag hingegen soll trotz der Sturmprognose in Szene gehen. „Wir bereiten aber einen Ersatzstart vor, damit wir die Abfahrt runterbringen“, sagte Waldner. „Wir haben hier Flutlicht, das heißt, wir könnten den Slalom auch in den Abend hinein verschieben, falls sich die Abfahrt verzögert.“

Norweger triumphieren im Skiathlon


Sensation im Skiathlon der Herren - der Norweger Simen Hegstad Krüger war nach einem Sturz auf den ersten Metern der 15 km im klassischen Stil vom Ende des Feldes losgelaufen. In der vorletzten Runde der 15 km Skating setzte er sich dann vom Feld ab und führte letztlich einen Triplesieg der Norsker an. Der bisher erst einmal im Weltcup erfolgreich gewesene 24-jährige gewann vor seinen Landsleuten Martin Johnsrud Sundby (+ 8,0) und Hans Christer Holund (9,9). Der 25-jährige Steirer Max Hauke belegte mit einem Rückstand von 2:24,6 Minuten Rang 27.

„Ich muss sagen, dass ich von Anfang an voll am Limit war. Das war ein brutales Tempo. Die Bedingungen haben das Rennen richtig schwer gemacht. Ab Kilometer zehn war ich im Tunnel und habe mit meinem Körper gekämpft. Ich bin völlig fertig und echt froh, dass ich eine Top-30-Platzierung ins Ziel gerettet habe“, erklärte der 25-jährige Steirer.

Auch die beiden Topfavoriten Dario Cologna und Johannes Kläbo spielten bei der Medaillenvergabe keine Rolle. Der Schweizer musste sich mit einem Rückstand von 25,1 Sekunden mit Rang sechs begnügen. Der im Gesamtweltcup führende Norweger kam über Platz zehn nicht hinaus (+ 43,4).

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