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  Kombination bleibt im Programm

Alpine Ski-WM, Aare

Kombination bleibt im Programm

Zukünftig noch mehr Rennen

13 x Gold zu gewinnen  

Bild: gepa

Das ist jetzt aber doch eher zügig gegangen - auch bei der Alpinen Ski-WM 2021 in Cortina d’Ampezzo wird um Kombi-Medaillen (siehe Bild)  gefahren. Das entschied das Council des Internationalen Skiverbandes in Aare – und  erweiterte gleichzeitig das Programm. Motto? Wenn schon, denn schon!
Bei den Weltmeisterschaften im Olympiaort von 1956 werden daher nicht nur die alpinen Kombinationsbewerbe bei Damen und Herren erneut ausgetragen, erstmals werden auch in Einzelparallelbewerben Medaillen vergeben. Letztgenannte Rennen waren als Ersatz für die aus Sicht vieler Beobachter nicht mehr zeitgemäßen Kombi-Bewerbe ins Spiel gebracht worden. „Nach gründlichen, ins Detail gehenden Beratungen“ habe der Rat jedoch entschieden, beide Bewerbe für die nächsten Titelkämpfe ins Programm zu nehmen, hieß es in einer Mitteilung der FIS. Die Zahl der WM-Entscheidungen steigt damit auf insgesamt 13, jeweils sechs für Damen und Herren sowie das Teamevent.

Die Kombination soll aber für Athleten und Zuschauer wieder attraktiver gemacht werden. Bei der WM in Aare waren erneut die Slalom-Spezialisten gegenüber den Abfahrern klar im Vorteil. Das FIS-Council wird nun eine Arbeitsgruppe einsetzen, die das Format der Kombination diskutieren und sich auch mit Strategien für den Weltcup-Kalender befassen soll.

Derzeit werden im Weltcup drei Parallel-Formate getestet: City-Event, Parallelriesentorlauf, Parallelslalom. Die Regeln weichen voneinander ab, auch das Zurechnen zum Slalom- oder Riesentorlauf-Weltcup wird kritisch betrachtet. Welches Format bei der WM 2021 gefahren werden soll – Slalom oder Riesentorlauf – werde erst im Frühling entschieden.  Dazu müsste erst das Gelände in Cortina begutachtet werden.

Bei den Weltmeisterschaften in Aare hatten sich zuletzt einige Befürworter der Kombination zu Wort gemeldet, die für den Verbleib der Disziplin im Kalender plädieren.

Marco Schwarz, in Aare Dritter bei den Männern, sprach von einem „coolen Event“, er sei weiterhin voll für den Bewerb. „Wir verlieren die älteste Tradition im Skisport, das Allround-Skifahren“, meinte auch Rekordolympiasieger Kjetil Andre Aamodt. „Man bringt den Sport nicht weiter, wenn es nur noch Spezialisten gibt, wenn du neunmal im Jahr im Slalom antrittst. Aber wenn du 40-mal im Jahr startest, dann baust du den Sport auf“, sagte der Norweger.

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