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WSG Tirol überraschte erneut

Fußball, tipico-Liga, Wolfsberg

WSG Tirol überraschte erneut

2:2 und Punkt beim WAC

Walch erzielte den Ausgleich

Bild: Gepa

Und dieses war der zweite Streich – nur wenige Tage nach der Cup-Gala gegen die Wiener Austria (5:2), zeigten die Kicker der WSG Swarovski Tirol auch in der Meisterschaft auf und entführten mit einem verdienten 2:2 (0:0)-Remis beim Euroleague-Starter Wolfsberg einen nicht erwarteten Zähler. Während die nun drittplatzierten Wolfsberger Chance um Chance vergeben hatten, erwies sich der Aufsteiger als Meister der Effizienz. Die Generalprobe der Kärntner vor dem Europa-League-Heimspiel gegen AS Roma war damit nicht wirklich gelungen. Anderson Niangbo (49.) und Shon Weissman (81.) mit seinem neunten Saisontor brachten die Hausherren zweimal voran, Zlatko Dedic (71.) und Clemens Walch (83./siehe Bild) schlugen vor 3.755 Zuschauern aber jeweils zurück.

Die Kärntner diktierten wie erwartet von Beginn an das Geschehen, mussten sich bis in die zweite Halbzeit mit dem Torjubel gedulden. Doch gleich nach Wiederbeginn hatten die Tiroler die erste ,,Duftmarke“ gesetzt; Nach einem nicht geahndeten Foul an WAC-Tormann Andreas Kofler kam Dedic (47.) zum Abschluss, Nemanja Rnic konnte in höchster Not den Schuss noch blocken. Auf der anderen Seite war die nötige Kaltschnäuzigkeit vorhanden. Denn nach Novak-Flanke verwandelte Niangbo mit einem wuchtigen Kopfball zum 1:0.

Danach avancierte Ferdl Oswald zum großen Helden - er reagierte mehrmals großartig, verhinderte die frühe Entscheidung. Dadurch blieben die Gäste im Spiel und kamen auch immer besser zur Geltung. Ein Grgic-Volley (69.) ging noch daneben, zwei Minuten später war der Ausgleich aber perfekt. Dedic wurde knapp außerhalb des Strafraums nicht energisch genug attackiert, und sein Schuss war für Alexander Kofler nicht zu halten. Es war der Auftakt einer packenden Schlussphase.

Die Gastgeber legten zunächst glücklich neuerlich vor. Weissman schoss Mader an, von dem der Ball wieder beim Israeli landete und von dort ins Tor sprang. Zwei Minuten später war alles wieder ausgeglichen. Der kurz zuvor eingewechselte Walch stach als „Joker“. Dedic durfte sich nach seinem Tor auch noch einen Assist gutschreiben lassen. Dass es beim Auswärtspunkt blieb, hatten die Tiroler Oswald zu verdanken, der bei einer Doppelchance und Abschlüssen von Alexander Schmidt sowie Romano Schmid weitere tolle Paraden zeigte. Stimmen zum Spiel:Gerhard Struber (WAC-Trainer): „Wir sind sehr dominant aufgetreten, haben viele Chancen kreiert, aber was uns massiv gefehlt hat war die letzte Konsequenz, Tore zu machen und die Führung stabil über die Zeit zu bringen. Das ärgert mich schon. Wir hätten uns den Sieg sicher verdient, weil wir das stärkere und engagiertere Team waren.“

Thomas Silberberger (WSG-Trainer): „Es war ein glücklicher Punkt, aber wir nehmen den gerne mit. Ich bin begeistert von der Spielweise vom WAC, aber noch begeisterter von meiner Mannschaft, wie sie dagegengehalten hat. Wir haben etwas geschafft, woran sich Gladbach und viele andere Teams die Zähne ausgebissen haben.“

Weitere Ergebnisse: Red Bull Salzburg – Austria Wien 4:1; St. Pölten – LASK 0:3; Altach – Mattersburg 0:2, Rapid – Hartberg 3:3,  Sturm Graz – Admira 4:1.

Aktuelle Tabelle     
1RB Salzburg940:9 25
2LASK92116:520
3Wolfsberger AC96123:1019
4Rapid Wien952219:1117
5Sturm Graz95315:916
6Hartberg93319:2112
7SV Mattersburg93512:2210
8WSG Tirol923412:179
9Austria Wien922513:208
10SC Altach9616:207
11St. Pölten156:256
12FC Admira Wacker975:272

Bittere Pleite für den FC Wacker

Wacker Innsbruck und auch der GAK haben sich in der Hpybet 2. Liga aus der oberen Tabellenregion verabschiedet. Der Bundesliga-Absteiger aus Tirol unterlag dem SV Lafnitz zu Hause mit 0:3, der GAK musste sich beim FC Dornbirn mit 1:3 geschlagen geben. Dornbirn ist mit nun 14 Punkten zumindest bis Sonntag vier Zähler hinter Leader Austria Klagenfurt Zweiter, das punktegleiche Lafnitz Fünfter.

Wacker musste sich nach Treffern von William (37.), Lukas Fadinger (82.) und Florian Prohart (84.) geschlagen geben, bei den letzten beiden Toren agierten die Innsbrucker bereits in Unterzahl: Erst sah Stefan Meusburger nach einer Tätlichkeit Rot (73.), Felix Bacher zog im Finish mit Gelb-Rot (83.) nach. Wacker rutschte auf Platz 13 zurück, hat aber nur einen Punkt weniger auf dem Konto als Lafnitz. Ganz bitter – Tekir hatte sich bereits in der Anfangsphase schwer verletzt, muss nach einem Kreuzbandriss sogar um seine weitere Karriere bangen.

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