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WSG patzte gegen Admira

Fußball, Tipico-Liga, Südstadt

WSG patzte gegen Admira

1:3 beim Tabellenletzten

Niederlage trotz früher Führung

Bild: Gepa

Diesen Ausflug in die Südstadt hatten sich Tom Silberberger und seine Kicker wohl ein wenig anders vorgestellt. Ausgerechnet beim – bis dahin abgeschlagenen - Schlusslicht FC Flyeralarm Admira kassierten die Tiroler mit einem 3:1 (3:1) ihre bereits fünfte Saison-Niederlage. Dabei hatte Kelvin Yeboah die Gäste mit seinem ersten Meisterschaftstor in Führung gebracht, (11. Minute), doch ein Doppelpack von Sinan Bakis (18., 37.) sowie ein weiterer Treffer von Kolja Pusch (42.) drehten die Partie noch vor der Pause. Es hatte für die Tiroler so gut begonnen - nach Ballverlust von Admira-Routinier Christoph Schösswendter und Flanke von Felix Adjei nützte Yeboah aus kurzer Distanz die erste Chance, nicht zuletzt weil die Abwehr der Hausherren schlecht agierte. Danach allerdings wachten die stark ersatzgeschwächten Niederösterreicher auf und bestimmten das Spiel, vergaben aber gleich danach den möglichen Ausgleich. Im Gegenzug verpasste Florian Rieder vollkommen frei vor dem gegnerischen Tor das 2:0 und das sollte sich rächen. Und zwar postwendend - nach einem Freistoß verwandelte Bakis per Kopf zum 1:1. Ein echter Schock für Oswald und Co. Denn nur 20 Minuten späternützte erneut Bakis ein WSG-Blackout. Erst setzte er sich gleich gegen drei Gegenspieler durch und erzielte - auch begünstigt durch einen schweren Patzer von Tormann Ferdinand Oswald - das 2:1. Auch beim dritten Treffer der Südstädter war Bakis beteiligt: Nach einem Schösswendter-Freistoß verlängerte der 25-jährige Legionär per Kopf ideal in den Lauf von Torschütze Pusch.

WSG-Coach Thomas Silberberger reagierte in der Pause mit zwei Wechseln: Clemens Walch kam für Rieder und Sebastian Santin für Julian Gölles. Diese Umstellung auf drei Stürmer brachte jedoch nicht den erhofften Effekt. Die Admira spielte den Zwei-Tore-Vorsprung relativ sicher nach Hause und holte damit im fünften Pflichtspiel unter Trainer Klaus Schmidt den ersten Sieg (bei einem Remis) in der tipico-Bundesliga. Die bittere Parallele – die Südstädter hatten zuletzt am 18. Mai in der Liga gewonnen, auch damals kam beim 3:2-Heimerfolg mit dem späteren Absteiger Wacker Innsbruck der Gegner aus Tirol.

Die restlichen Ergebnisse: Salzburg – Altach 6:0 (3:0), Mattersburg – Rapid 2:3 (1:1), Wolfsberg – St. Pölten 4:0 (2:0), Hartberg – LASK 1:2 (0:0, Austria Wien – Sturm Graz 1:0 (0:0).

Stimmen zum Spiel

Klaus Schmidt (Admira-Trainer): „Durch den Rückstand sind mir sofort wieder Bilder in den Kopf geschossen von Ereignissen der jüngeren Zeit, als nach Verlusttreffern auch dann gewisse Zerfallserscheinungen aufgetreten sind. Nach dem Standardtor kam Ruhe und Sicherheit in die Mannschaft. Das zweite Tor haben wir ein bisschen serviert bekommen. Was mir insgesamt extrem imponiert hat, war die Moral der Mannschaft.“

Thomas Silberberger (Tirol-Trainer): „Wir haben leider selbst viel dazu beigetragen, dass wir hier verloren haben, vor allem bei den Gegentoren, die waren billig und billiger. Es gab einige Schlüsselszenen im Match: So hat Rieder eine Riesenchance aufs 2:0 vergeben, und für mich war es ein reguläres Tor für uns nach der Pause (wurde vom Referee wegen Foulspiels aberkannt). Wir haben zwar in der zweiten Hälfte dominiert, sind aber nicht richtig zwingend geworden, deshalb war der Sieg der Admira irgendwo gerecht.“

Aktuelle Tabelle
1RB Salzburg1091046:928
2LASK1072118:623
3Wolfsberger AC1071227:1022
4Rapid Wien1062222:1320
5Sturm Graz1051415:1016
6Hartberg1033420:2312
7Austria Wien1032514:2011
8SV Mattersburg1031614:2510
9WSG Tirol1023513:209
10SC Altach1021716:267
11St. Pölten101366:296
12FC Admira Wacker 101278:285

Auch Wacker verlor gegen den Tabellenletzten

War die Heimniederlage gegen Lafnitz noch als einmaliger Ausrutscher in der bisher so soliden Heimfestung Tivolistadion abgetan worden, so müssen die Kicker und auch der Trainer spätestens nach der 1:2-Pleite gegen den Tabellenletzten Kapfenberg zur Kenntnis nehmen, dass die Festung zumindest bröckelt.

Tatsächlich waren die ersatzgeschwächten Schwarzgrünen von einem Heimsieg weit entfernt. Die von Ex-FC-Tirol-Profi Kurt Russ betreuten Falken agierten stets auf Augenhöhe und gingen in der 27. Minute nicht überraschend in Führung. Der Ausgleich von Gründler änderte nicht viel, fast postwendend hatte der aufgerückte Ivol Kralj die neuerliche Führung und damit den Endstand besorgt.

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