Stefan Kraft flog auf und davon

Weltcup, Skispringen, Russland

Stefan Kraft flog auf und davon

Schmidhofer ließ Alpine jubeln

18. Sieg für Andreas Prommegger

Bild: gepa

Ein Wochenende so ganz nach dem Geschmack der Sportfans. Weltcups in praktisch allen Sportarten und Disziplinen - fast wie bei Olympischen Spielen -  standen auf dem übervollen Kalendern. Eine Herausforderung der besonderen Art, nicht allerdings für Österreichs Damen bzw. Herren. Diese waren von Freitag bis Sonntag als wahre ,,Medaillenhamster“ bzw. ,,Sammler“ von Podestplätzen am Weg, feierten erste Saisonsiege, heizten das Interesse gewaltig an, machen gleichsam Lust auf mehr.  Alpin, Nordisch und auch im Eiskanal dank Janine Flock, die in Lake Placid auf ihrem nunmehr 5 Kilogramm schwereren schwereren Skeleton als Zweite hinter Jaqueline Lölling nur knapp den Sieg verpasste.

Venier - erst Sturz, dann fast Podest

Krönender Abschluss des erfolgreichen Sportreigens war der Sieg von Stefan Kraft (Bild) im zweiten Springen von  Nischnij Tagil. Der Salzburger hatte – bei widrigen Verhältnissen – die Gunst des Augenblicks  zu seinem ersten Saisonerfolg eiskalt genützt, während die restlichen Adler doch hinter den Erwartungen blieben.  Mit einer tollen Mannschaftsleistung beendeten die ÖSV-Damen die Speed-Rennen in Lake Louis. Beim Triumph der Deutschen Viktoria Rebensburg im Super-G vor Corinne Suter aus der Schweiz platzierten sich gleich 6 ÖSV-Mädels, angeführt vor der am Vortag gestürzten Tirolerin Stephanie Venier (4.) in den Top 12 – Mirjam Puchner (5.), Tamara Tippler (6.), Nicole Schmidhofer (8.), Ramona Siebenhofer (11.), Ricarda Haaser  landete auf Rang 15. 

ÖSV-Speedherren nur knapp geschlagen

Schon die Ouvertüre am Freitag war eine Kampfansage an die Konkurrenz (mit zwei Weltcup-Premierensiegern) gewesen. Mit zweimal ,,Bronze“ in Übersee durch Stepanie Venier (erste Abfahrt von Lake Louise hinter Ester Ledecka und Corinne Suter) sowie Matthias Mayer im Super G von Beaver Creek (hinter Marco Odermatt und  Alexander Aamodt-Kilde), waren die ÖSV-Stars Alpin an vorderster Front sehr prominent vertreten, hatten sich die Latte selbst sehr hoch gelegt. Und doppelten nur 24 Stunden prompt nach – Nicole Schmidhofer  verwies in ihrem selbsternannten ,,Wohnzimmer“ mit einer phantastischen Fahrt  Hausherrein Mikalea Shiffrin und  die Italiernerin Francesca Marsaglia auf die Ehrenplätze.  Fast gleichzeitig hatte im nicht weit entfernten Beaver Creek nur der überragende ,,Wahl-Tiroler“ Beat Feuz den Sieg von Vincent Kriechmayr (2.) verhindern können und weil sich der Franzose Johan Clarey zeitgleich mit Vincent Rang zwei ,,einbildete“ musste Hannes Reichelt wieder runter vom Treppchen und mit Platz vier Vorlieb nehmen.  

Nichts zu lachen hatten dafür die österreichischen RTL-Spezialisten. Bester ÖSV-Läufer beim sensationellen Triumph des Amerikaners Tommy Ford (vor Henrik Kristoffersen und Leif Nestvold-Haugen)  war Matthias Mayer als 19. mit 3,88 Sekunden Rückstand.

Punktlandung der Adler

Da wollten die Adler nicht nachstehen, sowohl Damen wie Herren produzierten zum Weekend-Auftakt weite Flüge und damit Punkt-Landungen auf dem Stockerl. Eva Pinkelnig und Chiara Hölzl mussten sich in Lillehammer nur Weltcup-Titelverteidigerin Maren Lundby geschlagen geben, während im russischen  Nischnij Tagil die beiden Tiroler Philipp Aschenwald (3.) und sensationelle Gregor Schlierenzauer (4.) die Rot-weiß-Rote Fahne flattern ließen.

Mit Routine zum 18. Weltcupsieg

Weil Biathleten und Kombinierer diesmal doch hinter den Erwartungen geblieben waren, sprangen die Snowboarder in die Bresche – Andreas Prommegger (39) zeigte im russischen Bannoje der Konkurrenz die kalte Schulter, holte sich in diesem Parallel-Slalom seinen 18. Weltcupsieg. Und dass mit den ÖSV-Boardern zu rechnen sein wird, untermauerten Alex Payer sowie bei den Damen Daniela Ulbing mit jeweils vierten Plätzen.

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