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Tiroler Trio im Cup siegreich

Tiroler Trio im Cup siegreich

Wattens souverän weiter

Wacker siegte in Wien 3:2

Bild: Gepa Pictures

Die erste Runde im ÖFB-Cup gehört für Tirols Vertreter der Vergangenheit an – während für den SK Kufstein (0:5 gegen Rapid), die Reichenau (3:5 gegen Kapfenberg) und Kitzbühel (2:4 n. V. gegen Lafnitz) nicht unerwartet  das ,,Aus“ kam, qualifizierten sich der FC Wacker Innsbruck, die WSG Wattens und auch Schwaz (2:0 gegen Dornbirn) für die nächste Phase.

Wattens demonstrierte in Anif beim Westliga-Meister über 90 Minuten die höhere Klasse, hatte die Partie über 90 Minuten voll im Griff und gewann letztlich verdient mit 3:0. Vor einem Jahr war die erste Cup-Runde mit dem 1:5 in Bad Gleichenberg für die WSG Wattens der Anfang eines richtig schweren Saisonstarts gewesen. Diesmal hatten die Silberberger-Schützlinge nie einen Zweifel an ihren Ambitionen aufkommen lassen. Eibn ANIF-EIGENTOR VON Probst (18. Minute) sowie ein Treffer von Jurdik knapp vor der Pause brachte die Vorentscheidung, der Argentinier Jáuregu­i besorgte in der 90. Minute mit seinem ersten Tor im WSG-Dress den 3:0-Endstand. „Wir waren vor allem defensiv sehr souverän“, lobte Trainer Thomas Silberberger seine Truppe. Der Sieg sei auch im Hinblick auf die Meisterschaft ein Ausrufezeichen gewesen. Denn: „Die Qualität von Anif haben viele Teams in unserer Liga.“

Härter zu kämpfen hatte da schon Bundesliga-Aufsteiger Wacker. Die Innsbrucker waren zwar in Wien gegen den Ostliga-Aufsteiger nach rund einer Viertelstunde durch Neuerwerbung Meusburger mit 1:0 in Führung  gegangen, kassierten aber nur elf Minuten später den Ausgleich. Das 2:1 durch Rakowitz (36. Minute) glichen die Gastgeber in der 40. Minute aus einem Standard erneut aus. Das Defensivverhalten bei Standardsituationen wird daher vor dem Bundesliga-Auftakt bei der Wiener Austria wohl am Trainingsplan noch einmal ganz dick angestrichen werden.

Denn auch im zweiten Durchgang brannte es bei so manchem Eckball bzw. Freistoß lichterloh im schwarzgrünen Strafraum. Doch die Tiroler blieben offensiv immer gefährlich: In der 56. Minute besorgte erneut Stefan Rakowitz die verdiente 3:2-Führung. Nach fast 30 Minuten Gewitter-Pause konnte dann weitergespielt werden, dabei brachte der Bundesliga-Aufsteiger den Sieg über die Zeit und steht in der zweiten Cup-Runde.

Spannung war Trumpf in Kitzbühel. Trotz einer unglaublichen Aufholjagd mussten sich die Gastgeber aus dem ÖFB-Cup verabschieden, denn Zweitliga-Aufsteiger Lafnitz siegte in der Gamsstadt mit 4:2 nach Verlängerung. Die Gäste, trainiert von Ex-Wacker-Kicker Ferdinand Feldhofer, waren durch einen verwandelten Elfmeter von Mario Kröpfl nach 30 Minuten in Front gegangen.

Nach Seitenwechsel war die Elf von Alex Markl das bessere Team, zwingende Chancen jedoch Mangelware. Lafnitz erzielte in der 90. Minute nach einem Eckball das 0:2 und sah damit wie der sichere Sieger aus. Die Kitzbüheler zeigten jedoch eindrucksvoll, dass der Cup eigene Gesetze hat: Margic verkürzte auf 1:2 (93.), drei Minuten später verwandelte Raul Baur einen Freistoß zum Ausgleich.

In der Verlängerung stellte Lafnitz auf 4:2 – eine zweite Aufholjagd gelang nicht mehr. Kitz-Trainer Markl strahlte dennoch: „Zuerst musste Kapitän Hartl mit einem Cut verletzt raus, dann sah Wörgetter noch Gelb-Rot. Und dieser heroische Kampf, man kann stolz auf das Team sein.

“Chancenlos waren die Kufsteiner Festungsstädter gegen den österreichischen Rekordmeister und von einer Cup-Sensation ganz weit entfernt. Die 0:5-Niederlage gegen Rapid war auch in der Höhe verdient. „Wir waren zu brav, sind ein bisschen in Ehrfurcht erstarrt“, analysierte Trainer Markus Duftner. Das frühe 0:1 durch Andrej Ivan ließ außerdem den Matchplan („So lange wie möglich die Null halten“) schnell obsolet werden. Der sportliche Blick geht jetzt schon wieder nach vorne – schließlich wartet der Westliga-Auftakt mit dem Derby gegen Wörgl. „Das Highlight ist abgehakt“, stellt Duftner fest. Die ein oder andere Fehleranalyse wird aber anhand von Videos auch noch stattfinden. „Dann haben es die Jungs schwarz auf weiß.“

Abseits des Rasenvierecks hatte Duftner noch ein anderes Anliegen: „Wir möchten uns bei allen, die mitgeholfen haben, das Spiel zu organisieren, bedanken.“ Die Kufsteiner Heinzelmännchen haben tatsächlich ganze Arbeit geleistet. „Da können sich viele Bundesliga-­Vereine eine Scheibe abschneiden“, meinte Rapid-Pressesprecher Pete­r Klinglmüller in Sachen Organisation.

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