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Wasserschlacht im Zeitfahren

Rad-WM, U-23, Yorkshire

Wasserschlacht im Zeitfahren

Tiroler Duo mit toller Leistung

Platz neun für Markus Wildauer

Photo: Mario Stiehl

Großartige Vorstellung der beiden Tiroler Markus Wildauer und Patrick Gamper zum Auftakt der Rad-Weltmeisterschaft 2019 im englischen Yorkshire. Wildauer erkämpfte im U23-Einzelzeitfahren mit Platz neun eine beachtenswerte Top-Ten-Platzierung. Der 21-jährige hatte bei widrigen Verhältnissen genau 1:39 Minuten auf Favorit Mikkel Bjerg, der zum dritten Mal in Folge den WM-Titel eroberte, verloren. Der erst 20-jährige Däne setzte sich auf dem 30,3 Kilometer langem Kurs von Ripon nach Harrogate vor den US-Amerikanern Ian Garrison (+0:27) und Brandon McNulty (0:28) durch. Wildauers Landsmann Patrick Gamper wurde 20. (2:09).

Es herrschten die befürchteten ,,britischen Verhältnisse“. unerbittlich zu. Heftige Regenschauer hatten das Rennen im Einzelzeitfahren der Klasse U23 in eine Wasserschlacht verwandelt. Österreichs Teilnehmer, die Tiroler Markus Wildauer und Patrick Gamper trotzten den schwierigen Bedingungen.„Es waren sehr schwere Bedingungen für unsere Athleten. Ich hatte hinter Markus zweimal mit dem Auto Aquaplaning, weil das Wasser teilweise auf der Strecke stand. Der Regen war stark, teilweise sogar heftigster Platzregen“, berichtete Österreichs Nationaltrainer Jure Pavlic, der hinter Wildauer im Auto saß.

1:38 Minuten hinter dem alten und neuen U23-Weltmeister Mikkel Bjerg aus Dänemark landete er auf dem neunten Gesamtrang und ließ dabei Favoriten wie den Schweizer Marc Hirschi oder den Franzosen Thibault Guarnelec hinter sich. „Ich habe mit einer Platzierung unter den besten Zehn nicht gerechnet. Das Gefühl zu Beginn war auch nicht gut und so habe ich ein wenig gebraucht, bis ich meinen Rhythmus gefunden habe. Die Strecke mit den Anstiegen ist mir aber gut entgegengekommen“, erzählte der 21-jährige Tiroler.

Zum starken Regen fügte er an: „Die Bedingungen waren aber alles andere als ideal. Die Abfahrten waren sehr gefährlich und das stehende Wasser hat das Rennen echt grenzwertig werden lassen. Es war heftig, aber wohl für alle gleich heftig.“ 19 Sekunden hinter Wildauer, was bei dem engen Rennverlauf gleich elf Plätze dahinter bedeutete, wurde Gamper 20ter.

„Das ist natürlich nicht das, was ich mir erwartet habe. Die Zeitabstände sind aber sehr knapp. Um ehrlich zu sein, habe ich auch keinen Supertag erwischt, den du bei einer Weltmeisterschaft für ein Topergebnis benötigst. Die Verletzung an der Hand, die ich mir vor zwei Wochen zugezogen hatte, war nicht hilfreich, soll aber auch keine Ausrede sein“, erzählte der 22-Jährige.

Auch er hatte wenig Freude mit den heftigen Regenfällen und den nassen Straßenverhältnissen: „Aus meiner Sicht war es ziemlich grenzwertig von den Bedingungen. Stehendes Wasser in den Kurven ist halt extrem gefährlich. Und es bringt einen auch schnell aus dem Rhythmus.“

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