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Bitter Absturz der ÖSV-Adler

Vierschanzentournee

Bitter Absturz der ÖSV-Adler

Stoch siegte, Finale ohne Kraft

Das Jahr 2018 hat  für Österreichs Skispringer gleichsam mit einem Totalabsturz begonnen. Die ÖSV-Adler vermochten sich beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen im Rahmen der Vierschanzentournee überhaupt nicht in Szene setzen, nur zwei der insgesamt sechs Athleten erreichten das Finale.

Auch Stefan Kraft, der in Oberstdorf als Vierter noch Kontakt zur Spitze hatte, scheiterte im K.o.-Duell. Während damit seine Chancen auf einen Tourneegesamtsieg wohl aussichtslos sind, hat Kamil Stoch seine Karten noch verbessert.

Der 30-jährige Stoch verlässt Garmisch-Partenkirchen wie im Vorjahr als Tourneespitzenreiter. Damals nach zwei zweiten Plätzen, diesmal als zweifacher Sieger. Seinem Auftakterfolg ließ er mit 135,5 und 139,5 Metern vor 21.000 Zuschauern saisonübergreifend seinen dritten Tourneetagessieg in Serie folgen und feierte seinen 24. Erfolg im Weltcup. Freitag landete neuerlich an zweiter Stelle (132/137) und hat in der Gesamtwertung mit 11,8 Punkten Rückstand weiter alle Chancen. Der insgesamt drittplatzierte Pole Dawid Kubacki liegt schon mehr als 30 Punkte zurück.

Derweil herrschte bei den Österreichern großes Rätselraten über die Gründe des Tiefs. Kraft z.B. verlor mit 122,5 Metern das K.-o.-Duell mit dem Slowenen Ziga Jelar und kam auch nicht als einer der fünf Lucky Loser weiter. Er habe an diesen zwei Tagen kein Gefühl für die Schanze gefunden, meinte der Doppelweltmeister. Doch den „bitteren Tag“ wollte er rasch abhaken. „Es ist zum Haareraufen“, meinte Cheftrainer Kuttin. Die Betreuer würden hart arbeiten, in puncto Material habe man nichts verpasst. „Ich bin überzeugt, dass wir am Bergisel freier springen werden“, sagte der Kärntner.

Während die Österreicher sich also mit Fehleranalyse beschäftigen müssen, präsentieren sich die Konkurrenten aus Polen, Deutschland und Norwegen geschlossen mannschaftlich stark. Titelverteidiger Kamil Stoch aus Polen und der deutsche Weltcup-Spitzenreiter Richard Freitag ragen da noch heraus.

Gregor Schlierenzauer (129,5m/127,5m) und Michael Hayböck (125m/130m) hielten mit ihren Sprüngen die rot-weiß-roten Fahnen hoch, mannschaftlich gesehen war der erste Tag des Jahres trotzdem einer zum vergessen. Denn neben Stefan Kraft verpassten auch Clemens Aigner, Daniel Huber und Manuel Fettner den Finaleinzug.              

Kamil Stoch siegte erneut (c) GEPA

Ergebnis Garmisch

SpringerWeite Punkte
1. Kamil Stoch (POL)135,5/139,5283,4
2. Richard Freitag (GER)132,0/137,0275,8
3. Anders Fannemel (NOR)132,5/136,5270,2
4. Junshiro Kobayashi (JPN)137,0/131,5269,2
5. Tilen Bartol (SLO)136,0/133,5268,9
6. Andreas Stjernen (NOR)132,0/137,5268,7
7. Karl Geiger (GER)136,0/133,5268,2
8. Peter Prevc (SLO)129,0/138,0266,9
9. Johann Andre Forfang (NOR)124,0/138,5263,4
10. Stephan Leyhe (GER)130,5/137,5263,3
19. Gregor Schlierenzauer129,5/127,5247,7
20. Michael Hayböck125,0/130,0245,3

Tournee-Zwischenstand

Springer Punkte
1. Kamil Stoch (POL)563,1
2. Richard Freitag (GER)551,3
3. Dawid Kubacki (POL)530,8
4. Junshiro Kobayashi (JPN)526,3
5. Anders Fannemel (NOR)525,5

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