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Vierschanzen-Tournee bereits im Fokus

Skispringen, Weltcup

Vierschanzen-Tournee bereits im Fokus

ÖSV-Adler in Lillehammer

Training statt Wettkampf

Bild: Brigitte Waltl-Jensen

Die Wetter-Kapriolen wirbeln nicht nur den Kalender des Alpinen Skizirkus (Absage der Damen-Rennen in Val d‘ Isere) durcheinander, auch die Skispringer müssen sich neu ,,orientieren“. 

Nachdem die FIS sämtliche für das kommende Wochenende geplanten Bewerbe in Titisee-Neustadt aufgrund der Wetterverhältnisse (Regen und Wärme) absagen musste, wird ÖSV-Cheftrainer Andreas Felder die Gelegenheit für Extra-Trainingseinheiten mit seinem Herren-Weltcupteam in Lillehammer nützen. Clemens Aigner, Philipp Aschenwald, Manuel Fettner, Daniel Huber und Stefan Kraft werden mit Felder in den Hohen Norden reisen. Am Donnerstag der nächsten Woche geht es dann weiter zur ,,Tournee-Generalprobe" nach Engelberg in der Schweiz. Während Michael Hayböck bereits in Lillehammer trainiert, wird Gregor Schlierenzauer ein Einzeltraining absolvieren. A propos Tournee - die Leistungsdichte scheint heuer groß wie nie zuvor. Und wenn vom 29. Dezember bis zum 6. Jänner bei der 67. Vierschanzentournee die weltbesten Skispringer um den goldenen Tournee-Adler kämpfen, dann hat sich der Kreis der Favoriten rund um Vorjahressoieger Kamil Stoch (siehe Bild) noch einmal um neue Namen erweitert. Der Pole wiederum könnte mit einem erneuten Erfolg in der Gesamtwertung seinen Legendenstatus noch einmal ausbauen. Denn nach seinen beiden Gesamtsiegen hintereinander könnte der polnische ,,Nationalheld“ in diesem Winter das Triple schaffen und damit mit Björn Wirkola aus Norwegen gleichziehen. Wirkola ist der einzige Springer in der 66-jährigen Geschichte der Vierschanzentournee, der dreimal hintereinander die Tournee gewann (1966/67 bis 1969/70). Im vergangenen Winter gewann Stoch – wie Sven Hannawald 2001/2002 – alle vier Springen einer Tournee.

Viele Tournee-Favoriten

Nach den ersten Springen des heurigen Weltcupwinters 2018/19 ist Kamil Stoch zwar nicht der Topfavorit Nummer 1, aber mit seiner Routine und seinen Tournee- und Olympiatiteln sicher im Kreis der heißen Anwärter dabei. Sein Teamkollege Piotr Zyla sprang in diesem Winter sogar bereits dreimal unter die Top 3, Stoch zweimal. Auch das norwegische Team ist im Aufwind, nimmt die Tournee speziell nach dem Sieg von Johann Andre Forfang in Nischni Tagil mit ,,breiter Brust“ in Angriff. Und dann ist da ja noch der japanische Shootingstar Ryoyu Kobayashi, der im Weltcup bisher dreimal gewann und bei allen Bewerben auf dem Siegerpodest stand. Beendet er die 20-jährige Durststrecke der japanischen Skispringer und gewinnt als zweiter Japaner überhaupt die Vierschanzentournee? 1997/98 hatte Kazuyoshi Funaki als erster und bisher einziger Asiate die Tournee gewonnen. Tagessiege gab es für Japan seit der 47. Tournee nicht mehr, damals gewannen Noriaki Kasai in Innsbruck und Hideharu Miyahira in Bischofshofen.Übrigens - auch in diesem Jahr ist der Run auf die Tickets groß: Weit über 100.000 Besucher erwarten die Organisatoren bei den Wettkämpfen in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen. Für den Wettkampf in Oberstdorf am 30. Dezember sind bereits alle Tickets vergriffen. „Auch an den anderen Orten sollten die Fans nicht lange warten, sondern sich unbedingt noch im Vorverkauf ihre Plätze sichern. Wir rechnen wieder mit einem großen Ansturm, auch aus dem Ausland“, sagt Johann Pichler, Präsident der Vierschanzentournee.

Info des Veranstalters: Skisprungfans können ihre Karten online unter tickets.vierschanzentournee.com bestellen und bequem zu Hause ausdrucken. „Wer auf Nummer sicher gehen will, der bestellt direkt im offiziellen Print@Home-Ticketshop der Tournee“, rät Pichler.

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