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  US-Superstar nicht zu stoppen

Weltcup, Courchevel, Shiffrin

US-Superstar nicht zu stoppen

49. Sieg im RTL vor Rebensburg

Steffi Brunner beste Österreicherin

Bild: gepa

Und wieder hat Mikaela Shiffrin zugeschlagen – das US-Girl hat letztlich in souveräner Manier den Riesentorlauf in Courchevel für sich entschieden. Die US-Amerikanerin setzte sich bei ihrem 49. Weltcup-Sieg 0,14 Sekunden vor der Deutschen Viktoria Rebensburg durch. Lokalmatadorin Tessa Worley wurde Dritte (+ 0,33). Stephanie Brunner, zur Halbzeit noch mit Shiffrin ex aequo auf Platz zwei, belegte als beste Österreicherin bei dichtem Schneefall in der Endabrechnung Rang sechs.
Brunner schaffte damit nach den Plätzen fünf in Sölden und drei in Killington zwar das nächste Topergebnis, die Durststrecke der ÖSV-Damen im Riesenslalom geht allerdings weiter – der bis dato letzte Sieg war Eva-Maria Brem am 7. März 2016 in Jasna gelungen. Dabei war das Finale in Courchevel zu einem Krimi geworden: Acht Hundertstelsekunden waren Brunner und Shiffrin als Ex-aequo-Zweite hinter der nach Lauf eins führenden Rebensburg gelegen. Knapp dahinter lauerte Worley. Im Finale war Taktieren verboten. Doch Brunner wirkte nicht mehr so souverän wie im ersten Lauf, Probleme mit der Sicht bei dichtem Schneefall und sogar Regen im Zielbereich kamen hinzu. Letztlich rutschte die 24-jährige Tirolerin sogar vom Podest, während Shiffrin mit einem entfesselten zweiten Durchgang und viertbester Laufzeit souverän zum sechsten Saisonsieg fuhr. Rebensburg konnte sie vom obersten Treppchen nicht mehr verdrängen, als Zweite hielt sie den Schaden aber in Grenzen. Worley gelang der Sprung von Platz vier aufs Podest.

„Es war nicht leicht. Ich wusste, dass ich angreifen muss. Leider habe ich es zu gerade angelegt. Außerdem habe ich keinen Druck auf den Ski gebracht, dann bin ich immer später und später geworden“, so Brunner. „Ich bin aber sehr zufrieden mit meinem sechsten Platz, weil Courchevel nicht unbedingt mein Lieblingsort ist. Da darf ich nicht meckern. Die Verhältnisse waren für alle gleich.“

Siegerin Shiffrin wiederum blickte  auf einen fehlerlosen zweiten Lauf zurück. „Es hat sich alles sehr stabil und gut angefühlt, ich konnte wirklich Tempo machen. Ich wollte einfach mehr attackieren als die anderen. Ich war auf der glücklicheren Seite. Das braucht man manchmal“, so die 23-Jährige, die auf dem Weg zu ihrem dritten Weltcup-Gesamtsieg in Folge nicht zu stoppen sein dürfte. Über die Sicht habe sie sich keine Gedanken gemacht. „Die Schläge waren natürlich schwer zu sehen, aber da muss man Vertrauen haben.“

Ergebnisse, RTL Damen, Courchevel

1Mikaela Shiffrin (USA)1:02,2647,551:49,81
2Viktoria Rebensburg (D)1:02,1847,77+0,14
3Tessa Worley (F)1:02,2947,85+0,33
4Federica Brignone (I)1:02,4547,81+0,45
5Ragnhild Mowinckel (N)1:02,4247,89+0,50
6Stephanie Brunner (Ö)1:02,2648,33+0,78
7Anna Veith (Ö)1:03,3947,33+0,91
8Petra Vlhová (SKL)1:02,9447,31+0,93
9Frida Hansdotter (S)1:03,0848,09+1,36
10Adeline Mugnier (F)1:03,8947,31+1,39
11Nina Haver-Löseth (N)1:03,5147,78+1,48
12Ricarda Haaser (Ö)1:03,4648,01+1,66
15Katharina Liensberger (Ö)1:03,8548,03+2,07
25Katharina Truppe (Ö)1:04,9848,28+3,45
28Bernadette Schild (Ö)1:03,8753,55+7,61

Weltcup, Gesamtwertung, Damen

1Mikaela Shiffrin (USA)789 
2Ragnhild Mowinckel (N)367
3Nicole Schmidhofer (Ö)359
4Michelle Gisin (CH)316
5Petra Vlhová (SKL)308
6Ilka Stuhec (SLO)302
7Federia Brignone (I)295
8Viktoria Rebensburg (D)286
9Wendy Holdener (CH)260
10Tina Weirather (LIE)229

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