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Turnier der Sensationen

Turnier der Sensationen

Zwei  Qualifikanten im Finale

Melzer-Doppel musste aufgeben

Bild: Gepa Pictures

Zum ersten Mal in der Geschichte des Generali Open Kitzbühel treffen im Finale (Samstag, 14 Uhr) zwei Qualifikanten aufeinander: Denis Istomin  und Martin Klizan begeisterten in ihren beiden Semifinalmatches in Kitzbühel vor ausverkauften Rängen die Fans, die das großartige Sandplatztennis der beiden Routiniers mit genialer Stimmung honorierten.

Die Ersten, die da waren, sind die Letzten, die gehen -  vor einer Woche noch hatten die beiden noch gemeinsam ihre allererste Trainingseinheit in Kitzbühel absolviert - am Samstag begegnen sich Denis Istomin und Martin Klizan im Finale wieder: „Vor über einer Woche haben wir trainiert, jetzt sind wir die letzten die hier übrigbleiben. Das ist eigentlich eine unglaubliche Geschichte“, so Klizan. Und dieses Finale der beiden Kitzbühel-Marathon-Männer verspricht ein Spannendes zu werden, schließlich haben beide eine ausgeglichene Bilanz, nicht nur in Sachen Spielen in Kitzbühel -beide halten bei sechs Siegen - sondern auch bei ihren Head-to-Head-Duellen: zweimal trafen die beiden aufeinander: ein Sieg eine Niederlage.

Für Denis Istomin wäre es der dritte Turniersieg, der erste auf Sand: „Um ehrlich zu sein, habe ich heuer noch kein Match auf Sand gewonnen, bevor ich hierhergekommen bin. Es ist eigentlich nicht mein favorisierter Belag, aber das könnte sich jetzt ändern“, scherzte Istomin, der für seinen Lauf in Kitzbühel ein Geheimnis zu haben glaubt: „Ich esse jeden Tag Wiener Schnitzel. Nein, im Ernst, ich fühle mich in Kitzbühel unheimlich wohl.“  Im Match gegen Youngster Jarry brachte der Routinier die solidere Spielanlage mit auf den Platz, und durfte sich vor vollbesetzten Rängen und nach einer hart umkämpften Partie nach dem 7:5, 6:7 (4) und 6:4 für den Finaleinzug feiern lassen. Selbiges gilt auch für Ex-Top-30-Mann Martin Klizan (7:6, 6:3 gegen den Spanier Jaume Munar, der bereits fünf Turniersiege für sich verbuchen kann. Sein Letzter ist allerdings bereits zwei Jahre her: „Das Match wird wichtig. Der Druck ist groß, aber ich liebe es, unter Druck zu spielen, es wird auch ein super Match für das Publikum“.

Apropos: Zum dritten Mal in Folge war der Center Court beim Generali Open Kitzbühel ausverkauft und die Stimmung großartig. Eine Tatsache, die auch die Finalisten honorieren: „Ich liebe das Publikum, sie supporten nicht nur ihre lokalen Jungs, sondern gutes Tennis. Ich habe jedes Match genossen", so Klizan. Leider nichts wurde es zum Tages-Abschluss aus einer österreichischen Beteiligung im Doppel-Finale. Petzschner/Melzer mussten nach verlorenem erstem Satz  gegen Bracciali/Delbonis wegen einer Beinverletzung Petschners aufgeben. 

Bombenstimmung herrschte dann auch am Center Court, als sich der erst 17-jährige Klaus Hauser, der für den Nettingsdorfer TC spielt, den nagelneuen Peugeot 2008 SUV GT Line sicherte. Im Champions Tie Break gegen Anton Reithmayr wurde es beim Spielstand von 9:9 richtig knapp. „Das war das Match meines Lebens, ein einziges Auf und Ab. Ich hätte mir nie erwartet, dass die Leute so mitfiebern, aber es war  eine einmalige Erfahrung. Das Auto zu gewinnen, ist einfach ein Wahnsinn.“

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