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Traumstart für Schubert

Klettern, WM, Tokio

Traumstart für Schubert

Silbermedaille im Bouldern

Tiroler sammelt Edelmetall

Bild: Liebhaber

Jakob Schubert Superstar! Der Tiroler fängt bei der Kletter-WM 2019 in Tokio damit an, womit er bei der Heim-WM in Innsbruck 2018 aufgehört hat. Mit dem Gewinn einer Medaille. Der Doppel-Weltmeister von 2018 (Vorstieg und Kombination) sichert sich in seinem ersten Boulder WM-Finale die Silbermedaille (siehe Bild) hinter dem Japaner Tomoa NARASAKI und erhöht seinen Medaillensatz auf nun bereits insgesamt sechs WM-Medaillen (3 x Gold, 3 x Silber).

Nur knapp dreieinhalb Stunden Zeit waren Jakob Schubert nach dem erfolgreichen Finaleinzug zur Regeneration und zum Kräfte sammeln geblieben. Es ging Schlag auf Schlag. Die knappe Zeit wurde mit Physiotherapie, einem kurzen Nickerchen und einem schnellen Imbiss bestmöglich genutzt. Pünktlich um 20 Uhr Ortszeit eröffnete der Innsbrucker, der auf Platz 6 ins Finale einzog, das WM-Finale. Ein WM-Finale, das äußerst spärlich mit Top-Begehungen gesät war. Und so war es am Ende lediglich dem Japaner Tomoa NARASAKI vorbehalten, bei zwei der vier Finalboulder Top zu klettern und sich nach 2016 (Paris) zum zweiten Mal zum Weltmeister zu küren. Hinter Narasaki war aber das Rennen um die Medaillen extrem offen und spannend bis zum Schluss. 

Schubert hatte im Finale einmal mehr seine ganze Routine und Nervenstärke ausgespielt und war trotz der fehlenden Top-Begehungen stets ruhig und fokussiert geblieben. Mit der Zonenwertung im vierten Versuch am ersten Boulder schob sich Schubert von Platz 6 auf Platz 4 in der Zwischenwertung nach vorne. Im zweiten Finalboulder gelang Schubert dann die Zonenwertung bereits im dritten Versuch und er schloss damit auf den bis dahin auf Platz 2 gelegenen Japaner Keita DOHI auf. Im dritten Boulder blieb Schubert zwar die Zonenwertung verwehrt, dies war jedoch ohne Auswirkung, da bis auf Kokori FUJI alle anderen Finalisten dasselbe Schicksal ereilte. Am letzten Finalboulder drehte Schubert, der stets über den Zwischenstand informiert war, noch einmal auf, legte alles in die Waagschale und sicherte sich gleich im ersten Versuch die Zonenwertung. Da keine weiterer Finalist den letzten Boulder toppen konnte und der, bis dahin auf Platz zwei liegende Japaner Keita DOHI am letzten Boulder ohne Wertung blieb, wurde Schuberts Traum von der ersten WM-Medaille im Bouldern Wirklichkeit. Bronze sicherte sich der Deutsche Yannick Flohé.

„Die Silbermedaille fühlt sich unglaublich an. Das Ziel war eine Top-Platzierung im Bouldern zu holen im Hinblick auf die Kombinationswertung. Dass es nun der Vize-Weltmeistertitel im Bouldern geworden ist, ist einfach unglaublich geil! Wenn man im Finale steht geht es nicht um Platz 4 bis 6, da geht’s um Medaillen und die wollte ich unbedingt. Der Fight hat sich absolut gelohnt!“ 
strahlte Jakob Schubert.

Bild: Liebhaber

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