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Tolle Aufholjagd der ÖSV-Staffel

Biathlon, Weltcup, Oberhof

Tolle Aufholjagd der ÖSV-Staffel

Quartett heuer erstmals am Podest

Rang drei hinter Russland, Frankreich   

Bild: GEPA

Das war ein mehr wie versöhnliches Ende der Biathlon-Weltcupbewerbe in Oberhof. Österreichs Herren-Staffel in der Besetzung Tobias Eberhard, Simon Eder, Dominik Landertinger (siehe Bild) und Julian Eberhard sorgten in der abschließenden für den dritten Rot-Weiss-Roten Podestplatz in diesem Winter. Nach einer tollen Aufholjagd und turbulentem Rennverlauf durfte sich das Team mit 2:18,6 Minuten Rückstand über Rang drei hinter der überlegenen Mannschaft aus Russland und dem Quartett aus Frankreich (+1:01,1) freuen.  

Nach einem fehlerfreien Liegend-Schießen hatte Startläufer Tobias Eberhard im Stehend-Anschlag eine Strafrunde in Kauf nehmen müssen. Dadurch übergab der Salzburger erst als 15. (+1:36,1 min.) an seinen Salzburger Teamkollegen Simon Eder. Der Routinier zeigte ein brillantes Rennen, schaffte dank zweier fehlerloser Serien den Anschluss an die Spitzengruppe und übergab als Siebenter (+ 1:15,8 min.) an Dominik Landertinger. Der Tiroler benötigte nur bei seinem letzten Schuss eine Zusatzpatrone, machte weitere drei Plätze gut und schickte Julian Eberhard auf Position vier (+1:43,2 min.) ins Rennen. Österreichs Schlussläufer konnte trotz eines Nachladers im Liegend-Schießen Norwegen überholen und brachte das ÖSV-Team erstmals auf Stockerl-kurs. Im letzten Schießen verteidigte der Salzburger mit zwei Nachladern Rang drei und sorgte trotz eines Sturzes in der Schlussrunde für den vielumjubelten Podestplatz. 

Stimmen:             

Tobias Eberhard: „Es war ein beinharter Kampf. Ich habe persönlich nicht mein bestes Rennen gezeigt, dafür meine Teamkollegen. Ich bin natürlich super happy, dass ich am Stockerl stehen darf."

Simon Eder: „Das war mein bestes Rennen in dieser Woche. Ich habe immer gesagt, dass ich mit der Staffel auf das Podest will, weil wir einfach eine starke Mannschaft haben. Vor allem auf dieser schwierigen Station war es heute richtig geil, dass wir uns so zurückgekämpft haben. Für so einen Erfolg braucht es alle vier dazu. So wie es gelaufen ist, hat es genau gepasst. Nach dem Start hatte ich weniger Druck und habe deshalb auch voll riskieren können."   

Dominik Landertinger: „In der ersten Runde habe ich Kraft gespart und mich vor allem auf das Schießen fokussiert, weil es zum Laufen von den Verhältnissen her unglaublich schwer war. Dadurch hatte ich von der Belastung her liegend keine Probleme. Ab der zweiten Runde ist dann aber die Post abgegangen. Das Stehendschießen und die Schlussrunde haben gut gepasst. Ein Podestplatz ist natürlich super."         

Julian Eberhard: „Die Ausgangsposition war klar. Ein Stockerlplatz war unser Ziel, auch wenn er schwer zu erreichen war. Ich musste in den ersten zwei Runden geduldig bleiben, denn ich habe gewusst, es entscheidet sich beim Stehendschießen. Genau wo wir hingekommen sind, waren richtig schwierige Bedingungen. Aber ich wusste, die Form stimmt, ich kann das schaffen. Als Dritter rausgegangen, als Dritter ins Ziel, dieser Stockerlplatz ist wunderschön und wichtig für die Mannschaft."      

Die Ergebnisse:

1. Russland
1:20:54,3
2. Frankreich
+ 1:01,1
3. Österreich
+ 2:18,6
4. Tschechien
+ 2:36,0
5. Schweden
+ 2:42,7
6. Norwegen
+ 2:43,1

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