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Thingnes Bö holt Gold im Sprint

Biathlon-WM, Östersund

Thingnes Bö holt Gold im Sprint

ÖSV-Athleten mit Luft nach vorne

Simon Eder ohne Fehler am Schießstand

Bild: GEPA

Das Fast-Heimspiel hat er sich nicht nehmen lassen - Saison-Dominator Johannes Thingnes Bö (Bild) holte sich die Goldmedaille im Sprintbewerb der Biathlon-WM im benachbarten Östersund (Schweden). Der 25-jährige Norweger musste einmal in die Strafrunde, glänzte in der Loipe aber mit überlegener Laufbestzeit. Silber und Bronze gingen an den Russen Alexander Loginov (+13,7 sec.) und den Franzosen Quentin Fillot-Maillet (+16,5).  Beide waren am Schießstand fehlerlos geblieben.           

Bester Österreicher beim Einzelauftakt der Herren war Routinier Simon Eder. Der 36-jährige Salzburger traf als einziger Österreicher alle zehn Scheiben und beendete den Sprint mit 1:14,8 Minuten Rückstand auf Rang 15. Unmittelbar dahinter landete Julian Eberhard, der zweimal in die Strafrunde musste, auf Platz 16. Die beiden Tiroler Dominik Landertinger und Felix Leitner, die je eine Strafrunde in Kauf nehmen mussten, belegten im Endklassement des 10 km Rennens die Plätze 21 und 36.  

Das sagten sie nach dem Rennen, Simon Eder: „Die Leistung war perfekt, mehr hätte ich nicht herausholen können. Gesundheitlich war es auf alle Fälle vertretbar, die Vorbereitung war aber natürlich nicht optimal. Ich hatte vor dem Rennen nur eine schnelle Einheit, deshalb war es wirklich beinhart. Der ,,Nuller“ am Schießstand war sehr wichtig und viel wert, aber im Laufen geht mir natürlich schon etwas ab. In der Verfolgung ist ein Top-Ten-Ergebnis das Ziel.“

Julian Eberhard: „Das erste Drittel des Rennens war nicht optimal und liegend hatte ich leider einen Fehler dabei. Danach wusste ich, dass ich das Herz in die Hand nehmen muss, um vielleicht noch Richtung Top-3 zu laufen, und habe eine sehr engagierte Mittelrunde gemacht. Dadurch bin ich mit hohem Risiko in die Stehendserie gegangen, wo ein weiterer Fehler passiert ist. Aber die WM geht noch länger und ich freue mich auf die nächsten Rennen."

Dominik Landertinger: „Vom Gefühl her war es in der Loipe nicht schlecht, von der Zeit her hätte es aber besser sein können, obwohl die Schlussrunde gut war. Stehend hatte ich beim dritten Schuss einen klassischen Abzugsfehler. Für eine Medaille war es bei weitem zu wenig, die Ausgangsposition für die Verfolgung ist aber in Ordnung."   

Felix Leitner: „Ich bin mit meiner Leistung eigentlich zufrieden. In der Loipe war es in Ordnung, vor allem am Anfang war ich sehr spritzig und konnte einen guten Zug laufen. Schade, dass der Fehler im Stehendanschlag passiert ist, weil ich mich eigentlich sehr sicher gefühlt habe. Der Rückstand auf die Spitze ist aber schon enorm."

Ergebnisse, Sprint, Männer:       

1. Johannes Thingnes Bö (N)

2. Alexander Loginow (RUS)

3. Quentin Fillon Maillet (F)

4. Dmytro Pidrutschnji (UKR)

5. Simon Desthieux (F)

6. Martin Fourcade (F)

15.  Simon Eder (Ö)
16. Julian Eberhard (Ö)
21. Dominik Landertinger (Ö)
36. Felix Leitner (Ö)

Medaillenspiegel:       

1. Norwegen
210
2. Slowakei
100
3. Deutschland 011
4. Russland 010
5. Frankreich
001
6. Italien
001

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