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  Dominik Paris vor Innerhofer

Weltcup, Abfahrt, Bormio

Dominik Paris vor Innerhofer

Südtiroler Doppelsieg auf der Stelvio

ÖSV-Abfahrer verpassen Podest

Bild: gepa

Die beiden Südtiroler Dominik Paris und Christof Innerhofer haben in Bormio für einen italienischen Doppelsieg im Heimrennen gesorgt. Paris hatte sich in der Abfahrt auf der heuer unglaublich schwierigen ,,Stelvio“ 0,36 Sekunden vor seinem Landsmann durchgesetzt. Das prominent besetzte Podest komplettierte Weltmeister Beat Feuz (+0,52).  Als bester Österreicher reihte sich Vincent Kriechmayr mit 0,96 Sekunden Rückstand auf Platz fünf ein. Während die Österreicher wie auch zahlreiche andere Athleten (Svindal, Jansrud) den herausfordernden Bedingungen auf der WM-Piste Stelvio Tribut zollten, hatte Paris eine entfesselte und zugleich fehlerlose Fahrt absolviert. Auf diese Art fing er auch seinen führenden Landsmann Innerhofer noch ab, der mit Startnummer zwei die Richtzeit vorgelegt hatte und mit seinem siebenten Weltcup-Sieg und dem ersten seit Februar 2013 in Garmisch spekulieren durfte.
Letztlich sollte Vorjahressieger Paris in Bormio zum insgesamt dritten Mal jubeln. „Diese Piste liegt uns sicher sehr gut. Es ist eine taktische Piste. Man muss sich viel trauen, aber auch schlau fahren, weil es viele Schläge gibt, bei denen man die Linie verliert. Unten wird es eine Kopfsache, weil die Beine nicht mehr mitspielen. Da muss man schon von sich überzeugt sein“, sagte der 29-Jährige nach seinem zehnten Weltcup-Sieg. Innerhofer gab den fairen Zweiten: „Mit Dominik auf dem Podest zu stehen ist sicher ein Highlight meiner Karriere.“

Kriechmayr, Schnellster des Abschlusstrainings, lag als Fünfter 44 Hundertstelsekunden hinter dem Podest und damit auf Tuchfühlung mit den Besten. Zufrieden war der Oberösterreicher allerdings nicht – zumal ihm kein schwerer Fehler passiert war. Der Rückstand gab ihm Rätsel auf. „Oben hat es mich bei einem Sprung verrissen. Aber vier Zehntel waren das nicht, das muss ich analysieren“, so Kriechmayr. „Im Finish habe ich noch einmal Zeit verloren. Das hat sich bis ins Ziel wohl summiert.“

Ebenfalls nicht ganz nach Wunsch lief es für seine ÖSV-Teamkollegen. Matthias Mayer schwang als zweitbester Österreicher unmittelbar hinter Kriechmayr als Sechster (1,17) ab, Lake-Louise-Sieger Max Franz (1,71) belegte ex aequo mit Olympiasieger Aksel Lund Svindal (NOR) den elften Platz. Für Otmar Striedinger wurde es nach einem wilden Ritt mit der hohen Startnummer 33 immerhin noch der 15. Platz (1,97).

Für mehr als nur eine Schrecksekunde hatte der Slowene Klemen Kosi gesorgt, nach dessen Sturz das Rennen länger unterbrochen werden musste. Im unteren Streckenabschnitt hatte Kosi die Kontrolle verloren, wurde ausgehoben und in die Fangnetze geschleudert. Wie schwer der Slowene verletzt wurde, war zunächst nicht klar.

Weltcup, Ergebnisse, Abfahrt Bormio

1Dominik Paris (I)1:55,21 
2Christof Innerhofer (I)+0,36
3Beat Feuz (CH)+0,52
4Bryce Bennett (USA)+0,67
5Vincent Kriechmayr (Ö)+0,96
6Matthieu Bailet (F)+1,02
7Matthias Mayer (Ö)+1,17
8Johan Clarey (F)+1,39
9Aleksander  Aamodt Kilde (N)+1,46
10Benjamin Thomsen (CAN)+1,61
12Max Franz (Ö)+1,71
16Otmar Striedinger (Ö)+1,97
32Daniel Hemetsberger (Ö)+2,77
33Hannes Reichelt (Ö)+2,85
36Christopher Neumayer (Ö)+3,25
37Christian Walder (Ö)+3,36

Christof Innerhofer                                                              Copyright: gepa

Weltcup-Gesamtstand, Herren

1Marcel Hirscher (Ö)620
2Max Franz (Ö)363
3Aksel Lund Svindal (N)355
4Henrik Kristoffersen (N)352
5Aleks Aamodt Kilde (N)332
6Loic Meillard (F)321
7Beat Feuz (CH)313
8Mauro Caviezel (CH)301
9Alexis Pinturault (F)286
9Vincent Kriechmayr (Ö)286
11Christof Innerhofer (I)269
12Dominik Paris (I)266

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