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Standing Ovations für den Sieger

Standing Ovations für den Sieger

Harada begeisterte im Finale

Jakob Schubert im Plansoll

Bild: Johann Groder

Der Weltmeistertitel im Bouldern der Herren bleibt fest in japanischer Hand – Dank des erst 19-jährigen Kai Harada, der in der bis auf den letzten Platz gefüllten Olympiaworld sensationell zur Goldmedaille kletterte. Jongwon Chon aus Korea holte Silber vor dem Slowenen Gregor Vezonik. Jakob Schubert war im Halbfinale gescheitert, hatte aber dennoch souverän die Qualifikation für die Entscheidung in der erstmals auf dem Programm stehenden Kombination geschafft.

Sechs Mann und ein Ziel – Gold, zumindest aber eine Medaille im Bouldern. Und die bis auf den letzten Platz gefüllte Olympiahalle erlebte ein großartiges Finale, einen Wettkampf auf höchstem Niveau, am Ende gab es Standing Ovations für den neuen Weltmeister. Dass es einen neuen Titelträger geben würde, war spätestens nach dem Halbfinale klar, in dem Titelverteidiger Tomoa Narasaki scheiterte. Die Finalisten jedenfalls lieferten sich bis zum Schluss ein spannendes, phasenweise dramatisches  Match.

Den ersten Boulder, einen sehr weiten Sprung, kletterten alle Finalisten bis zum Top. Der Koreaner Jongwon Chon benötigte sogar nur einen Versuch. Vier Tops gab es im zweiten Boulder. Hier gelang Kai Harada ein Flash, mit dem er die Führung übernahm. Und nach dem dritten Boulder hatten - abgesehen von Nathan Phillips - alle Finalisten noch Chancen auf den Titel. 

Kai Harada lag vor dem letzten Boulder auf dem ersten Zwischenrang und hatte es selbst in der Hand. Der erst 19-Jährige ergriff die Chance, die sich ihm bot. Er flashte den Boulder und entschied das Finale damit vorzeitig für sich. Am Top wusste er, dass er den Titel sicher hatte. Auf der Matte flossen dann die Freudentränen. ,,Ich habe keine Worte dafür. Ich war sehr konzentriert und habe mein Bestes gegeben“, erzählte Harada vor dem begeisterten Publikum.

Gregor Vezonik war der einzige der Finalisten, der den letzten Boulder ebenfalls knackte. Der Slowene sicherte sich damit Bronze. Silber ging an Jongwon Chon, da dieser für seine vier Zonen weniger Versuche benötigte als Vezonik. Publikumsliebling Chon, der 2016 in Innsbruck einen Weltcup gewonnen hatte, freute sich über Silber: ,,Heute ist mein bester Tag. 2017 habe ich den Gesamtweltcup gewonnen, aber heuer kam ich zu Beginn nicht so richtig in Tritt. Die WM ist der wichtigste Bewerb des Jahres. Ich habe vielleicht nicht gewonnen, aber ich habe den Wettkampf sehr genossen. Die Zuschauer waren einfach fantastisch. Vielen Dank!"
Gregor Vezonik erklärte seinen Erfolg mit der guten Dynamik im slowenischen Team: ,,Dieses Jahr sind wir stark unterwegs. Wir sind ein super Team und pushen uns gegenseitig. Nachdem ich den letzten Boulder-Weltcup in München gewann, war eine Medaille mein Ziel."

Schubert ärgerte sich nach drei von vier gemeisterten Bouldern und seinem Scheitern im Semifinale nicht besonders. „Es ist schade, aber das Resultat war nicht schlecht. Mit einem zehnten Platz kann ich mich sehen lassen, und für die Kombination war es gut“, sagte 27-Jährige. Mit der Leistung in seiner Nebendisziplin könne er zufrieden sein, schließlich sei es eine besondere Herausforderung, in beiden Bewerben ganz vorne zu landen.


Ergebnisse Bouldern Men
RangNameNationalität 
1.Kai HaradaJPN
2.Jongwon ChonKOR
3.Gregor VezonikSLO
4.Keita Watabe JPN
5.Kokora FujiiJPN
6.Nathan PhillipsGBR
Ergebnisse Bouldern Men Österreich
RangNameNationalität 
10.Jakob SchubertAUT
16.Florian KlinglerAUT
29.Elias WeilerAUT
57.Jan-Luca PoschAUT
73.Matthias ErberAUT
99.Alfons DornauerAUT

Wettkampfprogramm Sonntag:

11:00 Uhr

Combined Women - Final
Olympiaworld Innsbruck 

14:30 Uhr 

Combined Men - Final
Olympiaworld Innsbruck

18:00 Uhr

Closing Ceremony
Olympiaworld Innsbruck

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