Sie befinden sich hier:
ÖSV-Athleten ohne Medaille

Snowboard, WM, Park City

ÖSV-Athleten ohne Medaille

Titel an Jörg und Loginov

Karl scheiterte am Material

So hatten sich Österreichs Snowboarder den Start in die Weltmeisterschaften nicht vorgestellt – im Parallelriesentorlauf bei den FIS Snowboard-, Freestyle- und Freeski-Titelkämpfen in Park City waren die Medaillenträume schnell ,,geplatzt“, blieben die ÖSV-Athleten ohne Medaille. Mit dem Erreichen des Viertelfinales waren Lukas Mathies (siehe Bild) als Sechster bzw. Sabine Schöffmann als Achte die besten Österreicher. Für Alexander Payer (11.) und Titelverteidiger Andreas Prommegger (16.) war bereits nach der Auftaktrunde Endstation. Alle weiteren gestarteten ÖSV-Boarder hatten den Einzug in die Medaillen-Entscheidungen der Top 16 verpasst. Bei den Herren holte sich der Russe Dmitry Loginov vor dem Slowenen Tim Mastnak und dem Deutschen Stefan Baumeister PGS-Gold. Der Damen-Titel ging an die Deutsche Selina Jörg, die vor der Russin Natalia Soboleva und der Schweizerin Ladina Jenny gewann.     

Lukas Mathies bezwang im Achtelfinale den Koreaner Sangkyum Kim trotz eines schweren Schnitzers gleich nach dem Start. Im Viertelfinale schien er auch gegen Mastnak die Nase vorne zu haben, doch im Finish nützte der Slowene den schnelleren blauen Kurs, um den Vorarlberger doch noch um 0,31 Sekunden abzufangen: ,,In der ersten Runde habe ich einen großen Rückstand noch in einen Sieg verwandeln können, und auch gegen Mastnak habe bis zum Schluss gut dagegengehalten. Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden und werde auch im Parallelslalom voll angreifen", sagte Lukas Mathies.

Im Achtelfinale hatte sich zwischen Alexander Payer und dem Italiener Edwin Coratti das gleiche Szenario zugetragen wie später bei Mathies und Mastnak. Der Kärntner fuhr mit einem Vorsprung in die flache Schlusspassage ein, um auf den letzten Metern von seinem Kontrahenten noch um 0,14 Sekunden überholt zu werden. Und Andreas Prommegger, der gerade noch als 16. der Qualifikation in das Finale gekommen war, erkannte die Überlegenheit des späteren Weltmeisters Loginov neidlos an: ,,Loginov war in einer großartigen Form. Ich hätte einen perfekten Lauf gebraucht, um ihm Paroli bieten zu können. Das Rennen ist abgehakt, jetzt liegt die volle Konzentration auf dem Slalom", meinte Prommegger. 

Nachdem Sabine Schöffmann in der Auftaktrunde der Damen die Deutsche Ramona Hofmeister um 0,10 Sekunden in die Knie gezwungen hatte, kam die Kärntnerin im Viertelfinale im Duell mit der Russin Milena Bykova zu Sturz. ,,Es war sehr knapp, daher musste ich auch ein hohes Risiko nehmen. Im Achtelfinale ist es noch aufgegangen, danach hat es mich leider abgeworfen", erklärte Schöffmann.

Für Benjamin Karl war der erste WM-Bewerb der Parallelboarder schon nach wenigen Toren des ersten Qualifikations-Laufs vorbei. Durch einen Materialbruch hatte der vierfache Weltmeister keinen Halt mehr in seinem rechten Schuh und musste seine Fahrt deshalb abbrechen. ,,Ich habe nicht gleich gewusst, was genau passiert ist. Es hätte auch ein Problem an der Bindung sein können. Im Ziel habe ich dann gesehen, dass es am Schuh gelegen ist. Das war für mich bisher mein kürzestes WM-Rennen.“

© 2017 Tirol Werbung