Sie befinden sich hier:
Paris verewigt sich in Aare

Alpine Ski-WM, Aare

Paris verewigt sich in Aare

Erste Medaille für Österreich

Kriechmayr mit Clarey Zweiter

Bild: Gepa Pictures

Zweites Rennen, erste Medaille für Österreich. Der Oberösterreicher Vincent Kriechmayr eroberte Silber im Super-G. Die Entscheidung um die drei Podestplätze war  ähnlich knapp ausgefallen  wie bei den Damen. Dem Südtiroler Dominik Paris genügte ein Vorsprung von 0,09 Sekunden auf Kriechmayr und den ex aequo zweitplatzierten Franzosen Johan Clarey für sein erstes WM-Gold.

Hinter dem Trio landete der Südtiroler Christof Innerhofer auf dem vierten Platz (+0,35) vor dem Franzosen Adrien Theaux (0,37) und dem deutschen Kitzbühel-Sieger Josef Ferstl (0,39), während dieser WM-Auftakt für die restlichen ÖSV-Herren hingegen nicht nach Wunsch verlaufen war. WM-Debütant Daniel Danklmaier belegte mit einem Rückstand von 1,08 Sekunden Rang 20. Matthias Mayer fuhr mit schnellster zweiten Zwischenzeit ebenso an einem Tor vorbei wie Hannes ReicheltNeben den beiden österreichischen Hoffnungen galt es für einige weitere Mitfavoriten eine herbe Enttäuschung zu verdauen. Vor allem die Norweger wurden im von ihrem Trainer Reto Nydegger gesteckten Kurs schwer geschlagen. Bester wurde Adrian Smiseth Sejerstad als Achter (0,50). Aksel Lund Svindal kam in seinem vorletzten Rennen nicht über Rang 16 (0,92) hinaus, Kjetil Jansrud und Aleksandar Aamodt Kilde kassierten große Rückstände. Die Schweizer brachten keinen Läufer in die Top Ten.

Kriechmayr indes jubelte über seine erste Medaille bei einem Großereignis. „Ich freue mich irrsinnig darüber. Aber mich ärgert es, dass ich im Mittelteil nicht besser gefahren bin, wenngleich es sehr schwierig war und Dominik einfach der Bessere gewesen ist“, so der 27-Jährige nach dem Rennen. „Wie ich gesehen habe, dass die Sonne rausgekommen ist, habe ich schon noch geschwitzt, weil noch einige gute Läufer oben waren. Aber keiner ist fehlerfrei runtergekommen.

“Während sich der 38-jährige Clarey mit seiner ersten Medaille zum ältesten WM-Medaillengewinner der Geschichte machte („Das ist im Super-G eine große Überraschung für mich“), feierte Paris nach Abfahrtssilber 2013 seinen ersten WM-Titel. „Mir fehlen ein wenig die Worte. Aber es ist ein großartiger Tag. Dass es so läuft, hätte ich mir nie gedacht“, sagte der Südtiroler, der in dieser Saison den Super-G in Bormio gewonnen hatte. „Bei einer Weltmeisterschaft gibt es nur Vollgas, und daher habe ich versucht, es voll durchzudrücken. Das ist mir gelungen“, erklärte er sein Erfolgsrezept.Für Mayer klappte es hingegen auch in seinem zehnten WM-Rennen nicht mit der ersten Medaille. Der zweifache Olympiasieger legte stark los und hatte bei der zweiten Zwischenzeit einen Vorsprung von 0,12 Sekunden auf Paris. Nach knapp einer Minute Fahrzeit gelang es dem Kärntner aber nicht, vor einem Sprung genügend Richtung zu machen und er fuhr am Tor vorbei. „Ich wollte ein Spur direkter fahren als die anderen, weil ich gesehen habe, dass die zu rund waren. Es ist sehr bitter, denn es wäre vieles möglich gewesen. Das muss ich jetzt so hinnehmen“, sagte Mayer.

Dominik Paris (I)1:24,20
2Johan Clarey (F)+ 0,09
3Vincent Kriechmayr (Ö)
+ 0,09
4Christof Innerhofer (I)+ 0,35
5Adrien Theaux (F)+ 0,37
6Josef Ferstl (D)+ 0,39
7Daniel Danklmaier (Ö)+ 1,08

© 2017 Tirol Werbung