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  Wintersport in Kürze

Wintersport in Kürze

Bild: gepa

Kammerlander auch in Moskau souverän

Der Weltcup der Naturbahnrodler machte Station in Moskau. Auf der sogenannten „Spatzenhügel-Bahn“ zwischen der altehrwürdigen Universität und dem Luzhniki-Stadion fielen am Samstag drei Entscheidungen.

Zunächst  hatte im Einsitzerbewerb  der Herren Thomas Kammerlander das Feld von hinten aufgerollt. Nach dem ersten Lauf war der Europameister nur auf Rang 4 gelegen, im zweiten Durchgang hatte er einen Traumlauf erwischt und seinen zweiten Saisonsieg gefeiert. „Ich hätte nicht gedacht, dass es nach dem miserablen Lauf am Freitag noch zum Sieg reicht. Ich bin wirklich überrascht. Aber durch die kälteren Temperaturen ist auch das Eis auf der Bahn härter geworden, und schon hat das System aus Rodel und Fahrer wieder funktioniert“, so Kammerlander, der seinen Sieg in Moskau 2017 wiederholte und jetzt alleiniger Spitzenreiter im Gesamtweltcup ist. Auf Platz 2 folgte Alex Gruber (ITA),vor Florian Glatzl (AUT).

Bei den Damen feierte Evelin Lanthaler (ITA) ihren dritten Saisonsieg im dritten Rennen, vor  Ekaterina Lavrenteva (RUS) und Greta Pinggera (ITA). Für Lavrenteva ist es nach zwei fünften Rängen der erste Podestplatz der Saison. Im Doppelsitzer gelang Stanislav Kovshik/Ilia Tarasov (RUS) der erste Weltcuperfolg.

Bestes Ergebnis Damen-Staffel

Österreichs Damen haben beim Weltcup in Ruhpolding mit Rang sieben das beste Staffel-Ergebnis in der Biathlon-Geschichte erreicht. Das Quartett Katharina Innerhofer, Julia Schwaiger, Christina Rieder und Lisa Hauser hatte nach zwei Strafrunden und fünf Nachladern 2:03,5 Minuten auf das Siegerteam aus Frankreich. Die weiteren Podestplätze gingen an Norwegen (+11,5 sec.) und Gastgeber Deutschland (+23,4).               

Dabei hatte es zu Beginn des Rennens gar nicht gut für Österreich ausgesehen. Startläuferin Katharina Innerhofer musste nach dem Stehendschießen gleich zweimal in die Strafrunde abbiegen und übergab erst 1:27,3 Minuten hinter den später siegreichen Französinnen als Zwanzigste an Julia Schwaiger. Ab diesem Zeitpunkt gelang den ÖSV-Mädels aber eine tolle Aufholjagd. Die Salzburgerin benötigte insgesamt zwei Nachlader und machte fünf Plätze gut. Stark präsentierte sich dann Christina Rieder, die alle zehn Scheiben im ersten Versuch traf und Österreichs Position um drei weitere Plätze (12.) verbesserte. Schlussläuferin Lisa Hauser (Bild, Galerie)blieb wie Rieder ohne Nachlader und überquerte am Ende als starke Siebente (2:03,5 min.) die Ziellinie. 

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