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  Tiroler siegten in den Dolomiten

Radsport-Klassiker, Lienz

Tiroler siegten in den Dolomiten

Super-Giro an 22-jährigen Handl

Schupfer holte Dolomiten-Rundfahrt

Bild: Expa Pictures

,,Radler-Herz“ was willst du mehr? Bei traumhaften Wetterbedingungen mit sonnigen 18 Grad Celsius hatten sich in Lienz rund 1500 Radler zur 32. Auflage der Dolomitenradrundfahrt (112km/1.860hm) sowie zum sechsten  Ultra-Marathon ,, SuperGiroDolomiti“ (207,3km/4.579hm) eingefunden. Die Teilnehmer aus 20 Nationen sorgten bei diesen Radsporthighlights in Osttirol für Speichen-Spektakel pur. Während sich die Hartgesottenen auf die lange Distanz über Kärnten und das Friaul wagten, gaben sich einige prominente Sportler die Ehre vor allem über die klassische Strecke. Neben den Ex-Rundfahrts-Siegern Thomas Rohregger und Wolfgang Steinmayr, Abfahrts-Vizeweltmeisterin Stephanie Venier, Ex-Skispringer Martin Koch, dem ehemaligen Snowboarder „Sigi“ Grabner sowie Kajak-Weltmeister und Dolomitenmann-Sieger Harald Hudetz nahm auch Josef Margreiter, CEO der Tirol Holding, die Dolomitenradrundfahrt in Angriff; zum bereits siebten Mal.  Und auch ÖSV-Medienchef Joe Schmid absolvierte im  Alter von 77 Jahren seine erste Tour rund um die Lienzer Dolomiten. Und für einen stolzen Rekord sorgte Isidor Ortner: der Osttiroler feierte im Jänner seinen 60. Geburtstag und bestritt bisher als Einziger alle 32. Dolomitenradrundfahrten!  
Bereits drei Stunden vor den Teilnehmern der Rundfahrt waren die Athleten des SuperGiroDolomiti gestartet. Da die Strecke des Ultra-Marathons im Vergleich zu den Vorjahren wegen der Unwetter im Vorjahr und der Straßenschäden kürzer war, entwickelte sich ein Verfolgungsrennen zwischen den Spitzenfahrern der beiden Bewerbe. Aus dem Teilnehmerfeld der Dolomitenradrundfahrt hatten sich auf dem Weg zum Kartitscher Sattel im Lesachtal zehn Fahrer gelöst. Aus dieser Gruppe attackierte wiederum kurz vor dem Sattel der Osttiroler Simon Schupfer. Er brachte letztlich einen Vorsprung von rund einer Minute auf den holländischen Ex-Radprofi Johnny Hoogerland ins Ziel. Auf den dritten Platz  kam der Lienzer Patric Plankensteiner. Beste Dame wurde die Stubaitalerin Bianca Somavilla, die sich rund neun Minuten vor der Salzburgerin Sandra Gieringer und der Deutschen Sibylle Vormittag durchsetzen konnte.  

Das „Who's Who“ der österreichischen Marathonszene stellte sich dem 6. SuperGiroDolomiti, der über 207,3 Kilometer und 4.597 Höhenmeter führte. Nach dem Gailbergsattel fuhren die Fahrer über den Plöckenpass nach Italien, wo nach einer Runde über Paluzza und Paularo der Plöckenpass von der anderen Seite wiederbefahren wurde. Über St. Lorenzen folgte der lange Anstieg im Lesachtal auf den Kartitscher Sattel, ehe es über Mittewald zum Lienzer Hauptplatz ging. Es war ein spannendes Rennen. Während der Schleife auf italienischem Boden konnte sich bei hervorragender Stimmung rund um die Dolomiten der in Seefeld lebende 20-jährige Deutsche Florian Lipowitz, Sieger des Imster Radmarathons, absetzen. Der Nordische Skisportler hatte ein enormes Tempo vorgelegt, verfolgt von einem starken Trio mit dem deutschen Spitzenmarathonfahrer Stephan Öttl, dem Tiroler Daniel Rubisoier, Rekordsieger des Race Across the Alps und Philip Handl. Der erst 22-jährige Mann aus Pfaffenhofen setzte sich nach erfolgreicher Verfolgung gemeinsam  mit Thomas Zirknitzer schließlich entscheidend ab und durfte sich In Lienz als strahlender Sieger feiern lassen. Platz zwei ging an seinen Fluchtgefährten Zirknitzer vor Stefan Öttl und Daniel Rubisoier.  

Ergebnisse 112 km
1Schupfer S. (AUT)2:52:12 
2Hoogerland J. (NED)2:53:10
3Plankensteiner P. (AUT)2:53:25

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