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Polen-Staffel dominierte klar

Weltcup, Skifliegen, Planica

Polen-Staffel dominierte klar

ÖSV-Quartett flog hinterher

Deutschland 2. vor Slowenien

Bild: Gepa Pictures

Während sich die Polen im Weltcup-Finale auf der Flugschanze von Planica über ihren ersten Triumph mit der Mannschaft in einem Team-Skispringen freuen durften, obwohl Piotr Zyla im letzten Versuch des Tages bei 242,5 Metern mit beiden Händen in den Schnee greifen musste, spielten Österreichs vier Athleten keine große Rolle.

Jakub Wolny, Kamil Stoch, Dawid Kubacki und Piotr Zyla (siehe Bild) hatten sich mit 8,1 Punkten Vorsprung vor dem deutschen Quartett bestehend aus Karl Geiger, Constantin Schmid, Richard Freitag und Markus Eisenbichler durchgesetzt und holten damit den ersten Sieg in einem Team-Fliegen. Davor hatte es Großschanzenweltmeister Markus Eisenbichler, der am Freitag im Einzel seinen ersten Weltcup-Sieg gefeiert hatte, mit der Tageshöchstweite von 246 Metern noch einmal spannend gemacht. Dritter wurden zur Freude der slowenischen Fans die slowenische Mannschaft mit Anze Semenic, Peter und Domen Prevc sowie Timi Zajc.

Für die Österreicher blieb nur eine Nebenrolle. Michael Hayböck, Philipp Aschenwald, Daniel Huber und Stefan Kraft mussten sich mit dem doch enttäuschenden fünften Platz zufrieden geben.

Die ÖSV-Flugstaffel vermochte in keiner Phase der Konkurrenz mit den Besten mitzuhalten und landete 82,3 Punkte hinter den Podestplätzen und 40 Zähler hinter den viertplatzierten Japanern auf dem fünften Rang. Bester Österreicher war Huber mit Flügen auf 222,5 und 226,0 Meter. Damit wird der Mannschaft von Trainer Andreas Felder der dritte Rang im Nationencup nicht mehr gelingen. Vor dem letzten Einzel-Bewerb weisen Stefan Kraft und Co. auf Platz vier liegend 184 Zähler Rückstand auf Japan auf.

Speziell bei Aushängeschild Kraft war doch ein gewisser Substanzverlust zu bemerken. „Ich weiß auch nicht, ich probiere alles“, sagte der Salzburger nach dem ersten Versuch über nur 208 m, auch wenn es sich nach den 221 m im zweiten bereits „besser angefühlt“ hatte. „Ich habe jetzt noch drei Versuche und hoffe, dass es dann besser klappt“, sagte Kraft. Neben Huber war auch Hayböck (218/224) in beiden Durchgängen besser als Kraft, Aschenwald landete bei 215,5 und 213 Metern.

Ergebnisse, Skifliegen, Planica

RangAthletPunkte
1Polen1627,9
2Deutschland1619,8
3Slowenien1603,1
4Japan1560,8
5Österreich1520,8
6Norwegen1502,6

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