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  Peinliche Abfuhr für Wacker

Tipico-Bundesliga, Innsbruck

Peinliche Abfuhr für Wacker

0:4-Debakel gegen Altach

So droht der Sturz in Liga 2

Bild: gepa

Auch wenn es noch einige Runden bis zum Ende der Meisterschaft sind – im so wichtigen Heimspiel gegen den SC Altach lieferte der FC Wacker Innsbruck jetzt schon eine sportliche Bankrotterklärung. Nach durchaus respektablen Beginn gegen eine vor allem in der ersten Halbzeit desolate Vorarlberger Truppe, die förmlich um ein Tor ,,bettelte“, liefen die Gastgeber nach der Pause den Gästen gleichsam ins ,,offene“ Messer. Da kassierten sie nach rund einer Stunde das 0:1 nach einem unglaublichen Schnitzer von Goalie Knett   und brachen in der Folge völlig auseinander. Drei weitere Gegentreffer innerhalb von nur zwölf Minuten besiegelten das peinliche 0:4 (0:0)-Debakel.

Es ist bereits die vierte Niederlage im fünften Spiel der Qualifikationsgruppe, die ,,rote Laterne“ bleibt in Innsbruck. Entsetzen bei den Fans auf den ohnehin dünn besetzten Rängen, die meisten wanderten frühzeitig ab, auch Pfiffe blieben aus. Nur gut, dass die Hartberger gegen Rapid mit 2:4 verloren, das ist – neben Durchhalteparolen – der winzig  kleine, aber nur schwache Trost nach der desaströsen Vorstellung., die letztlich wohl auch einer fatalen Fehl-Aufstellung geschuldet schien.

Mut zum Risiko, dass sich lohnen würde, oder Harakiri? Das war die Frage, die sich beim Anpfiff wohl alle Fußballfans im Stadion fragten? In den ersten 45 Minuten schien Grumser’s  der Plan sogar aufzugehen, da wirbelten die Innsbrucker, waren aber ungefährlich, wohl auch zu unroutiniert. Doch nach der Pause fehlte die Ordnung, wurde das junge Team nach allen Regeln der – an diesem Abend allerdings dürftigen  – Fußballkunst ,,auseinandergenommen“.

Und am Ende stand eines der bittersten Ergebnisse seit langer Zeit auf der Anzeigentafel – wenn da nicht schnell ein Wunder geschieht, wird das ein Schwarz-Grüner Sturzflug in die zweite Liga.

Stimmen zum Spiel

Thomas Grumser
(Innsbruck-Trainer): „Es hilft nichts, wenn wir jetzt anfangen, uns selbst leidzutun, oder aufgeben. Das ist absolut nicht der Weg, den wir für gut befinden. Jetzt geht es darum, dass wir noch eine Spur enger zusammenrücken. Und die Überzeugung herbringen, dass wir es schaffen können. Natürlich hilft uns in erster Linie ein Erfolgserlebnis, das wissen wir. Wenn wir aber so auftreten wie heute in der ersten Halbzeit, können wir demnächst auch das Glück erzwingen.“

Alex Pastoor
(Altach-Trainer): „Wir haben in der ersten Halbzeit offensiv und defensiv nicht das gemacht, was wir verabredet hatten. In der zweiten Hälfte war das viel besser. Bis jetzt haben wir das ziemlich gut gemacht, haben gut gepunktet, und das Spiel sieht teilweise auch gut aus. Ich bin der Meinung, dass wir noch fünf Endspiele spielen sollen. Von der Attitüde her soll sich da nichts ändern. Wir brauchen nicht allzu viel auf die Tabelle schauen.“

Die Ergebnisse der Abstiegsgruppe: Hartberg – Rapid 2:4 (1:1), Admira – Mattersburg 0:2 (0:0), Wacker Innsbruck – Altach 0:4 (0:9).

Qualifikationsgruppe
Aktueller Stand (23.04.2019)

1Rapid Wien27117939:34+526
2SV Mattersburg271151138:41-323
3SC Rheindorf Altach27781240:36+420
4FC Admira Wacker Mödling27771332:50-1817
5TSV Hartberg27751538:57-1913
6Wacker Innsbruck27551721:46-2511

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