Kristoffersen siegt nach Aufholjagd

Weltcup, Slalom, Levi

Kristoffersen siegt nach Aufholjagd

Ohne Hirscher kein Podest

ÖSV-Stars mit Problemen

Bild: gepa

Es schien, als hätte der Norweger nur auf den Rücktritt von Marcel Hirscher gewartet – denn im ersten Slalom ohne den Dominator der letzten Jahre ist Henrik Kristoffersen (sieh Bild) auf die Siegerstraße in dieser Disziplin zurückgekehrt. Der 25-jährige  gewann in Levi nach einer Aufholjagd und holte damit seinen ersten Slalom-Erfolg seit Jänner 2018 in Kitzbühel. Auf Rang zwei landete der zur Halbzeit führende Franzose Clement Noel (+0,09). Dritter wurde der Schweizer Daniel Yule (0,18).

Für die ÖSV-Herren verlief das Rennen indes nicht nach Wunsch. Bester Österreicher wurde Christian Hirschbühl auf dem siebenten Rang (0,74). Der 29-jährige Vorarlberger war nach dem ersten Lauf noch Fünfter und hatte eine Chance auf den ersten Stockerlplatz in seiner Karriere. In der Entscheidung fiel Hirschbühl mit der 23. Laufzeit aber hinter den Schweizer Ramon Zenhäusern (0,27) und die beiden Schweden Andre Myhrer (0,34) und Kristoffer Jacobsen (0,53) zurück.

Michael Matt belegte den elften Rang (1,00) und hielt damit seine Platzierung aus dem ersten Durchgang. Manuel Feller fuhr auf den 15. Platz (1,21), Marc Digruber wurde 20. (1,46). Marco Schwarz belegte bei seinem Comeback nach dem im Februar beim Super-G in Bansko erlittenen Kreuzbandriss den 25. Platz (1,82). Damit schaffte erstmals seit zwei Jahren kein ÖSV-Slalom-Fahrer den Sprung auf das Podest.

Für Kristoffersen bedeutete der Sieg die Rückkehr auf das oberste Slalom-Podest. Dabei hatte es für den Norweger, der beim Auftakt im Sölden-RTL nicht über Rang 18 hinausgekommen war, nach dem ersten Durchgang nicht nach seinem 19. Weltcup-Erfolg ausgesehen. Kristoffersen lag mit einem Rückstand von 0,68 Sekunden an der vierten Stelle. In der Entscheidung beeindruckte der 25-Jährige mit einer perfekten Fahrt im Steilhang und gewann zum zweiten Mal nach 2014 in Levi.

Die ÖSV-Herren hatten indes am Ende wie schon in Sölden nichts mit den Podestplätzen zu tun. Die schnellere Kurssetzung im zweiten Durchgang spielte Hirschbühl allerdings auch nicht in die Karten. „Es war einfach gerader gesetzt. Das kommt mir nicht ganz so entgegen. Nichtsdestotrotz ist der siebente Platz positiv, aber es gibt noch Luft nach oben“, sagte Hirschbühl.

Die anderen Österreicher hatten ihre Chancen vor allem im Steilhang mit fehlerhaften Fahrten eingebüßt. Matt sah in der Entscheidung aber immerhin eine Steigerung im Vergleich zum ersten Durchgang. Sein engerer Landsmann Feller bilanzierte ganz ähnlich. „Der erste Durchgang war ganz, ganz schlecht – auch vom Set-up her war das nicht die richtige Wahl.“

Ergebnisse, Slalom, Herren: 
1Henrik Kristoffersen (N)1:48:55 
2Clement Noel (F)+0,09
3Daniel Yule (CH)+0,18
4Ramon Zenhäusern (CH)+0,27
5Andre Myhrer (S)+0,34
6Kristoffer Jakobsen (S)+0,53
7Christian Hirschbühl (Ö)+0,53
8Linus Straßer (D)+0,89
9Sebastian Foss-Solevaag (N)+0,92
10Manfred Mölgg (I)+0,92
11Michael Matt (Ö)+1,00
15Manuel Feller (Ö)
20Marc Digruber (Ö)
25Marco Schwaz (Ö)

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