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ÖSV-Triumph am Lauberhorn

Weltcup, Abfahrt, Wengen

ÖSV-Triumph am Lauberhorn

Kriechmayr fängt Feuz noch ab

Stürze von Mayer und Franz

Bild: Gepa Pictures

Die Serie an rot-weiß-roten Siegen im Kalenderjahr 2019 bei den Männern hat sich dank Vincent Kriechmayr im Abfahrtsklassiker auf dem Wengener Lauberhorn fortgesetzt. Auf der längsten Abfahrt im Weltcup mit einer Fahrzeit von fast zweieinhalb Minuten hatte der Oberösterreicher die beste und schnellste Linie von allen erwischt. Alle Kriterien wie den Sprung am Hundschopf, den ,,Canadian Corner", das Kernen-S und auch das Ziel-S bewältigte er ohne erkennbare Fehler und distanzierte so die Konkurrenz. Kriechmayr hatte im Schatten der Schweizer Bergriesen Eiger, Mönch und Jungfrau nach 4.270 Metern um 14 Hundertstelsekunden oder 4,03 Meter gegenüber Weltmeister und Vorjahressieger Feuz die Nase vorne und holte sich als erster Österreicher seit Hannes Reichelt 2015 wieder den Sieg auf der Lauberhorn-Abfahrt. Zu den Geschlagenen zählten nebst Feuz auch die beiden Norweger Aleksander Aamodt Kilde (+0,26) als Dritter  und Aksel Lund Svindal (+0,52) der Vierter wurde.

,,Den Kriechmayr hatte ich schon auf dem Zettel. Technisch ist er zurzeit einer der Besten, wenn nicht sogar der Beste", sagte Feuz im Zielraum. Die Schwierigkeit sei gewesen, sich auf die wechselnden Schneeverhältnisse - einmal eisig, dann wieder griffig - einzustellen.,,Wengen ist nach Kitzbühel das zweitwichtigste Abfahtsrennen im Jahr. Wenn das reicht, dann freue ich mich riesig", sagte Kriechmayr, der sich auch nach der Startnummer 25 noch nicht als Sieger feiern lassen wollte. ,,Mit meiner Fahrt bin ich sehr zufrieden. Ich muss auch ein großes Dankeschön an meinen Servicemann sagen, weil der obere Streckenteil sehr entscheidend ist, und da ist alles sehr gut aufgegangen.

"Wie schwierig und selektiv dieser Klassiker an diesem Wochenende war, zeigte die Liste der Ausfälle. Topfahrer wie Max Franz, der im Ziel-S wegrutschte, Steven Nyman oder auch Matthias Mayer, dem es im sehr glatten Kernen-S die Skier wegzog, kamen nicht ins Ziel.

„Der Ausfall schmerzt mental, und meine Hüfte schmerzt körperlich von meinem Sturz im Kombi-Slalom“, so Mayer, der bereits am Freitag spektakulär abgeworfen worden war. „Ich hoffe, dass ich für Kitzbühel wieder ganz fit bin.“ Franz, bei der letzten Zwischenzeit nur sechs Zehntel hinter der Bestzeit, trauerte einem möglichen Spitzenplatz nach: „Oben war ich nicht schlecht, es wäre eine gute Platzierung geworden. Der Ausfall tut weh und ist schade.

“Für eine Schrecksekunde hatte auch der Italiener Emanuele Buzzi gesorgt. Der 24-Jährige war nach der Zieldurchfahrt zu Sturz gekommen  und mit voller Wucht in die Bande gekracht.  Buzzi konnte nicht aus eigener Kraft aufstehen und musste sogar an Ort und Stelle behandelt werden. Besonders bitter: Buzzi hatte mit Platz sechs (+0,80 Sek.) das bisher beste Weltcup-Ergebnis seiner Karriere eingefahren.

Ergebnisse, Abfahrt, Herren, Wengen

Vincent Kriechmayr (Ö)2:28,36
2Beat Feuz (CH)+ 0,14
3Aleks Aamodt Kilde (N)
+ 0,26
4Aksel Lund Svindal (N)+ 0,52
5Bryce Bennett (USA)+ 0,63
6Emanuele Buzzi (I)+ 0,80
7Mauro Caviezel (CH)
+ 0,84
8Martin Cater (SLO)
+ 0,92
9Christof Innerhofer (I)
+ 1,06
10Gilles Roulin (F)
+ 1,26
14Hannes Reichelt (Ö)+ 1,46
21Otmar Striedinger (Ö)
+ 2,07
25Romed Baumann (Ö)+ 2,44
26Christian Walder (Ö)+ 2,45
36Johannes Kröll (Ö)+ 3,58

Weltcup, Gesamtwertung, Herren

Marcel Hirscher (Ö)976
2Henrik Kristoffersen (N)571
3Alexis Pinturault (F)
554
4Max Franz (Ö)408
5Aleks Aamodt Kilde (N)392
6Marco Schwarz (Ö)384
7Mauro Caviezel (CH)
377
8Aksel Lund Svindal (N)
369
9Dominik Paris (I)
366
10Vincent Kriechmayr (Ö)
365

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