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ÖSV-Team mit einer Bruchlandung

Skispringen, Engelberg

ÖSV-Team mit einer Bruchlandung

Kraft, 12. -  alleine auf weiter Flur

Kobayashi wieder souverän

Bild: gepa

Das war ein bitterer Absturz für Österreichs Skispringer. 

Nur einen Tag nach dem ersten Podestplatz der Saison legten die ÖSV-Adler  im zweiten Springen von Engelberg im wahrsten Sinne des Wortes eine Bruchlandung hin. Am Sonntag schaffte es nur Stefan Kraft als Zwölfter unter die besten 30. Der Sieg ging einmal mehr an den Überspringer der bisherigen Saison, Ryoyu Kobayashi.

Der Japaner hatte in der Schweiz mit der Einstellung des Schanzenrekordes von 144,0 Metern schon im ersten Durchgang den Grundstein zum Erfolg gelegt und brachte  dann in der Entscheidung mit 137,0 Metern seinen insgesamt vierten Saisonsieg sicher ins Ziel.  9,3 Punkte hinter Kobayashi belegte der Pole Piotr Zyla Rang zwei, sein Landsmann und Olympiasieger Kamil Stoch komplettierte das Siegerfoto der besten drei. Der Sieger vom Samstag, Karl Geiger, wurde diesmal Vierter. Kobayashi baute mit dem Sieg bei der Generalprobe für die Vierschanzentournee seine Führung im Weltcup weiter aus. Der 22-Jährige führt nach acht Springen mit 556 Punkten 111 Zähler vor Zyla, Stoch ist mit 191 Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter Dritter. Als bester Österreicher liegt Kraft mit 151 Punkten auf dem 13. Platz.

Für die Österreicher war der Bewerb nur 24 Stunden  nach dem dritten Platz von Daniel Huber zum Vergessen. Kraft hatte es als einziger ÖSV-Springer in die Entscheidung geschafft. Philipp Aschenwald, Michael Hayböck, Markus Schiffner, Manuel Fettner und Clemens Aigner sprangen alle klar am Cut der besten 30 vorbei. Huber war diesmal bereits in der Qualifikation gescheitert. Kraft war im ersten Durchgang mit 132,5 Metern und Rang zwölf der beste einer an diesem Tag enttäuschenden österreichischen Mannschaft. Der Salzburger verhinderte im zweiten Sprung einen noch bittereren Ausgang und steigerte sich um 4,5 Meter auf eine Weite von 137,0 Meter. Weil die Konkurrenz aber ebenfalls mithielt, blieb dem Doppelweltmeister von 2017 ein Top-Ten-Platz versagt.

Konstanz auf höchstem Niveau findet sich hingegen beim Spitzenquartett des Weltcups. Der 22-jährige Ryoyu Kobayashi stand in sieben Konkurrenzen sechsmal auf dem Podest und war im ersten Springen Siebenter, die „schlechteste“ Platzierung Zylas – zuletzt viermal in Folge auf dem Podest – ist ein sechster Rang. Tournee-Titelverteidiger Stoch war immer unter den besten neun, Samstag-Sieger Geiger immer in den Top Ten.

Endstand:
1Ryoyu KobayashiJPN 114,0/137,0 294,4 
2Piotr ZylaPOL137,5/135,0285,1
3Kamil StochPOL138,0/131,0279,5
4Karl GeigerGER137,0/135,0278,6
5Dawid KubackiPOL138,5/133,5278,5
6Markus EisenbichlerGER135,0/137,0276,9
7Robert JohanssonNOR137,0/134,0276,8
8Jewgenij KlimowRUS136,0/136,0275,7
9Roman KoudelkaCZE135,0/135,5272,8
10Antti AaltoFIN135,0/137,0270,5
11Stephan LeyheGER134,0/135,0268,5
12Stefan KraftAUT132,5/137,0268,1
  
Out im ersten Durchgang u.a.:
37Philipp Aschenwald121,5
41Michael Haybäck119,0
43Markus Schaffner120,5
48Manuel Fettner117,5
51Clemens Aigner117,0
Nicht qualifiziert: Daniel Huber


Alleine auf weiter Flur - Stefan Kraft  ©: GEPA pictures

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