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ÖSV-Staffel knapp am Podest vorbei

Biathlon, Hochfilzen

ÖSV-Staffel knapp am Podest vorbei

Sieben Nachlader waren zu viel

Schweden siegt vor Norwegen

Bild: GEPA pictures

Überraschendes Finale der Hochfilzener Biathlon-Weltcupwoche. Die schwedische Herren-Staffel mit Peppe Femling, Martin Ponsiluoma, Torstein Stenersen und Sebastian Samuelsson triumphierte in der abschließenden Staffel mit 4,7 Sekunden Vorsprung auf Norwegen und 24,6 Sekunden vor Deutschland. Österreichs Quarttet landete mit 41,7 Sekunden Rückstand und dem Aufgebot Tobias Eberhard (2 Nachlader), Simon Eder (1), Dominik Landertinger (3) sowie Felix Leitner (1) an der vierten Stelle. 
Es war eine spannende Entscheidung, in der Schwedens Schlussläufer Sebastian Samuelsson sich mit knappem Vorsprung auf Norwegens Vetle Sjastad Christiansen durchsetzen konnte.   
Bei den Österreichern war Julian Eberhard wegen Halsschmerzen ausgefallen und von Felix Leitner ersetzt worden.

Rennverlauf

Österreichs Startläufer Tobias Eberhard hatte ein solides Rennen abgeliefert und nach zweimal Nachladen im Stehendanschlag als Zehnter (+37,8 sec.) an Simon Eder übergeben. Der Routinier musste beim Stehendschießen nur einmal nachladen und brachte Österreich auf Rang vier (+10,5 sec.). Dominik Landertinger zeigte zunächst eine fehlerlose Liegendserie. Mit drei Nachladern im Stehendanschlag strapazierte der Lokalmatador allerdings die Nerven der knapp 11.000 Zuschauer und übergab als Fünfter an Schlussläufer Felix Leitner. Der Youngster, der kurzfristig für den erkrankten Julian Eberhard ins Team rückte, machte seine Sache außerordentlich gut. Einem Nachlader im Liegendschießen folgte eine fehlerlose Finalserie. Am Ende überquerte der 21-jährige Tiroler als Vierter die Ziellinie. 

Stimmen

Simon Eder: „Ich hatte kalte Hände und beim Nachladen ist mir die Patrone aus dem Finger gerutscht. Das kann passieren, hat aber natürlich Zeit gekostet. Insgesamt war es aber eine ordentliche Leistung. Schade, dass es am Ende nicht für das Podest gereicht hat. Aber Gratulation an Felix, er hat ein super Rennen gemacht."   

Dominik Landertinger: „Es waren wohl zwei Fehler zu viel, aber es war schwierig zu schießen. Ich war läuferisch einfach am Limit, da ich das hohe Tempo mitgegangen bin. Aber was soll ich machen. Ich konnte ja nicht abreißen lassen."       

Felix Leitner: „Ich bin schnell ins Rennen gegangen und habe auch gut geschossen. In der letzten Runde hatte ich Angst, dass der Russe wieder kommt, aber alles ist gutgegangen. Der Druck war aber schon enorm. Die drei vor mir haben ein super Rennen gemacht, dann habe ich gewusst, es liegt an mir. Ich dachte, jetzt musst du zeigen, was du kannst. Das ist Gott sei Dank gelungen."  

Herren-Staffel (4 x 7,5 km):
 1Schweden (Femling, Ponsiluoma, Stenersen, Samuelsson)1:16:10,6  0/5
2Norwegen (Birkeland, L'Abee-Lund, T. Bö, Christiansen) + 3,60/7
3Deutschland (Schempp, Kühn, Peiffer, Doll)+28,81/6
4Österreich (T. Eberhart, Eder, Landeringer, Leitner) + 41,70/7
5Russland+52,70/10
6Italien+1:13,30/7
7Tschechien+1:22,60/7
8Schweiz+1:33,11/9
9Frankreich+1:47,52/12
10Bulgarien+1:57,90/7

Italiens Damenstaffel siegte

Den Staffel-Abschlusstag in Hochfilzen hatten die Damen ,,eröffnet“ und zwar mit einem Erfolg für das italienische Quartett. Staffel. Angeführt von Dorothea Wierer siegten Italiens Damen vor Schweden und Frankreich. Österreichs Team mit Geburtstagskind Lisa Hauser, Julia Schwaiger, Katharina Innerhofer und Dunja Zdouc kam mit 2:19,7 Minuten Rückstand auf Platz zehn. Vor allem Schwaiger war stark und hatte die ÖSV-Staffel zwischenzeitlich bis auf Platz drei geführt. „Das war echt perfekt für mich, jetzt kann ich mein Hoppala von der WM vergessen“, freute sich Schwaiger. Bei der Heim-WM 2017 hatte sie mit einem Nachladefehler die Disqualifikation ihres Teams verschuldet.

Die Italienerinnen um Sprint-Siegerin Dorothea Wierer wiederum feierten ihren ersten Sieg seit drei Jahren, auch damals hatten sie in Hochfilzen gewonnen. Vorjahressieger und Weltmeister Deutschland kam nicht über Rang sieben hinaus.

Damen-Staffel (4 x 6 km):
 1Italien (Vittozzi, Runggaldier, Wierer, Sanfilippo)1:10,58,7  0/3
2Schweden (Persson, Brorsson, Nilsson, Öberg)+ 8,40/8
3Frankreich (Chevalier, Simon, Aymonier, Besond)+11,80/9
4Russland+ 47,20/6
5Weißrussland+ 1:13,40/4
6Norwegen+ 1:24,42/11
7Deutschland+ 2:05,02/9
8Ukraine+ 2:11,90/9
9Tschechien+ 2:14,60/6
10Österreich (Hauser, Schwaiger, Innerhofer, Zdouc)+ 2:19,71/8

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