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  ÖSV-Staffel hat Ziel klar verfehlt

Biathlon, Weltcup, Canmore

ÖSV-Staffel hat Ziel klar verfehlt

Nur Rang fünf mit 3 Strafrunden

Norwegen vor Frankreich und Russland

Bild: gepa

So hatten sich Österreichs Biathleten das Staffelrennen in Canmore nicht vorgestellt. Statt einem Podestplatz gab es Österreichs Quartett (Felix Leitner, Simon Eder, Dominik Landertinger und Julian Eberhard) im Westen Kanadas nur Platz fünf. Fazit des Trainers? Ziel klar verfehlt. Nach drei Strafrunden und 11 Nachladern betrug der Rückstand des ÖSV-Teams auf die siegreichen Norweger 3:22,2 Minuten. Auf das Podest schafften es zudem die Mannschaften aus Frankreich (+1:10,4) und Russland (1:48,4).    

Startläufer Felix Leitner (Bild, mitte) hatte nur eine Zusatzpatrone benötigt und als Achter (+43,7 sec.) an Simon Eder übergeben.  Nach einer fehlerfreien Liegendserie hatte der Sechste des Einzelbewerbs mit zwei Nachladern beim Stehendanschlag hart zu kämpfen. Der Salzburger machte drei Plätze gut, verlor aber eine weitere Minute (+1:46,3.) auf das Spitzenduo aus Norwegen und Frankreich. Ähnlich erging es Dominik Landertinger, der als Fünfter ins Rennen ging. Nach einem makellosen Liegendschießen musste der Tiroler stehend zweimal nachladen, konnte dennoch einen weiteren Platz gutmachen und übergab als Vierter (+1:38,4 sec.) an Julian Eberhard. Österreichs Schlussläufer erwischte am Schießstand (drei Strafrunden) einen rabenschwarzen Tag, rettete mit einer starken Schlussrunde aber noch Rang fünf. 

Dennoch war Cheftrainer Ricco Groß leicht verärgert. „Unser Ziel war ein Podestplatz. Da waren wir ganz weit weg. Keiner der Athleten hat auch nur annähernd das gezeigt, was in ihm steckt. Es gab unnötige Fehler, vielleicht auch zu viel taktisches Geplänkel beim Laufen. Im Endeffekt haben wir uns auch noch ein paar Strafrunden eingehandelt. Jetzt müssen wir mit der Situation leben, dass wir nur Fünfter geworden sind."  

Simon Eder: „Bis zum Stehendschießen war es gut. Dann habe ich leider viel Zeit verloren, weil ich aufgrund des Windes warten musste. Mit zwei Fehlern anzufangen war brutal, dafür habe ich die anschließende Nervenprobe bestanden. Das Rennen war, was die Temperaturen angeht, schon am Limit, zudem war der Wind leider ein Spielverderber."

Ergebnisse, Staffel, Canmore

1Norwegen1:16:36,6 
2Frankreich+1:10,4
3Russland+1:48,4
4Deutschland+2:48,6
5Österreich+3:22,2

Damen jubeln über Platz 6

Ein hervorragendes Ergebnis brachten Österreichs Damen ins Ziel. Das ÖSV-Quartett Christina Rieder, Julia Schwaiger, Simone Kupfner und Lisa Hauser landete in Canmore auf Rang sechs und holte damit das beste Staffel-Ergebnis in der Rot-Weiß-Roten Biathlongeschichte. Der Sieg ging an die Mannschaft aus Deutschland, die sich vor den Teams aus Norwegen und Frankreich durchsetzen konnte.

Schlussläuferin Lisa Hauser: „Der Wind hat das Ganze bei diesen Temperatur-Verhältnissen eigentlich unausstehlich gemacht. Liegend bin ich gut durchgekommen und stehend war es dann bei mir relativ windstill. Schade, dass der eine Fehler passiert ist. Aber am Ende war es ein sechster Platz, das beste Ergebnis bisher, das ist natürlich cool."

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