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ÖSV-Serie endet in St. Moritz

Alpiner Weltcup

ÖSV-Serie endet in St. Moritz

Kein Podestplatz im Super-G

Triumph für Mikaela Shiffrin

Bild: GEPA

Einfach unglaublich, diese Mikaela Shiffrin.  Während die Sieges- bzw. Podestplatz-Serie für Österreichs Ski-Damen in St. Moritz abrupt endete, trumpfte das US-Girl groß auf.

Zum Auftakt der Rennen im Schweizer WM-Ort St. Moritz gewann sie ihr 47. Weltcup-Rennen, das zweite im Super-G und das bereits vierte in dieser Saison. Sechs Tage nach ihrem geschichtsträchtigen Premierensieg in Lake Louise setzte sich Shiffrin diesmal in 1:11,30 Minuten vor Lara Gut-Behrami (SUI/+0,28) und Tina Weirather (LIE/+0,42) durch. Für die ÖSV-Mädels gab es diesmal nichts zu holen. Als Beste klassierte sich Nicole Schmidhofer auf Platz neun.  „Ich habe mein gutes Gefühl von Lake Louise mitgenommen. Dabei dachte ich gar nicht an den Sieg, ich wollte nur eine gute Linie fahren. Das ist gelungen. Die schwierigen Sektoren bin ich kontrolliert gefahren, die dazwischen aggressiver. Das war die richtige Mischung“, meinte eine entspannte Siegerin im Interview. Die dreifache Slalom-Weltmeisterin und Riesentorlauf-Olympiasiegerin Shiffrin hatte in Kanada erstmals einen Weltcup-Super-G gewonnen und war damit zur siebenten Fahrerin mit Erfolgen  in allen fünf alpinen Kerndisziplinen aufgestiegen. Mit ihrem 47. Weltcup-Sieg hat Shiffrin nun auch die Österreicherin Renate Götschl (46) übertroffen.

Die ÖSV-Damen hatten in der Vergangenheit beim Super-G in St. Moritz schon einige Erfolgsgeschichten geschrieben, zwei waren in der Schweiz auf dieser Strecke und in dieser Disziplin Weltmeisterinnen geworden – 2003 gewann Michaela Dorfmeister und 2017 Nicole Schmidhofer. Schnee von gestern sozusagen. Nur wenige Tage nach den tollen Leistungen in Übersee ist die Serie ,,gerissen“. „Es wäre mehr auf Zug gegangen, aber die Strecke war oben nicht mehr so schnell. Als Ausrede will ich das aber nicht hernehmen“, sagte Schmidhofer, die sich als Neunte einen Rang vor Stephanie Venier (10./+1,76) klassierte. Diese wiederum monierte:  „Ich hatte nach dem Start einen Fehler, dann musste ich riskieren, war aber immer zu spät dran. Da war ich mit dem Kopf nicht mehr richtig dabei. Da half nichts mehr“, meinte die 24-jährige Tirolerin. Bei ihren Teamkolleginnen funktionierte an diesem Samstag noch weniger. Sowohl Anna Veith wie auch Ramona Siebenhofer kamen nach Fahrfehlern nicht ins Ziel.

Ergebnisse

1. Mikaela Shiffrin  (USA)1:11,30
2. Lara Gut-Behrami (CH)
+ 0,28
3. Tina Weirather (LIE)
+ 0,42
4. Ragnhild Mowinckel (N)
+ 0,67
5. Michelle Gisin (CH)
+ 0,76
6. Marie-Michele Gagnon (F)
+ 1,52
7. Joana Hählen (CH)
+ 1,55
8. Viktoria Rebensburg (D)
+ 1,58
9. Nicole Schmidhofer (Ö)
+ 1,74
10. Stephanie Venier (Ö)
+ 1,76

Weltcupstand

1. Mikaela Shiffrin (USA)589
2. Michelle Gisin (CH)
296
3. Ragnhild Mowinckel (N)
264
4. Nicole Schmidhofer (Ö)
253
5. Federica Brignone (I)
223
6. Petra Vlhová (SKL)
196
7. Wendy Holdener (CH)
185
8. Viktoria Rebensburg (D)
170
9. Lara Gut-Behrami (CH)
160
10. Tessa Worley (F)
145

Stephanie Venier - zweitbeste Österreicherin in St. Moritz.
Bild: GEPA

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