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  Saisonstart mit Heimvorteil

Rodeln, Weltcup, Igls

Saisonstart mit Heimvorteil

ÖRV  mit einem starken Team

Birgit Platzer beendete Karriere

Bild: gepa

Bei einem Blick aus dem Fenster dürften nun wohl auch die letzten Zweifel ausgeräumt sein – den diversen Weltcup-Openings steht nichts mehr im Weg. Und nach den Alpinen Sportlern in Sölden sind nunmehr am Wochenende des 23./24. November die Kunstbahnrodler an der Reihe. Denn gleichsam traditionsgemäß wird der Rodel-Weltcup auch 2019 im ebenso historischen wie modernen Olympia-Eiskanal von Igls eröffnet. Wie immer ein erstes Kräftemessen nach der langen „Sommerpause“ und nicht zuletzt schon deshalb an Spannung kaum zu überbieten. Neue Teams wurden da und dort nominiert, im Lager der Rodel-Großmacht Deutschland genauso wie beim ersten Herausforderer, dem Team des österreichischen Rodelverbandes.

Beim ÖRV wird sich nach dem Rücktritt von Birgit Platzer, die im Sommer ihre Karriere beendet hat, das Interesse der Fans auf das hoffnungsvolle, zum Teil schon Weltcup-erprobte Trio mit Madeleine Egle (21), Hannah Prock (19) und Lisa Schulte (19) konzentrieren. Wobei Schulte, die 2020 maturiert, den bestimmt nicht einfachen Spagat zwischen Spitzensport und Schule meistern wird müssen. Bei den Herren kommt es innerhalb der Nationalmannschaft zu einem Wechsel und Neuanfang. Die Einsitzer Armin Frauscher und Yannick Müller versuchten sich jedenfalls beim Training in Lillehammer erstmals auf einem Doppelsitzer. Im Idealfall soll das neu formierte Duo im Soge der Olympia-Vierten und WM-Dritten Thomas Steu und Lorenz Koller aufgebaut und sukzessive an die Weltspitze herangeführt werden. Dennoch  ist man im Herren-Einsitzer dank Olympia-Sieger David Gleirscher, Vize-Weltmeister Reinhard Egger, dem amtierenden Sprint-Weltmeister Jonas Müller sowie dem Doppel-Weltmeister von 2017, Wolfgang Kindl, (siehe Bild, v. l.) und Nico Gleirscher personell bestens aufgestellt.

Spannend ist die Situation bei den Deutschen Damen - keine Natalie Geisenberger, keine Tatjana Hüfner: Der deutsche Schlittenverband BSD muss nach Jahren der Dominanz ein unerfahrenes Damenteam in die neue Weltcup-Saison der Rennrodler schicken. Also führt Vize-Weltmeisterin Julia Taubitz den Kader von Bundestrainer Norbert Loch an. Bei den Männern sind Weltmeister Felix Loch und der Olympia-Dritte Johannes Ludwig die Hoffnungsträger.

Zum bevorstehenden Saisonstart meine ÖRV Cheftrainer & Sportdirektor Rene Friedl: „Die Latte haben wir uns dank der Erfolge in den vergangenen Jahren selber sehr hoch gelegt, wollen auch in der kommenden Saison Akzente setzen. Die Qualität in der Mannschaft passt, jetzt heißt es Gas geben. Dazu wurde viel Energie in die Materialentwicklung gesteckt und wir sind zuversichtlich, dass sich unsere Investitionen lohnen werden. Gleichzeitig braucht es sicherlich auch Geduld, speziell von unserem neu formierten Duo Frauscher/Müller darf man keine Wunderdinge erwarten. Es ist super, dass sich die beiden der Herausforderung stellen, wir werden sie bestmöglich unterstützen und gehen dieses Projekt mit großer Zuversicht an.“   

Das Programm,
Samstag 23. Nov. 2019:
- ab 10.20 Uhr Rennläufe Damen
- ab 13.10 Uhr Rennläufe Doppelsitzer

Sonntag 24.Nov. 2019:

- ab 10.00 Uhr Rennläufe Herren
- ab 13.45 Uhr Team-Staffel

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