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Jubel um  Silber-Bernie

Nordische Ski-WM, Seefeld

Jubel um  Silber-Bernie

Nur Riiber war noch stärker

Bereits die sechste ÖSV-Medaille

Bild: gepa

Österreichs Skisport jubelt über seine Kombinierer. Vor fast 13.000 Zuschauern kombinierte sich der erst im letzten Augenblick auf den WM-Zug aufgesprungene  Bernhard Gruber im Einzelbewerb (ein Sprung, 10 km) zu Silber, er gewann damit sein zweites Edelmetall bei der 52. Nordischen Ski-Weltmeisterschaft und die insgesamt sechste für das ÖSV-Team. Gold hatte sich der bereits nach dem Springen Führendende norwegische Weltcup-Gesamtsieger Jarl Magnus Riiber gesichert, Bronze holte der Japaner Akito Watabe. Riieber beendete damit eine unendlich lange Durststrecke der Norweger, die erstmals seit 2001 den Einzel-WM-Titel eroberten, wärhend sich Gruber zum ältesten WM-Medaillengewinner der Nordischen Kombinierer kürte. 
 

Und der Jubel an diesem Tag natürlich dem Bernhard Gruber; er war als Achter nach dem Springen in die Loipe gegangen und fixierte letztlich in einer spannenden Finalphase seine bereits achte WM-Medaille. Erst im Zielsprint hatte sich der 36-jährige Salzburger dem 15 Jahre jüngeren Riiber um 1,4 Sekunden geschlagen geben müssen. Der Rückstand von Watabe, der lange Zeit Führungsarbeit geleistet hatte,  betrug 4,6 Sekunden. Aber auch die übrigen ÖSV-Starter überzeugten - Franz-Josef Rehrl landete nach zweimal Bronze diesmal auf dem vierten Rang (+29,8 Sekunden), Mario Seidl beendete den Wettkampf als siebter, Martin Fritz wurde 15. „Das ist so schön! In mir kommen die Emotionen hoch“, freute sich Gruber im Ziel. ,,Wenn man als Sportler immer so hart für einen Erfolg kämpft, ist das umso schöner, wenn es dann auch gelingt.“

Hochspannung in der Damenstaffel

Das Prachtwetter und die prestigeträchtige Damenstaffel über 4x5 Kilometer hatte zuvor schon für einen neuen WM-Zuschauerrekord gesorgt. 14.900 Fans erlebten  auf den voll besetzten Tribünen und entlang der Loipen eine faszinierende Konkurrenz mit einem Sensationssieg der Schwedinnen vor Favorit Norwegen und dem russischen Damen-Quartett. Die Schweden-Mädels  mit den Jungstars Ebba Andersson und Frida Karlsson bejubelten vor den Augen des norwegischen Königspaares einen der seltenen Erfolg über ihre Nachbarn. Zuletzt hatten viermal hintereinander die Norwegerinnen WM-Gold gewonnen. „Ich bin so stolz, wir waren nicht die Favoriten, es ist unglaublich“, sagte Nilsson. Sie habe sich auf ihre Spurtfähigkeiten verlassen. „Ich wusste, dass die letzten 100 Meter eine Stärke von mir sind.“ Eine Vorentscheidung war in der dritten Runde gefallen, als Charlotte Kalla der Norwegerin Astrid Uhrenholdt Jacobsen auf und davon gelaufen war und ihrer Schlussläuferin Stina Nilsson 18,8 Sekunden Vorsprung mitgegeben hatte. Nilsson, die bereits im Sprint Silber hinter Johaug geholt hatte, verteidigte dieses ständig kleiner werdende Guthaben mit letzter Kraft, durfte im Ziel mit 3,1 Sekunden vor Johaug über Gold jubeln. Johaug verpasste damit ihren dritten Titel in Seefeld, zollte ihrer Gegnerin aber Beifall. „Es war ein hartes Rennen, und  ich wusste, dass sie im Finale schnell ist. Sie ist wirklich stark.“Stark waren an diesem Tag aber auch die Fans – insgesamt durften sich die Veranstalter über fast 28.000 Besucher freuen, die für eine großartige Kulisse sorgten.  

Ergebnis, 4x5 km Staffel, Damen

1Schweden55:21,0
2Norwegen
+3,1
3Russland+2:03,8
4Deutschland+2:46,3
5USA+3:06,0
6Finnland+3:47,7

Nordische Kombination, Normalschanze

1Jarl Magnus Riiber (N)
25:01,3
2Bernhard Gruber (Ö)
+1,4
3Akito Watabe (JAP)
+4,6
4Franz-Josef Rehrl (Ö)
+29,8
5Ilkka Herola (FIN)
+36,4
6Espen Björnstat (N)
+41,4
7
Mario Seidl (Ö)
+44,3
15Marin Fritz (Ö)
+1:21,5

Medaillenspiegel

1Norwegen9
4
5
2Deutschland520
3Schweden220
4Russland033
Österreich033
6Italien011
7Slowenien010
8Japan002
9Finnland001
Schweiz001

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