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  Norweger-Staffel vor Deutschland

Biathlon-WM, Östersund

Norweger-Staffel vor Deutschland

Martin Fourcade verschoss Silber

Österreicher enttäuschten mit Rang 8

Bild: gepa

Lars Helge Birkeland, Vetle Sjaastad Christiansen, Tarjei Bö und Johannes Bö gewannen bei der Biathlon-WM in Östersund Gold in der Herren-Staffel. Die Norweger hatten nach 4 x 7,5 Kilometer 38 Sekunden Vorsprung auf Deutschland in der Besetzung Erik Lesser, Roman Rees, Arnd Peiffer und Benedikt Doll. Dritter wurde Russland (+1:04 Minuten). Die Entscheidung um Silber war beim letzten Schießen gefallen. Benedikt Doll und der Franzose Martin Fourcade kamen gemeinsam zum Stehendanschlag. Vorn war Bö trotz dreier Nachlader längst weg, von hinten schien keine Gefahr. Beide schossen Fehler, doch während Doll es bei einem Nachlader beließ, zeigte Fourcade Nerven, musste zweimal in die Strafrunde und fiel noch weit zurück. Ebenso wie die Damen vermochten auch Österreichs Herren den – durchaus berechtigen – hohen Erwartungen nicht gerecht zu werden. Ausgerechnet die Routiniers wie Simon Eder, Dominik Landertinger und Julian Eberhard hatten, fast im Gleichschritt, nicht ihren besten Tag erwischt und mussten ihre Medaillenhoffnungen mit bescheidenen Leistungen am Schießstand begraben. Dabei hatte sich für Eberhard just vor dem letzten Schießen sensationell noch eine Chance auf Bronze ,,aufgetan“ weil Martin Fourcade das für Frankreich sicher geglaubte Silber noch verschoss. Doch drei Nachlader und eine Strafrunde waren bei Eberhard zu viele Fehler, am Ende reichte es gerade noch für den enttäuschen achten Platz.  Und das, obwohl Felix Leitner, Österreichs Startläufer, für eine hervorragende Ausgangsposition gesorgt hatte, der junge Tiroler hatte nur einmal ,,nachladen“ müssen und war damit in Kontakt mit der Spitzengruppe geblieben.

ÖSV-Damen verpassen Top-Ten

Bei den Damen gewann Norwegen das prestigeträchtige Staffelrennen. Das Team in der Besetzung Synnoeve Solemdal, Tiril Eckhoff, Ingrid Landmark Tandrevold und Marte Olsbu Roeiseland  setzte sich trotz acht Nachladern und einer Strafrunde vor Schweden (+24,3 sec./6 Nachlader) durch. Die Gastgeberinnen hatten beim letzten Schießen schon als Siegerinnen ausgesehen, ehe Schlussläuferin Hanna Öberg die letzte Scheibe erst im dritten Versuch traf. Bronze ging an die Mannschaft aus der Ukraine. Österreichs Mädels verpassten den anvisierten Top-Ten-Platz deutlich. Das Quartett Lisa Hauser, Julia Schwaiger, Christina Rieder und Katharina Innerhofer kam mit einer Strafrunde und zwölf Nachladern sowie einen Rückstand von 4:17,1 Minuten nicht über Rang 16 hinaus.      

Startläuferin Lisa Hauser hatte das Rennen mit einem fehlerlosen Liegendschießen eröffnet, im Stehendanschlag aber zwei Nachlader benötigt, was Österreich beim ersten Wechsel Rang zehn einbrachte. „37 Sekunden Rückstand sind zwar noch in Ordnung, aber eigentlich wollte ich es besser machen", erklärte Hauser nach dem Rennen, dass im Grunde genommen bereits nach der zweiten Läuferin, Julia Schwaiger, die im Stehendschießen eine Strafrunde ausfasste und weitere zwei Minuten auf die Spitze verlor. „Das ist natürlich bitter und schon wieder die nächste Watsch'n. Aber das ist der Sport, da muss man wahrscheinlich durch. Ich musste in der zweiten Runde viel alleine laufen, wenn du nicht in Form bist, macht es das doppelt schwer", so die enttäuschte Julia.

Ergebnisse, Staffel

Damen
1Norwegen1:12:00,1 
2Schweden+24,3 
3Ukraine+35,1 
4Deutschland+35,6 
5Russland+43,6 
6Slowakei+53,1 
16Österreich+4:17,1 
Herren
1Norwegen1:12:03,7 
2Deutschland+38,1 
3Russland+1:04,1 
4Tschechien+1:20,7 
5Slowenien+1:22,4 
6Frankreich+1:37,2 
8Österreich+2:00,1
Medaillenspiegel
1Norwegen 53
2Deutschland222
3Schweden111
4Urkaine101
5Slowakei100

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