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Bittere Niederlage für Thiem

Bittere Niederlage für Thiem

Klizan siegt im 3. Satz

Enttäuschung in Kitz

Bild: GEPA Pictures

Martin Klizan hat Dominic Thiem die Heimparty beim ATP-Turnier in Kitzbühel bereits bei dessen ersten Auftritt verdorben. Der Slowake setzte sich im Achtelfinale gegen den topgesetzten Österreicher in drei Sätzen durch und unterstrich damit seinen Rang als einer von Thiems „Angstgegnern“. Der Niederösterreicher kämpfte sich auf dem ausverkauften Center Court nach einem Fehlstart zwar zurück, ließ im entscheidenden dritten Satz aber viele Chancen leichtfertig aus.

Der Niederösterreicher hatte sich seinen ersten Auftritt in der Gamsstadt nach dem Freilos zum Auftakt komplett anders vorgestellt. Vor allem im ersten Durchgang war vom gewohnten Powertennis des French-Open-Finalisten wenig zu sehen. Klizan, der schon die beiden bisherigen Duelle für sich entschieden hatte, spielte indes befreit auf und ließ Thiem zunächst keine Chance. Mit Fortdauer des Spiels kam der ÖTV-Star zwar besser ins Spiel, am Ende machte sich Thiem aber noch selbst einen Strich durch die Rechnung.

Vor den Augen einiger West-Ham-Stars wie etwa Marko Arnautovic, der mit dem Premier-League-Club gerade auf Trainingslager in Kitzbühel weilt, leistete sich Thiem zunächst ungewohnt viele Fehler. Während Klizan, der mit Gerald Melzer in der zweiten Runde der Qualifikation und Sebastian Ofner in der ersten Runde des Hauptbewerbs in Kitzbühel schon zwei Österreicher ausgeschaltet hatte, kaum Schwächen zeigte, fehlte es beim Weltranglistenachten vor allem an der Präzision und der Länge seiner Grundlinienschläge, auch wenn er den zweiten Satz mit 6:1 für sich entschied.
Im Entscheidungssatz konnte sich zunächst keiner der Spieler absetzen. Klizan wackelte zwar bei 2:2 und 5:5, Thiem konnte aber keinen einzigen der insgesamt vier Breakbälle nutzen. Thiem musste nun sein Aufschlagspiel durchbringen, um das Tiebreak zu erzwingen.
Und plötzlich flatterten beim 24-Jährigen die Nerven. Ein verpatzter Volley und ein unerzwungener Fehler ermöglichten Klizan zwei Matchbälle. Thiem wehrte zwar beide jeweils ab, ein weiterer Fehler bedeutete aber Matchball Nummer drei. Und diesmal strich ein verhältnismäßig leichter Volley über die Netzkante und landete im Seitenaus. Nach 1:59 Stunden stand Klizan als Sieger fest und zog ins Viertelfinale ein.

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