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Das Sport-Wochenende im Visier

Das Sport-Wochenende im Visier

14.02. bis 16.02.2020

Bild: Chris Walch

Naturbahn-Showdown in Umhausen

Der FIL Weltcup im Rennrodeln auf Naturbahn biegt in die Zielgerade ein. Am Freitag und Samstag steigt im Tiroler Ötztal, in Umhausen, das große Weltcup-Finale. Die Ausgangsposition verspricht einen unglaublich spanenden Bewerb – denn bei diesem Showdown auf der „Grantau“-Bahn kämpfen gleich vier Athleten um den Sieg in der Gesamtwertung.

Nach sechs Rennen sind die Top 4 bei den Herren lediglich durch 50 Punkte getrennt. Spitzenreiter, Titelverteidiger und Lokalmatador Thomas Kammerlander hat 500 Punkte auf seinem Konto (zwei Saisonsiege), dahinter folgt mit 480 Punkten Patrick Pigneter (Italien), der in diesem Winter noch keinen Sieg feiern konnte, aber bei allen Rennen am Podium stand. Mit 470 Punkten liegt der Steirer Michael Scheikl auf Platz drei (zwei Saisonsiege). Der Südtiroler Alex Gruber (ITA) hat ebenfalls zwei Saisonsiege vorzuweisen, mit 450 Punkten besitzt der Weltmeister jedoch wohl nur noch rechnerisch eine Chance auf seine erste Kristallkugel.

„In diesem Finale gibt es kein taktieren, Angriff ist die beste Verteidigung“, betont Thomas Kammerlander, dem im Vorfeld der Saison der Gesamtweltcup nicht so wichtig war, „aber das hat sich nun schlagartig geändert, jetzt will ich die vierte Kugel“. Im Vorjahr feierte Patrick Pigneter beim Finale in Umhausen seinen einzigen Saisonsieg, er ist mit 20 Punkten Rückstand der erste Jäger von Titelverteidiger Kammerlander. Fest steht, wenn Kammerlander mindestens Zweiter wird, dann holt er neuerlich die Kugel, egal wer gewinnt. Pigneter und Scheikl hingegen müssen für den Gesamtsieg das Finale gewinnen und brauchen zudem die Unterstützung von Gruber als „Joker“ auf Platz zwei. Gewinnt Gruber, dann reicht Kammerlander auch ein dritter Platz zum Gewinn der Kristallkugel.

Bei den Damen hatte sich Titelverteidigerin Evelin Lanthaler (Italien) bereits im vorletzten Rennen in Laas das dritte Jahr in Folge den Sieg im Gesamtweltcup gesichert, dahinter aber kämpfen Greta Pinggera (470 Punkte) und die Wahltirolerin Tina Unterberger (465 Punkte) um Platz zwei.

Das Weltcup-Finale in Umhausen wird im Livestream auf der Homepage der FIL (www.fil-luge.org) übertragen.

Programm & Zeitplan

Naturbahnrodel Weltcup Umhausen

Donnerstag, 13. Februar

16.00 Uhr: 1. Trainingsläufe für Doppelsitzer, Damen und Herren

Freitag, 14. Februar

14.00 Uhr: Trainingsläufe Damen und Herren
16.20 Uhr: 1. Wertungslauf Damen
17.30 Uhr: 1. Wertungslauf Herren
18.45 Uhr: 1. Wertungslauf Doppel

Samstag, 15. Februar

15.00 Uhr: Finallauf Doppel
16.00 Uhr: Finallauf Damen
16.45 Uhr: Finallauf Herren
18.15 Uhr: Teambewerb
19.00 Uhr: Siegerehrung Damen, Herren, Doppel und Team
20.30 Uhr: Siegerehrung Gesamtweltcup Damen, Herren, Doppel, Team und Nationen
anschließend After-Race-Party im Festzelt mit DJ Mista T

Biathlon-WM – der Medaillentraum lebt!

,,Das Wichtigste vorneweg, alle sind gesund und fit und das Ziel ist klar - wir wollen mit einer Medaille aus Antholz nach Hause fahren!“ So deutlich formulierte ÖSV-Biathlon-Cheftrainer Ricco Groß seine Vorstellungen für die Weltmeisterschaften im Südtiroler Antholz. Die Titelkämpfe starten bereits am Donnerstag, 13. Februar mit dem Mixed-Staffel-Bewerb. Bis 23. Februar stehen in Südtirol insgesamt 12 Medaillenentscheidungen auf dem Programm. Nach zuletzt ansteigenden Leistungen und einer optimalen Vorbereitung reiste Österreichs Team jedenfalls voller Zuversicht zum Saisonhöhepunkt ins Antholzer Tal.

Nach 1975, 1976, 1983, 1995 und 2007 ist Antholz zum sechsten Mal Gastgeber einer Biathlon-WM. Die Österreicher sind bereits frühzeitig angereist, um sich so an die etwas spezielle Höhelange zu gewöhnen. Denn mit rund 1600 Metern über dem Meeresspiegel ist die 'Südtirol Arena' das höchstgelegene Biathlon-Stadion, und das bedeutet für Athletinnen und Athleten doch eine zusätzliche körperliche Belastung.

Aber Groß ist dennoch zuversichtlich. „Vor allem in den verschiedenen Staffel-Formaten haben wir bereits im Weltcup angedeutet, dass einiges möglich ist. In den Individual-Rennen gilt natürlich Julian Eberhard aufgrund seines Leistungsvermögens in der Loipe als ein Medaillenkandidat, aber jedes Rennen bietet eine Chance. Die WM-Vorbereitung ist insgesamt gut verlaufen, wir sind bereit!“ Das sagen auch die Athleten. ,, Bei einer WM geht es einzig und allein um Medaillen, deshalb heißt es Alles oder Nichts. Aber für eine Medaille braucht es auf alle Fälle eine außergewöhnliche Vorstellung. Mein vorrangiges Ziel ist die bestmögliche Leistung abzurufen, dann wird man sehen was dabei herauskommt“, meinte Julian Eberhard. Und der Tiroler Felix Leitner ergänzte: ,,Ich freue mich riesig auf die Weltmeisterschaft, will es genießen und die Atmosphäre aufsaugen. Mein Ziel ist im abschließenden Massenstart dabei zu sein, denn das würde bedeuten, dass ich eine gute WM absolviert habe. Das Schönste wäre aber eine Medaille mit der Staffel."

Programm & Zeitplan

Biathlon-WM Antholz

Donnerstag, 13. Februar

14.45 Uhr: Mixed-Staffel

Freitag, 14. Februar

14.45 Uhr: Sprint Damen

Samstag, 15. Februar

14.45 Uhr: Sprint Herren

Sonntag, 16. Februar

13.00 Uhr: Verfolgung Damen
15.15 Uhr: Verfolgung Herren

Dienstag, 18. Februar

14.15 Uhr: Einzel Damen

Mittwoch, 19. Februar

14.15 Uhr: Einzel Herren

Donnerstag, 20. Februar

15.15 Uhr: Single-Mixed-Staffel

Samstag, 22. Februar

11.45 Uhr: Staffel Damen
14.45 Uhr: Staffel Herren

Sonntag, 23. Februar

12.30 Uhr: Massenstart Damen
15.00 Uhr: Massenstart Herren

Kulm für den Skiflug-Weltcup gerüstet!

55 Athleten aus 14 Nationen werden vom 14. bis 16. Februar beim Skiflug-Weltcup am Kulm in der Steiermark auf Weitenjagd gehen. 54 davon werden auch zur Jagd auf den Führenden im Weltcup blasen - auf Stefan Kraft. Der freut sich ganz besonders - ,,Skifliegen am Kulm ist legendär. Super, dass dieses Highlight wieder zurück im Kalender ist. Das wird ganz bestimmt eine geniale Skisprung-Party. Wenn man dann noch vor den eigenen Fans über 240 Meter fliegt, dann ist das einfach nur mega. Es ist das erste Skifliegen des Jahres. Da ist es wichtig, gut reinzukommen, auch im Hinblick auf die Skiflug-WM am Saisonende in Planica."

„Wir sind davon überzeugt, dass das neue Organisationskomitee diese Veranstaltung mit frischem Schwung hervorragend abwickeln wird. Der Kulm steht neben sportlichen Höchstleistungen auch für Begeisterung und Emotionen und wird die Region Bad Mitterndorf/Tauplitz an diesem Wochenende wieder in das internationale Schaufenster stellen. Zudem dürfen wir beim diesjährigen Weltcup ein besonderes Jubiläum feiern. Vor 70 Jahren wurde das erste Mal vom Kulm gesprungen", freuen sich ÖSV-Präsident Prof. Peter Schröcksnadel und ÖSV-Generalsekretär Dr. Klaus Leistner unisono auf die Jubiläumsveranstaltung.

Programm & Zeitplan

Skifliegen Herren Kulm

Freitag, 14. Februar

11.00 Uhr: Offizielles Training
13.00 Uhr: Qualifikation

Samstag, 15. Februar

10.00 Uhr: Probedurchgang
11.00 Uhr: 1. und 2. Durchgang Weltcup I

Sonntag, 16. Februar

9.45 Uhr: Qualifikation
11.00 Uhr: 1. und 2. Durchgang Weltcup II
anschließend: Melissa Naschenweng

Mayers Erinnerungen an den Zwölferkogl

Der Alpine Skiweltcupzirkus der Herren ist zurück in Österreich. Nach den Hahnenkammrennen von Kitzbühel und dem Night-Race in Schladming ist nunmehr Saalbach an der Reihe. Die Bestzeit im einzigen Training, allerdings auf verkürzter Strecke, hatte Ralph Weber erzielt. Der Schweizer war 0,39 Sekunden schneller wieder der Österreicher Christian Walder, dessen Teamkollege Christoph Krenn lag als Dritter 0,43 zurück. Bemerkenswert - die Top Acht der Ergebnisliste waren mit Startnummern von 33 bis 55 unterwegs. Bester der davor gestarteten Läufer war der Franzose Maxence Muzaton als Neunter gewesen.

Ausschlaggebend dafür? Die Verhältnisse auf dem Zwölferkogel waren mit Fortlauf des Trainings immer besser geworden, doch nun hofft die Abfahrtselite auf ein Rennen auf der Originalstrecke.

Mit dabei ist wieder Kitzbühel-Abfahrtssieger Matthias Mayer, der sich nach überstandener Grippe für den Speed-Heimweltcup in Saalbach-Hinterglemm fit gemeldet hat. Speziell die Erinnerungen an Saalbach steigern die Erfolgshoffnungen des Kärntners, der die bis dato letzten Weltcup-Rennen in Saalbach im Februar 2015 gewonnen hatte. Dieses Jahr findet nun am Donnerstag (12.45 Uhr) eine Abfahrt statt, am Freitag (11.00 Uhr) folgt ein Super-G.

Auch Vincent Kriechmayr freut sich auf die Heimrennen. Der 28-Jährige geht, nach Platz zwei bei der Abfahrt in Kitzbühel, mit jeder Menge Selbstvertrauen in die beiden Ersatzrennen für die in China abgesagten Speedrennen. Der Oberösterreicher will an die Leistung vom Hahnenkamm anknüpfen und hofft, dass die Rennen, trotz der schwierigen Wetterbedingungen, von ganz oben gestartet werden.

„Der Charakter der Strecke ist ganz anders wenn von oben gestartet wird. Im ersten Streckenteil sind viele technische Herausforderungen dabei und diese machen die Strecke noch viel interessanter.“

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Am Wochenende im Einsatz sind auch die Damen und zwar in Slowenien. Nachdem die in Maribor geplanten Rennen – RTL am Samstag, Slalom am Sonntag – abgesagt wurden, ,,sprang“ Kranjska Gora für die gerade einmal 140 km entfernten Nachbarn in die Bresche. In Abwesenheit der klar im Weltcp führenden Mikaela Shiffrin, die sich nach dem tragischen Tod ihres Vaters eine Auszeit genommen hatte, sind die Siegerin des letzten Riesentorlaufes in Sestriere, Federica Brignone und auch Petra Vlhova erste Sieganwärterinnen. Etwas gut zu machen haben im Hinblick auf Sestriere vor allem die Österreicherinnen. Als Beste war damals Katharina Liensberger auf Platz 17 gelandet, nur drei (dazu noch Veith und Truppe) hatten die Qualifikation für den zweiten Durchgang geschafft.

Rodler auf der Olympiabahn um WM-Gold

Ausgerechnet Sotschi – denn just auf der Bahn, die den österreichischen Rodlern bei den Olympischen Spielen 2014 nicht gerade gnädig gestimmt war, findet am Wochenende (14. – 16. Februar) die Weltmeisterschaft im Kunstbahnrodeln statt. Zur Erinnerung – die einzige Medaille bei den Spielen hatten damals Linger/Linger im Doppel geholt. Es geht diesmal um zehn Medaillen-Entscheidungen, neben der Titeljagd der Damen, Herren und Doppelsitzer, finden auch die Sprint- und U-23-Bewerbe, sowie eine Team-Staffel statt. ÖRV-Cheftrainer Rene Friedl nennt zwei Medaillen als Ziel.

Der Ausfall von Thomas Steu und Lorenz Koller, die bei der Weltmeisterschaft im Vorjahr im Doppelsitzer zwei Bronzemedaillen gewannen und mit dem Team Silber eroberten, reduziert natürlich die Chancen der ÖRV-Mannschaft, die mit drei Damen, vier Herren und einem Doppelsitzer in die Titelkämpfe startet. Anders formuliert - die Top-Bilanz von Winterberg, wo im Vorjahr fünf WM-Medaillen auf das ,,Habenkonto“ wanderten, ist definitiv außer Reichweite. Doch ganz mit leeren Händen will man freilich nicht nach Hause kommen. Die größten Chancen auf Edelmetall gibt es in der U-23-Wertung und im Herren-Einsitzer.

Olympiasieger David Gleirscher, seit Wochen in ausgezeichneter Form, hat bei den bisherigen Trainings ebenso aufgezeigt wie Jonas Müller, der im Vorjahr sensationell zu WM-Gold im Sprint gerast war. Dazu die Routiniers Reinhard Egger und Wolfgang Kindl, die bereits 2014 im Olympiaaufgebot dabei waren und über mehr Bahnerfahrung verfügen.

Für die WM-Debütanten Yannick Müller und Armin Frauscher, die sich seit dieser Saison den Doppelsitzer teilen und überraschend schnell in die erweiterte Weltspitze vorgedrungen sind, steht weiterhin der Lernfaktor im Vordergrund. Gleiches gilt für die Juniorinnen Hannah Prock und Lisa Schulte. Hoffnungen auf ein Spitzenergebnis darf sich hingegen Madeleine Egle machen, die zuletzt mit Platz fünf bei der Europameisterschaft und Top-10 Plätzen im Weltcup aufhorchen ließ.

Haie spekulieren mit Play-off-Qualifikation

Eine alte Weisheit im Eishockeysport sagt – auf der Strafbank gewinnt man keine Spiele! Doch genau diese Disziplinlosigkeit (20 Strafminuten) der Bulldogs aus Dornbirn nützten die Innsbrucker Haie mit gleich 5 Powerplaytreffern eiskalt aus und dürfen daher nach dem verdienten 6:3 (4:1, 1:1, 1:1)-Erfolg über die Vorarlberger in der Qualifikationsrunde weiterhin vom Play-off träumen. Ausschlaggebend dafür war vor rund 2200 Zuschauern das wohl beste erste Drittel dieser Saison, in dem die Gastgeber Dornbirn nicht den Funken einer Chance ließen. Den Drei-Tore-Vorsprung verwalteten Spurgeon und Co. dann souverän, brachten sich damit in eine gute Position (7 Punkte) für die nächsten Partien. Da geht es erst auswärts (Freitag) gegen Fehervar (ebenfalls 7 Zähler) und am Sonntag (zuhause) sowie Dienstag (auswärts) zweimal gegen Znojmo (derzeit 6 Punkte).

Ein Blick auf die Tabelle vermittelt jedenfalls die Dramatik, mit der – wahrscheinlich - diese drei Teams um Platz drei hinter dem klar führenden Villacher SV und Linz (jeweils 12 Punkte) kämpfen werden.

In blendender Spiellaune war die erste Reihe der Haie, die insgesamt 9 Scorerpunkte zum 6:3 beisteuerte. Bild: Gepa

Frühlingserwachen mit Rapid gegen WSG Tirol

Im Biathlon oder Rodeln wird gerade um WM-Medaillen gekämpft, im Fußball steht am Wochenende das offizielle Frühjahrserwachen auf dem Programm. Und zwar mit dem Topspiel der Liga zwischen RB Salzburg und Verfolger LASK. Eine Partie, die das Interesse am Fußballgeschehen in Österreich so richtig ankurbeln soll. Und zwar für den Kampf um den Titel, für den eigentlich nur diese beiden Teams, getrennt durch zwei Punkte, in Frage kommen; und für den Kampf gegen den Abstieg. In dem Tirols einziger Vertreter in der höchsten Liga, die WSG Swarovski Tirol, eine ungewollte Hauptrolle spielt.

Als Tabellenletzter gastieren die Schützlinge von Trainer Thomas Silberberger am Sonntag beim Rekordmeister Rapid, wo die Trauben (Punkte) bekanntlich hoch hängen. Doch vier Runden vor der Punkteteilung nach dem Grunddurchgang benötigen die ,,Kristallbuam“ jeden Zähler, um nicht zu weit ins Hintertreffen zu gelangen. 12 Punkte weist das Konto der WSG auf, jeweils zwei Zähler mehr haben die Admira und Mattersburg ergattert, St. Pölten steht bei 15.

Die Aufgabe bei Rapid wird nicht einfach, wenn es nach dem Vorverkauf geht (derzeit sind 18.000 Tickets verkauft) wartet auf Swarovski Tirol ein ausverkauftes Stadion. Da bleibt nur zu hoffen, dass nach dem missglückten Pokalabenteuer in Lustenau die Nerven bei Dedic und Co. halten. Wem Silberberger das Vertrauen für dieses auch richtungsweisende Spiel schenken wird, entscheidet sich bestimmt erst am Spieltag, aber egal wer da auf das Feld läuft – da wartet eine Mammutaufgabe. Um bestehen zu können muss jeder einzelne Akteur im WSG-Dress von der ersten bis zu letzte Sekunde 120% abliefern.

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